10. Mai 2013

Inklusive Forschung

Kategorie: Gesundheit/ Behinderung/ Lebenshilfe, Wissenschaft/ Technikgestaltung

Das gemeinsame Forschen mit – und nicht an, für oder über – Menschen mit Behinderungen kennzeichnet den Ansatz der Inklusiven Forschung. Die Beteiligung der Menschen mit Behinderungen erfolgt auf allen Ebenen des Forschungsprozesses: bei der Entwicklung der Fragestellung, der Erhebung und Analyse der Daten und im Rahmen der Präsentation der Ergebnisse. Diese Perspektive folgt dem Grundverständnis der Inklusion, in der die gesellschaftliche Teilhabe, Teilnahme und Teilgabe von Menschen, deren Lebensumstände bisher von Marginalisierung, Ausgrenzung und Fremdbestimmung geprägt war, im Vordergrund steht. Inklusive Forschung bedeutet einen radikalen Umdenkungsprozess in der empirischen Sozialforschung. Entwickelt wurde Inklusive Forschung vor allem in Großbritannien. Im deutschsprachigen Raum ist die Umsetzung noch zögerlich, es gibt aber erste Beispiele inklusiver Forschungsprojekte. Mandy Hauser, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig, stellt in ihrem Gastbeitrag die Entwicklungsgeschichte und Grundgedanken dieses Forschungsansatzes vor und weist auf das Projekt »Menschen mit intellektueller Behinderung lernen Forschen« aus Leipzig hin.

Hauser, Mandy:Inklusive Forschung - Gemeinsames Forschen mit Menschen mit Lernschwierigkeiten(115 KB)