15. Februar 2013

Diskriminierungserfahrungen und Integration

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten, Ökonomie/ Arbeit/ Beruf, Schule und Bildung

Eine von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Auftrag gegebene Analyse zeigt: Die Diskriminierung von Migrantinnen und Migranten erschwert die Integration und hat negative Folgen für die gesamte Gesellschaft. Je mehr sich Menschen mit Migrationshintergrund diskriminiert fühlen, desto geringer ist ihr Willen, sich in die Gesellschaft zu integrieren, lautet einer der Schlüsse der Expertise »Wechselwirkung zwischen Diskriminierung und Integration« vom Zentrum für Türkeistudien und Integration der Universität Duisburg-Essen. Wenn sich jemand ständig benachteiligt und herabgesetzt fühlt, sinkt das Selbstwertgefühl und damit auch die Leistungen. Auswirkungen der Diskriminierungserfahrungen sehen die Autoren in den Bereichen Bildung, Gesundheit und im Arbeitsmarkt. Durch die mangelnde Integration enstehen auch beträchtliche volks- und betriebswirtschaftliche Kosten, die letztendlich als Folgen von Diskirminierungen zu bewerten sind. Politik, Wirtschaft und Medien sind deshalb dringend gefordert, stärker gegen Benachteiligungen vorzugehen und Diskriminierungen abzubauen.

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