21. Juni 2013

Publikation: Soziale Ungleichheit

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Ökonomie/ Arbeit/ Beruf, Publikationen, Soziales/ Soziale Problemlagen

Eine aktuelle Untersuchung der Bundesbank belegt: Die Kluft zwischen Arm und Reich hat sich deutlich vertieft. Laut der Studie besitzen die reichsten zehn Prozent der Haushalte 58 Prozent des gesamten deutschen Privatvermögens. Der Soziologe Michael Hartmann durchleuchtet in seinem Buch die Lebensverhältnisse der tausend mächtigsten Deutschen. Was denken sie über die Ursachen der Finanzkrise? Wie beurteilen sie die soziale Ungleichheit in Deutschland? Der Autor sucht nach Antworten auf diese Fragen und stellt dabei fest, dass viele der Befragten in Spitzenpositionen von Wirtschaft, Politik, Medien, Justiz, Militär, Gewerkschaften und Verbände die herrschenden Verhältnisse als gerecht empfinden – und zwar besonders dann, wenn sie selbst in großbürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen sind. Das Fazit des Autors lautet: Die zunehmende Orientierung politischer Entscheidungen an den Interessen der Wirtschaft und der finanziell Privilegierten droht die Demokratie nachhaltig zu beschädigen.  

Michael Hartmann: Soziale Ungleichheit – Kein Thema für die Eliten? 2013, 250 S., 19,90 Euro, ISBN 978-3593399485

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