30. April 2010

Disability Mainstreaming

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Geschlechter/Gender, Gesundheit/ Behinderung/ Lebenshilfe

Disability Mainstreaming ist ein relativ junger Begriff, der in der deutschen Diskussion bisher kaum gebräuchlich ist. Er lehnt sich implizit und explizit an Gender Mainstreaming an, das 1995 im Zusammenhang mit Entwicklungspolitik auf die internationale politische Agenda kam und in den Folgejahren auch in Deutschland in fast allen Politikbereichen eingeführt wurde. Disability Mainstreaming meint, dass das Anliegen von Menschen mit Behinderung zum wichtigen Bestandteil von Prozessen in Politik, Verwaltung, Gesellschaft und Wissenschaft wird – von Beginn an und nicht erst, nachdem die Entscheidungen gefallen sind. Deshalb ist Disability Mainstreaming einerseits ein Instrument zur Umsetzung der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung und andererseits ein Konzept, weil es eine andere Vorgehensweise und ein grundlegendes Umdenken bzw. einen Perspektivenwechsel erfordert. Dr. Katrin Grüber, Leiterin des Instituts Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW), stellt das Konzept vor.

Katrin Grüber: Disability Mainstreaming (IMEW konkret Nr. 10, Dezember 2007)