13. März 2009

Schule in der Bürgergesellschaft

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Schule und Bildung

Dass die Entwicklung einer aktiven Bürgergesellschaft viel mit Bildung und Erziehung zu tun hat, ist gegenwärtig kaum noch strittig. In den vergangenen Jahren haben daher auch bildungspolitische Fragen vermehrt Eingang gefunden in die Überlegungen darüber, wie eine moderne Engagementförderung aussehen sollte. Diese verstärkte Aufmerksamkeit für Bildungsfragen auf Seiten der Bürgergesellschaft findet bislang allerdings kaum eine Entsprechung auf Seiten der Bildungspolitik. PISA, IGLU und andere Schulvergleichsuntersuchungen, die diagnostizierte Krise des schulischen Lernens und die davon ausgehenden Reformbemühungen in unserem Bildungssystem haben jedoch neue Chancen eröffnet, in denen auch bürgergesellschaftliche Perspektiven Platz finden. Trotz zahlreicher Beispiele guter Praxis steht diese Debatte jedoch erst am Anfang. Auf den großen Baustellen der Schul- und Bildungsreform führt die Bürgergesellschaft bislang noch ein Schattendasein. Birger Hartnuß, Mitarbeiter der Leitstelle Bürgergesellschaft und Ehrenamt in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und Dr. Stephan Maykus, Professor für Soziale Arbeit an der Fachhochschule Osnabrück, haben im Jahr 2005 unter dem Titel »Mitmachen, Mitbestimmen, Mitgestalten« in einer Expertise für das BLK-Programm »Demokratie lernen & leben« bürgergesellschaftliche und sozialpädagogische Begründungen von Chancen der Engagement- und Demokratieförderung in ganztägigen Lernarrangements zur Diskussion gestellt. Die im folgenden Gastbeitrag dokumentierten Thesen fassen ihre nach wie vor aktuellen Überlegungen zusammen.

Hartnuß, Birger:Schule als demokratischer Ort und parnerschaftlich orientiertes Lernzentrum im Gemeinwesen(86 KB)