13. Februar 2009

Beteiligungspraxis in der Heimerziehung

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie, Soziales/ Soziale Problemlagen

Im öffentlichen Diskurs der Kinderbeteiligungsszene in Deutschland wird die Situation der Heimkinder und –jugendlichen allzu häufig übersehen. In den internationalen Diskussionen dagegen ist die Heimerziehung und deren besonderes Beteiligungsanliegen längst angekommen. Vor diesem Hintergrund fand im Dezember 2008 in Berlin eine Konferenz statt, auf der sich Vertreter/innen von Kinder- und Jugendheimen, Jugendämtern, Verbänden und Hochschulen mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Eine der Mitorganisatorinnen der Veranstaltung, Prof. Dr. Mechthild Wolff, Dozentin für erziehungswissenschaftliche Aspekte Sozialer Arbeit und Dekanin an der Hochschule Landshut, beschreibt in ihrem Gastbeitrag die beteiligungspolitische Realität in der Alltagspraxis der bundesdeutschen Heimerziehung. Sie skizziert die partizipatorischen Standards zur Beteiligung in Heimen und stellt anhand ausgewählter Praxisbeispiele die Anforderungen, Möglichkeiten und Chancen vor, die für alle Beteiligten mit einer beteiligungsorientierten institutionellen Erziehung verbunden sind. Ihr Fazit: gelingende Beteiligung benötigt wie immer verbindliche Strukturen und Rahmenbedingungen, sie muss aber darüber hinaus auch jederzeit und unmittelbar erlebbar und spürbar für alle sein.

Wolff, Mechthild:Beteiligungspraxis in der Heimerziehung(102 KB)