27. Februar 2009

Bürgermedien in Europa

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Europa, Medien

In Westeuropa begann die Entwicklung von Bürgermedien in den 1960er und 1970er Jahren. Ziel war es, im Vergleich zu den öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten, die sich an strenge staatlich vorgeschriebene Regelungen halten mussten, alternative Inhalte anzubieten. In vielen Ländern, die der Europäischen Union 2004 und 2007 beitraten, stellt sich die Geschichte des Sektors etwas anders dar: sog. Piratensender wurden von Bürgerrechtsbewegungen auch als Mittel genutzt, um gegen autoritäre Regierungen zu protestieren. Karin Resetarits, Mitglied des Europäischen Parlaments und Autorin des im vergangenen Jahr erstellten EU-Berichts über gemeinnützige Bürger- und Alternativmedien in Europa, beschreibt in ihrem Gastbeitrag anhand verschiedener Praxisbeispiele die Situation der europäischen Bürgermedien. Für sie ist klar: Bürgermedien tragen zur Erreichung verschiedenster sozialer und kultureller Ziele der Gesellschaft bei. Sie können daher bei der Förderung von Toleranz und Pluralismus in der Gesellschaft eine entscheidende Rolle spielen.

Zum EU-Bericht im Wortlaut (PDF)

Resetarits, Karin:Bürgermedien in Europa(88 KB)