09. Oktober 2009

Lokale Wirtschaft in der Bürgerbeteiligung

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Ökonomie/ Arbeit/ Beruf

Der Theorie nach finden neue Koordinations- und Steuerungsprozesse kollektiver Angelegenheiten im weiten Feld zwischen Staat, Markt und bürgergesellschaftlichen Netzen statt. Während sich die lokale Politik und Verwaltung aufgrund von Effektivitäts- und Legitimitätsmängeln ihres eigenen Handelns zunehmend aufgeschlossen gegenüber den Beteiligungswünschen von Bürger/innen verhalten, bleiben Akteure aus der Wirtschaft in der Beteilungspraxis weitgehend ein blinder Fleck. Oftmals wird »die Wirtschaft« nur von Kammern und Verbänden repräsentiert, die selbst kaum Kontakt zu betrieblichen Wirklichkeiten haben. Eine wichtige Ausnahme bilden Netzwerke zwischen Politik/Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft auf regionaler Ebene. Allerdings bleibt bei diesen zweckgerichteten Netzwerken der Pol »Zivilgesellschaft« relativ blass, wie Toralf González, Soziologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HafenCity Universität Hamburg (HCU), in seinem Gastbeitrag aufzeigt. Um diesen Missstand zu beheben, wäre eine stärkere Integration der Zivilgesellschaft im Hinblick auf die Frage nötig, wie die Förderung von Wirtschaft und Wissenschaft ohne eine Vertiefung von sozialen Spaltungen einhergehen kann.

González, Toralf:Lokale Wirtschaft in der Bürgerbeteiligung(97 KB)