Newsletter Nr. 16/2010 (20.08.2010) von wegweiser-buergergesellschaft.de



Meldungen aus der Bürgergesellschaft

20. August 2010

Internationales Jahr der Jugend

Kategorie: Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie

Die Vereinten Nationen haben für den Zeitraum von August 2010 bis August 2011 das »Internationale Jahr der Jugend« ausgerufen. Unter dem Motto »Dialog und gegenseitiges Verständnis« sollen Veranstaltungen, Aktionen und Wettbewerbe stattfinden. Dazu hat das UN-Jugendprogramm zusammen mit Nichtregierungsorganisationen Materialien erstellt. Zentrales Anliegen des Jahres ist es, die Notwendigkeit von Jugendpartizipation und Jugendentwicklung im lokalen, nationalen und globalen Kontext in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. 

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20. August 2010

Europäischer Preis für Unternehmensengagement

Kategorie: Europa, Unternehmen und Engagement

Das bürgerschaftliche Engagement von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Unternehmen steht im Zentrum eines neuen europaweiten Wettbewerbs. Gesucht werden Initiativen, die Menschen beim Kompetenzerwerb unterstützen und damit ihre Beschäftigungsfähigkeit verbessern. Die »European Employee Volunteering Awards« werden von Business in the Community aus Großbritannien koordiniert und von der Europäischen Kommission kofinanziert. UPJ ist Projektpartner des europaweiten Wettbewerbs und richtet den »Generali Employee Volunteering Award – Deutschland« aus.

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20. August 2010

Mitgliedschaften und Engagement

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Organisation/ Kommunikation/ Qualifikation

Es wird viel geklagt über zurückgehendes Bürger-Engagement in Parteien und Organisationen. Aber ein genauer Blick zeigt: Die Mitgliedschaft bleibt für viele Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Form gesellschaftlichen Engagements, nur setzen sie neue Akzente. Kleine Parteien und Umweltorganisationen gewinnen, große Parteien, Gewerkschaften und die großen Kirchen verlieren Mitglieder. Die WZB-Forscher/innen Dietmar Dathe, Eckhard Priller und Marleen Thürling haben die langfristige Entwicklung der Mitgliedszahlen in gesellschaftlichen Organisationen untersucht und zeichnen im neuen »WZBrief Zivilengagement« ein differenziertes Bild.

Der WZBrief im Wortlaut (PDF)

20. August 2010

Utopia-Award 2010

Kategorie: Nachhaltige Entwicklung, Stiftungen, Unternehmen und Engagement

Vorbilder, Organisationen, Unternehmen und Produkte, die einen neuen Impuls im nachhaltigen Bereich setzen, werden mit dem Utopia-Award 2010 ausgezeichnet. Zentrale Kriterien sind Effizienz, Originalität, Attraktivität und Wirkungsgrad. Im Rahmendes Wettbewerbes hat eine Jury schon eine Liste von Finalisten zusammengestellt. Im Rahmen eines Publikumsvotums können nun bis Ende September 2010 die Vorschläge ergänzt und in der Gesamtliste in jeder Kategorie abgestimmt werden.

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20. August 2010

Tafel der Demokratie

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft

Am 20.8.2010 findet in Berlin die Tafel der Demokratie statt, die Bürgerinnen und Bürger als Souverän der Demokratie für den Bundespräsidenten zu seinem neuen Amt ausrichten. Über eine Website können Interessierte ihre Visionen für Deutschland und ihre persönlichen Wünsche für den Bundespräsidenten veröffentlichen. Die Zukunftswünsche finden Eingang in die Dramaturgie der »Tafel der Demokratie«. Zahlreiche Zeitungen sind als Medienpartner in diese Aktion miteingebunden, insgesamt nehmen 1.500 Gäste an der Tafel teil.

