10. Mai 2013

Aktion gegen Lobbyismus an Schulen

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Schule und Bildung

Die Nichtregierungsorganisation Lobbycontrol stellte in ihrer kürzlich veröffentlichten Studie einen alarmierenden Einfluss von Lobbygruppen auf die Bildungsinhalte von Schülern fest. Demnach versuchen Unternehmen und Verbände zunehmend, durch die Erstellung einseitiger Unterrichtsinhalte indirekte Werbung in deutschen Klassenzimmern zu betreiben. Ermöglicht wird dies laut Lobbycontrol durch verstärkt auftretende Kooperationen des Bildungssystems mit der Privatwirtschaft, beispielsweise bei den Themen Verschuldung oder Energiesparen aber auch mithilfe der Veranstaltung von Schulwettbewerben. Der Einsatz externer Materialien werde zudem, häufig durch unternehmenseigene Studien untermauert, mit den Mängeln des Bildungssystems begründet und als eine Form gesellschaftlichen Engagements ausgegeben. Lobbycontrol ruft darum in Form eines offenen Briefes die Bildungsminister der Länder dazu auf, gegen diese Praxis vorzugehen, der nun online unterzeichnet werden kann.

Die Studie im Wortlaut (PDF)

Protestbrief an die Bildungsminister