05. März 2010

Aktionsform Carrotmob

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Eine Welt/ Globalisierung, Nachhaltige Entwicklung, Organisation/ Kommunikation/ Qualifikation

Ein Carrotmob ist eine relativ neue Aktionsform zum Thema Klimaschutz. Im Rahmen eines Carrotmobs wird das Prinzip des Boykotts durch im Vorfeld verabredeten massenhaften Konsum umgedreht. Ziel eines Carrotmobs ist es, Unternehmer/innen vor Ort dazu zu bewegen, in Klimaschutz zu investieren.

Carrotmob ist eine Aktionsform, die den bekannteren sog. Flashmobs ähnelt. Interessierte werden primär über Social Communities im Internet auf die Aktion aufmerksam gemacht. Bei Carrotmobs wird das Prinzip des Boykotts umgedreht: durch massenhaften Einkauf werden Geschäftsleute, die etwas in ihrem Unternehmen positiv für den Klimaschutz verändern wollen, unterstützt. Ziel des Carrotmobs ist es, Unternehmen und Unternehmer/innen dazu zu bewegen, in Klimaschutz zu investieren. Gleichzeitig ermöglicht es die Aktionsform Verbraucher/innen, ihre Macht als Konsument/innen wirkungsvoll einzusetzen. 

Das Prinzip eines Carrotmobs ist einfach: Möglichst viele Menschen kaufen zu einem bestimmten Zeitraum an einem Tag in einem festgelegten Geschäft ein. Mit diesem besonderen Umsatz wird ein Geschäft »belohnt«, deren Besitzer/innen sich im Vorfeld bereit erklärt haben, einen festgesetzten Teil ihres durch die Aktion erzielten Gewinnes beispielsweise in eine klimagerechte Sanierung ihres Ladenlokals zu investieren.

Erste Carrotmobs in Deutschland fanden in Berlin, München, Bonn und Frankfurt statt. Die Umweltorganisation Green City e.V. bietet in München Schulen an, eine solche Aktion anzuleiten und zu begleiten. Schülerinnen und Schüler werden zwischen März und Juli von Green City angeleitet, ihren eigenen Carrotmob zu organisieren.

Carrotmob Berlin
Carrotmob München