Ehrenamtliches Engagement in der zweiten Lebenshälfte als Schutz vor wahrgenommener sozialer Exklusion?
Ehrenamtliches Engagement ist eine wichtige Form der gesellschaftlichen Teilhabe, die es Menschen ermög-licht, sinnstiftende Tätigkeiten auszuüben und soziale Kontakte zu pflegen. Gerade in der Nacherwerbsphase kann ein Ehrenamt helfen, den Alltag zu strukturieren und eine Quelle für soziale Anerkennung sein. Allerdings zeigen sich soziale Ungleichheiten in der ehrenamtlichen Beteiligung; die möglichen positiven Effekte der Aus-übung ehrenamtlicher Tätigkeiten kommen also nicht allen Bevölkerungsgruppen gleichermaßen zugute. Julia Simonson, Nadiya Kelle und Willi Bredreck gehen auf der Grundlage des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2023 der Frage nach, wer sich in der zweiten Lebenshälfte ehrenamtlich engagiert und inwieweit ein Ehrenamt eine Schutzfunktion vor dem Gefühl sozialer Ausgeschlossenheit haben kann.