02. September 2011

Partizipation und Marginalisierung: Lernen von den Ländern des Südens?

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Eine Welt/ Globalisierung

Sind die im Süden gewonnenen spezifischen Erfahrungen mit Beteiligungsinstrumenten auf den Norden übertragbar? Wo liegen die Chancen und Grenzen des interkulturellen Lernens? Dieser Frage geht Prof. Dr. Norbert Kersting vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Münster in seinem Gastbeitrag nach. Er greift insbesondere die Probleme der Integration von marginalisierten Gruppen bei neuen politischen Beteiligungsinstrumenten auf. Des Weiteren zeigt er die Ursachen und mögliche nachahmenswerte Pfade innovativer lokaler demokratischer Beteiligung in den Ländern des Südens. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf dem Sonderfall Südafrika, wo er mehrere Jahre tätig war. In Südafrika konnten sich in den weiterhin bestehenden traditionellen Strukturen viele Beteiligungsinstrumente nicht durchsetzen, andererseits hat die in der Gesetzgebung verankerte Beteiligung eine deutliche Vorbildfunktion. Als weiteres Resümee sieht Kersting in südlichen Ländern eine höhere Exeperimentierfreudigkeit und eine höhere Fehlertoleranz in Beteiligungsverfahren als in Deutschland. Daher sollte hierzulande einzelnen Regionen oder Städten verstärkt die Gelegenheit gegeben werden, alternative innovative Ansätze zu implementieren.

Kersting, Norbert:Partizipation und Marginalisierung: Lernen von den Ländern des Südens?(163 KB)