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Im Fokus: Wirtschaft und gesellschaftliche Verantwortung

20. August 2010

Demokratie, Ökonomie und Politische Bildung

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Ökonomie/ Arbeit/ Beruf, Schule und Bildung

Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten sieht in der Finanz- und Wirtschaftskrise einen weiteren Grund für den zunehmenden Vertrauensverlust in die Gestaltungskraft der Politik und befürchtet dadurch auch eine Schwächung der Demokratie. Er hat deshalb beschlossen, diese Problematik in den Mittelpunkt seines Jahresthemas 2010 zu stellen. Unter dem Titel »Wirtschaft(en) in gesellschaftlicher Verantwortung. Demokratie – Ökonomie – Politische Bildung« wollen der AdB und seine Mitglieder den Ursachen und Folgen der aktuellen Krise in Angeboten der politischen Bildung nachgehen und sich dafür einsetzen, dass Jugendliche und Erwachsene nicht nur die für sie wichtigen Informationen zu einem besseren Verständnis in die ökonomischen Zusammenhänge erhalten, sondern auch die Kompetenzen entwickeln, die sie zu einer aktiven Beteiligung an den Auseinandersetzungen über die Zukunft der Wirtschaftssysteme befähigen. Ingeborg Pistohl, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten, stellt in ihrem Gastbeitrag das Jahresthema vor.

Pistohl, Ingeborg:Ist die Wirtschafts- und Finanzkrise auch eine Krise der Demokratie?(86 KB)
20. August 2010

Regeln oder Freiwilligkeit: Das Spannungsfeld CSR

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Eine Welt/ Globalisierung, Nachhaltige Entwicklung, Unternehmen und Engagement

Die kontroverse Diskussion um eine gesellschaftlich verantwortliche Unternehmensführung und um ein gesellschaftsbezogenes Engagement von Unternehmen ist nicht neu; gleichwohl hat die Frage, welchen Beitrag Unternehmen zum Gemeinwohl leisten können in den letzten Jahren an Dynamik gewonnen. Die Debatte über die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und Wirtschaftseliten in Zeiten von Globalisierung und anhaltender Wirtschafts- und Finanzkrise gehört mittlerweile zum festen Repertoire der Diskurse in Politik, Wirtschaft und Zivil-)Gesellschaft. Doch immer wieder entpuppt sich das freiwillige unternehmerische Versprechen von nachhaltigem und dem Gemeinwohl verpflichtetem Handeln und Wirtschaften als strategisches Kalkül. Verschiedene Organisationen setzen sich vor diesem Hintergrund dafür ein, unternehmerisches Handeln durch eine entsprechende Rahmensetzung an politisch und demokratisch legitimierte Zielsetzungen zu binden. Volkmar Lübke, Vorstandsmitglied bei TransFair e.V. und Koordinator im bundesweiten »CorA Corporate Accountability – Netzwerk für Unternehmensverantwortung«, erläutert in seinem Gastbeitrag den Begriff der Corporate Accountability und zeigt auf, wieso dieser ganz bewusst als Alternative zur herkömmlichen Definition des CSR-Begriffes verstanden werden sollte. Für ihn ist klar: Wenn Unternehmen freiwillig soziale und ökologische Verantwortung übernehmen, kann das einen bindenden rechtlichen Rahmen nicht ersetzen.

Lübke, Volkmar:Freiwilligkeit wird die Probleme nicht lösen (104 KB)
20. August 2010

OECD-Leitsätze zur Unternehmensverantwortung

Kategorie: Eine Welt/ Globalisierung, Unternehmen und Engagement

Seit Ende Juni 2010 berät die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) über eine Neufassung ihrer Leitsätze zur Unternehmensverantwortung. Die Richtlinien der OECD definieren Standards für weltweit verantwortliches Handeln von Unternehmen in Bereichen wie Arbeitsrecht, Umweltschutz oder Korruptionsbekämpfung. Die Leitsätze gelten als ein weitreichendes  Regelwerk zur Förderung von globaler Unternehmensverantwortung. Angesichts des noch bis Mitte 2011 laufenden Revisionsverfahrens haben nun verschiedene Nichtregierungsorganisationen gefordert, die Leitsätze zu einem wirksamen Instrument gegen unternehmerisches Fehlverhalten auszugestalten. So könnten beispielsweise Unternehmen, die gegen die Leitsätze verstoßen, für einen bestimmten Zeitraum keine staatliche Förderung wie Exportbürgschaften erhalten. Ferner müssten die menschenrechtlichen Anforderungen an Unternehmen konkretisiert werden. Parallel dazu stellt eine aktuelle Studie des Netzwerkes »OECD Watch« fest, dass in vielen Mitgliedsstaaten der politische Wille zur Umsetzung der Leitsätze fehlt. Die Studie kritisiert zudem die fehlenden Sanktionsmechanismen der Leitsätze und die unzureichende Arbeit der zur Umsetzung der Leitsätze von den Regierungen eingesetzten Nationalen Kontaktstellen. Dem Netzwerk gehören weltweit mehr als 80 NGOs aus 45 Ländern an.

