11. Juni 2010

Ehrenamtliches Engagement von Flüchtlingen

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen schätzt, dass im Jahr 2008 weltweit etwa 10,5 Millionen Menschen auf der Flucht waren. Davon flüchteten rund 246.000 Asylsuchende nach Europa. In Deutschland leben aktuellen Zahlen zufolge knapp 600.000 Flüchtlinge. Etwa 100.000 von ihnen sind nur befristet geduldet, das heißt ihre Abschiebung ist vorübergehend ausgesetzt. Gegenüber anerkannten Flüchtlingen sowie sog. Kontingentflüchtlingen sind Flüchtlinge mit ungesichertem Aufenthaltsstatus von vielen staatlichen Leistungen und Fördermaßnahmen ausgeschlossen, bürgerschaftliches Engagement und gesellschaftliche Teilhabe sind erschwert oder unmöglich. Trotzdem findet in Deutschland vielerorts freiwilliges Engagement von Flüchtlingen statt. Johanna Boettcher, Netzwerk-Koordinatorin beim Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein, skizziert in ihrem Gastbeitrag die rechtliche Situation von Menschen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus und zeigt auf, wieso deren bürgerschaftliches Engagement wichtig für die interkulturelle Öffnung der Aufnahmegesellschaft ist.

Boettcher, Johanna:Ehrenamtliches Engagement – aber bitte nicht von Flüchtlingen?(98 KB)