20. Januar 2012

Netzwerkbasiertes Roadmapping als zivilgesellschaftliche Politikoption

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Nachhaltige Entwicklung, Umwelt/ Natur/ Energie

Die »Dynamische Anpassung regionaler Planungs- und Entwicklungsprozesse an die Auswirkungen des Klimawandels in der Emscher-Lippe-Region« steht im Mittelpunkt eines aktuellen Forschungsprojekts der TU Dortmund. Es hat das Ziel, das komplexe Problem der Anpassung an die prognostizierten Auswirkungen des Klimawandels über die Etablierung eines langfristig tragfähigen Netzwerks anzugehen, das relevante Akteure über Ressort- und Wissensgrenzen hinweg verbindet und dabei auch die Beteiligung der unterschiedlichen Nutzer- und Betroffenengruppen an Entscheidungs- und Durchführungsprozessen sicherstellt. Auf der Suche nach institutionellen und sozialen Innovationen, die den komplexen Anforderungen des Klimawandels gerecht werden, wird im Projekt das Roadmap-Instrument als Innovation der Regional Governance geprüft, erprobt und weiterentwickelt. Dr. Martin Birke, Dr. Michael Schwarz und Nicole Rauscher, Wissenschaftler/innen an der Sozialforschungsstelle der TU Dortmund, skizzieren in ihrem Gastbeitrag die Umrisse des Projekts. Sie zeigen: Wenn regionale Klimaanpassung als umfassender gesellschaftlicher und regionaler Wandlungsprozess begriffen wird, der nur integriert mit anderen Themen, Prozessen und Initiativen dynamisch und effizient gestaltet werden kann, dann bildet das Roadmap-Verfahren dafür einen neuartigen und erfolgversprechenden Ansatz. Er ist für die Zivilgesellschaft zwar mit neuen regional- wie verhandlungspolitischen Anforderungen verbunden und verlangt den Einstieg in eine »kollaborative« Mit-Gestaltungskultur; dem gegenüber steht jedoch ein Zugewinn an (regional-)politischem Einfluss und Profil.

Birke, M.; Schwarz, M.; Rauscher, N.:Netzwerkbasiertes Roadmapping als Instrument der Regional Governance- Innovation und zivilgesellschaftliche Politikoption(153 KB)