Lokal und digital beteiligen: Erkenntnisse aus einer deutschlandweiten Studie zu digitaler Bürgerbeteiligung in Kommunen
Für eine Bürgergesellschaft, die auf Mitgestaltung, Engagement und gesellschaftliche Selbstorganisation setzt, bieten digitale Beteiligungsangebote das Potenzial, neue Zielgruppen einzubinden und zusätzliche Kanäle der Responsivität zu schaffen. Damit kann der Dialog zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerschaft gestärkt werden. Die lokale Ebene spielt dabei eine zentrale Rolle: Hier erfahren Menschen unmittelbar, ob ihre Beteiligung erwünscht ist und sie Einfluss nehmen können. Ob Menschen ihr Zusammenleben auch digital mitgestalten können, entscheidet sich dabei nicht allein an der Motivation und den Fähigkeiten der Bürgerinnen und Bürger oder der technischen Ausgestaltung neuer Beteiligungstools. Wichtig ist ebenso, ob politische und administrative Akteure digitale Bürgerbeteiligung als Teil demokratischer Selbstorganisation verstehen und aktiv ermöglichen. Wie lokale E-Partizipation gelingt, zeigt ein gemeinsames Projekt der Universitäten Dresden, Düsseldorf, Koblenz und Leipzig, das von der Stiftung Mercator gefördert wird. Nadja Wilker und Johannes Donix stellen das Projekt und seine Ergebnisse in ihrem Beitrag vor.