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Die Studie im Wortlaut (PDF)

Die OECD-Leitsätze im Wortlaut

20. August 2010

Unternehmerisches Engagement in der Region

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Unternehmen und Engagement

Demografischer Wandel, Integration, Bildung: Auf regionaler Ebene werden gesellschaftliche Probleme verstärkt auch für die Unternehmen sichtbar. Unternehmen können jedoch die gegenwärtigen  Herausforderungen nicht im Alleingang schultern, es bedarf vielmehr vor Ort des gemeinsamen Engagements von Unternehmen, Verwaltung und gemeinnützigen Organisationen. Nur so können innovative Ideen und zukunftsfähige Lösungsansätze gefunden und dauerhaft umgesetzt werden. Das vernetzte und gebündelte Engagement in der Region gewinnt somit sowohl für Unternehmen als auch für Kommunen zunehmend an Bedeutung. Dr. René Schmidpeter, Projektmanager im Programm »Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen« der Bertelsmann Stiftung, stellt in seinem Gastbeitrag die Verantwortungspartner-Initiative der Bertelsmann Stiftung vor. Sein Fazit: Das aus den neuen gesellschaftlichen Kooperationen entstehende regional verfügbare Sozialkapital stärkt die Entwicklungsfähigkeit einer Region und wird so zu einem Faktor für eine positive wirtschaftliche und soziale Umfeldentwicklung.

Schmidpeter, René:Verantwortung gemeinsam gestalten – Unternehmen investieren in die Zukunft ihrer Region(87 KB)

Publikationen und Veranstaltungen

20. August 2010

Publikation: Stadt trifft Stiftung

Kategorie: Publikationen, Stiftungen, Wohnen/ Wohnumfeld/ Konsum/ Verkehr

Heute lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Städte sind Orte der Vielfalt. Diese Vielfalt auf engem Raum erfordert Toleranz, Austausch, Miteinander. Und sie erzeugt Freiräume. In deutschen Städten spielen Stiftungen eine zunehmend wichtige Rolle. Der aktuelle StiftungsReport stellt die unterschiedlichen Akteure, ihre Visionen und Pläne in den Mittelpunkt.

Bundesverband Deutscher Stiftungen (Hg.): Stadt trifft Stiftung: Gemeinsam gestalten vor Ort. Schwerpunkt Stadt, StiftungsReport 2010/11. Berlin 2010, 128 S., 12,90 EUR, ISBN 978-3-941368-07-1

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20. August 2010

Publikation: Demokratie in Zeiten der Umweltkrise

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Publikationen, Umwelt/ Natur/ Energie

Angesichts gescheiterter Klimaverhandlungen und -vereinbarungen wird die Frage nach den Chancen und Grenzen der Demokratie in Zeiten des Klimawandels drängender. Wenn die Kämpfe um lebenswichtige Ressourcen härter oder Naturkatastrophen häufiger werden, könnten Regierungen mit autoritären Maßnahmen reagieren, um das Überleben der Bürger/innen zu sichern. Droht eine Öko-Diktatur als letzter Ausweg aus der Klimakrise? Der Autor der aktuellen Publikation plädiert für Einschränkungen, für politisch geregelten Verzicht, der letzendlich mehr und langfristige Lebensqualität für alle schafft. Er spricht sich für eine Ausweitung der Demokratie zur »Ökokratie« aus, um eine »Öko-Diktatur« abzuwenden. Er fordert, dass die demokratischen Staaten sich der heutigen Herausforderungen bewusst werden, um unsere ökonomische und politische Freiheit zu bewahren und stellt als ein mögliches Modell die Idee der »Zukunftsbank Europa« vor, die über die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen wachen soll.

Bernhard Pötter: Ausweg Öko-Diktatur? Wie unsere Demokratie an der Umweltkrise scheitert. München 2010, 93 S., 8,95 EUR, ISBN 978-3-86581-219-3

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20. August 2010

Veranstaltungshinweise

Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden. Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:

• 20.-23.09.2010 in Gunzesried-Ofterschwang: Multi-Kulti – aber wie? Migration und Integration in Deutschland
Ein Seminar der dbb akademie

• 29.09.-01.10.2010 in Meißen: Kommune wird Bildungslandschaft – Die Entwicklung von Bildungslandschaften fördern und gestalten
Eine Tagung der Evangelischen Akademie Meißen

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