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HBS: Studie zu Migrant/innen in Stadtparlamenten

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Stadtparlamente sind noch weit davon entfernt, die kulturelle und ethnische Vielfalt in Deutschland widerzuspiegeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung. Unterstützt wurde das Projekt von der Stiftung Mercator. Demnach sind nur 4% von insgesamt 4.670 Ratsmitgliedern in deutschen Großstädten Migrant/innen. Dabei hat fast jede/r fünfte Einwohner/in Deutschlands einen Migrationshintergrund, in den Städten ist es teilweise jede/r dritte. Die Studie untersuchte erstmals bundesweit die Präsenz von Menschen mit Migrationshintergrund in den Räten aller deutschen Städte über 100.000 Einwohner/innen. Insgesamt wurden 77 Städte berücksichtigt; die Bundesländer Berlin, Bremen und Hamburg fehlen. Positiv ist: Die Zahl der Migrantinnen und Migranten in den Kommunalparlamenten stieg in den letzten zehn Jahren an. Gab es in den zwischen 2001 und März 2006 gewählten Stadträten nur 114 Ratsmitglieder mit Migrationshintergrund, stieg ihre Zahl bis März 2011 auf 190. Wie die Studie weiter zeigt, bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den untersuchten Städten. Spitzenreiter unter den deutschen Großstädten ist Frankfurt am Main. Auch die politischen Parteien sind unterschiedlich offen bzw. unterschiedlich attraktiv für Migrant/innen. Gemessen an der Gesamtzahl der Ratsmitglieder einer Partei erreicht hier Die Linke den höchsten Anteil.

Kurzfassung der Studie (PDF)

Ansprechpartner

Björn Götz-Lappe

goetz-lappe@mitarbeit.de

Ulrich Rüttgers

ruettgers@mitarbeit.de