13. März 2009

Internationale Begegnungsarbeit

Kategorie: Eine Welt/ Globalisierung, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten, Schule und Bildung

Nach einem neuen Gesetzentwurf der Bundesregierung soll in einer zentralen Visa-Einlader- und Warndatei erfasst werden, wer innerhalb von zwei Jahren mehr als fünf Gäste (Einzelgäste oder Gruppen) aus visapflichtigen Ländern nach Deutschland einlädt. Damit will die Bundesregierung den illegalen Handel mit Einreisepapieren sowie organisierten Menschenhandel verhindern. Ein solcher Ansatz betrifft aber auch Bildungseinrichtungen wie Jugendbildungsstätten und Bildungswerke, die regelmäßig Begegnungen mit Gruppen aus visapflichtigen Ländern durchführen. Ein mit der Gesetzesinitiative verbunderer Generalverdacht gefährdet die wichtige und auch öffentlich geförderte internationale Begegnungsarbeit, wie der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) in einer aktuellen Erklärung betont. Er weist darauf hin, dass die unverzichtbare dialogische Zusammenarbeit mit Partnern aus über 100 Ländern einen Beitrag zur Entwicklung demokratischer Strukturen der Jugend- und Menschenrechtsbildung leistet.

Zur AdB-Stellungnahme im Wortlaut