05. März 2010

Ältere Migrant(inn)en im Quartier

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten, Leben im Alter, Wissenschaft/ Technikgestaltung, Wohnen/ Wohnumfeld/ Konsum/ Verkehr

Die Stützung und Initiierung von Netzwerken der Selbstorganisation und Selbsthilfe steht im Zentrum des kooperativen Forschungsprojektes AMIQUS. Ausgehend von einer differenzierten Sichtweise auf die äußerst heterogene Gruppe der älteren Migrant/innen geht es neben einer quartierbezogenen Erhebung zu den vorhandenen Netzwerken und den Einstellungen der Zugewanderten auch um einen Anstoß zu partizipativer Projektentwicklung und die Qualifizierung und Vernetzung konkreter Ansätze von Selbstorganisation und Selbsthilfe. In seinem Gastbeitrag stellt Prof. Dr. Michael May von der Hochschule Rhein Main, der das Projekt in Kooperation mit der Hochschule Fulda leitet, den bisherigen Verlauf des bis 2012 reichenden Projektes vor. In Fokusgruppen in unterschiedlich strukturierten Stadtteilen in vier Städten wurden Erhebungen und Zukunftswerkstätten durchgeführt. Dabei konnte eine differenzierte Typologie innerhalb der heterogenen Gruppe der älteren Migrant/innen aufgestellt werden. Im bisherigen projektverlauf wurde die Erfahrung gemacht, dass vor dem Hintergrund des vorhandenen Potenzials der Selbstorgansition und der Vielfalt an Netzwerktypen schon mit einer angemessenen Moderation kulturübergreifende Austausch- und Organisationsprozesse in Gang kommen. Damit geraten die verbreiteten Klischees über die »schwierige« Zielgruppe in Hinblick auf die Aktivierung zu zivilgesellschaftlichem Engagement ins Wanken.

Zur Website des Projekts AMIQUS

May, Michael:Ältere Migrant(inn)en im Quartier – Stützung und Initiierung von Netzwerken der Selbstorganisation und Selbsthilfe(102 KB)