Newsletter Nr. 7/2009 (09.04.2009) von wegweiser-buergergesellschaft.de



Meldungen aus der Bürgergesellschaft

09. April 2009

Tag der Solidarität zwischen den Generationen

Kategorie: Generationen

Ende April findet europaweit der erste »Europäische Tag der Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den Generationen« statt. Der Tag soll das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Förderung der intergenerationellen Solidarität schärfen. Zeitgleich stellt der Europäische Rat am 29. April 2009 die Ergebnisse einer europaweiten Umfrage zur Generationensolidarität vor. Der Aktionstag wurde im vergangenen Jahr auf einer EU-Konferenz in Slowenien beschlossen, die sich mit den Herausforderungen des demographischen Wandels für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaften auseinandergesetzt hat.

Zur Website des Aktionstages (engl.)  

Zu den Ergebnissen der EU-Konferenz (PDF) 

09. April 2009

UN-Kinderrechte in Deutschland

Kategorie: Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie

Die Bundesregierung wird den Vereinten Nationen ihren 3. und 4. Staatenbericht zur Umsetzung der UN-Kinderechtskonvention nicht fristgerecht vorlegen können. Darauf hat der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) in einer aktuellen Erklärung Anfang April aufmerksam gemacht. Laut UN-Kinderrechtskonvention sind alle Staaten aufgefordert, die Umsetzung der UN-Kinderrechte in regelmäßigen Berichten darzustellen. Nach Ansicht des DBJR besteht in Deutschland noch deutlicher Verbesserungsbedarf bei der angemessenen Förderung und der Beteiligung von Kindern. Der Bundesjugendring fordert in diesem Zusammenhang, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.

Zur Presseerklärung des Deutschen Bundesjugendrings

09. April 2009

Direkte Demokratie in Thüringen

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft

Nach dem erfolgreichen Volksbegehren »Mehr Demokratie in Thüringer Kommunen« hat der Landtag in Thüringen dem Gesetzentwurf des Volksbegehrens zugestimmt. Damit sind nun Bürgerbegehren und Bürgerentscheide in Thüringen bürgerfreundlich geregelt. Die neuen Regelungen betreffen Fragen der Zugangshürden, der Zulassung von Themen und die freie Unterschriftensammlung. Nach Angaben des Vereins Mehr Demokratie e.V. haben sich im Rahmen des Volksbegehrens mehr als 250.000 Bürgerinnen und Bürger in Thüringen für die Neuregelung der direkten Demokratie ausgesprochen.

Zur Kampagnen-Website »Mehr Demokratie in Thüringen«

09. April 2009

Integration durch Bildung

Kategorie: Inter- und multikulturelle Angelegenheiten, Schule und Bildung

Im Rahmen der Reihe »Orientierung für soziale Investoren« erstellt die Bertelsmann Stiftung Reports zu verschiedenen Themenfeldern des gemeinnützigen Sektors. Ein neuer Report widmet sich nun dem Thema »Integration junger Zuwanderer durch Bildung«. Mit dem Report soll potentiellen Geldgebern eine Orientierung für die Unterstützung gemeinnütziger Initiativen in diesem Themenfeld verschafft werden. Gemeinnützige Organisationen, die Projekte anbieten, durch die die Bildungssituation junger Zuwanderer/innen verbessert und damit ihre Integration erleichtert wird sind eingeladen, sich mit einem konkreten Förderprojekt um die Aufnahme in den Report zu bewerben; hierfür ist von Anfang Mai bis Mitte Juni ein Onlinefragebogen frei geschaltet. 

Zum Onlinefragebogen
Weitere Informationen zum Programm »Soziale Investoren«

09. April 2009

CfP: Re-Kommunalisierung und Partizipation

Kategorie: Bürgerbeteiligung

Die Re-Kommunalisierung öffentlicher Dienstleistungen steht im Mittelpunkt einer Konferenz, die das Centre Marc Bloch, die Hans-Böckler-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie die Universität Potsdam im Juli 2009 in Berlin ausrichten. Bei der Re-Kommunalisierung treffen zwei verschiedene Logiken aufeinander: Auf der einen Seite geht es um die Wiedereingliederung von Dienstleistungen in den Verantwortungsbereich der lokalen Verwaltung, also in ein Prinzip, das auf Transparenz und Mitwirkung beruhen soll. Auf der anderen Seite sind kommunale Unternehmen meist in einen Markt integriert. Transparenz und Mitwirkung scheinen somit nicht mehr in gleicher Form möglich zu sein. Auf der Tagung soll von daher diskutiert werden, was passiert, wenn die Logiken von Demokratie und Wettbewerb aufeinander treffen: Welchen Einfluss haben kommunale Unternehmen auf die lokale Demokratie? Die Veranstalter der Konferenz suchen nun im Rahmen eines Call for Papers bis Ende Mai Beispiele von Partizipation in kommmunalen Unternehmungen und Erfahrungsberichte zur Re-Kommunalisierung öffentlicher Dienstleistungen.

Weitere Informationen zum CfP »Re-Kommunalisierung und Partizipation« (PDF)

Im Fokus: Rechtsradikale Zivilgesellschaft (Teil 2)

09. April 2009

Rechtsextremismus und Zivilgesellschaft in Berlin

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft

Gibt es in Berlin eine rechtsextreme Zivilgesellschaft? Carl Chung, Leiter des »Mobilen Beratungsteams Ostkreuz – Netzwerk gegen Rechts« der Stiftung SPI, entwickelt in seinem Gastbeitrag ausgehend von einer Beschreibung der besonderen Berliner Sozialstruktur ein differenziertes Lagebild. Dabei identifiziert er rechtsextreme Verdichtungsräume mit den bekannten Folgen für diejenigen, die nicht ins enge Schema rechtsextremen Denkens passen. Diese stehen allerdings einem grundsätzlich menschenrechtlich orientierten Grundklima in der Hauptstadt gegenüber sowie einer gewachsenen demokratischen Zivilgesellschaft, die abgeschwächt auch in Brennpunkten rechtsextremen Handelns existiert. Probleme mit ideologischen Einstellungen wie Rassismus oder Antisemitismus sind in Berlin nur im Zusammenhang mit sozialen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Stadt zu betrachten. Politische Konzepte, die dieser Komplexität nicht gerecht werden, indem sie sich z. B. einseitig »nur« gegen Rechtsextremismus wenden, stehen in Gefahr, ihr Ziel zu verfehlen.

Chung, Carl:Rechtsextremismus und Zivilgesellschaft in Berlin(108 KB)
09. April 2009

Pädagogischer Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie, Schule und Bildung

Rassistische und antisemitische Haltungen äußern sich vielfach schon im Jugendalter. Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe rechtsextremer Organisationen und Initiativen, die rechtsradikale Subkultur ist immer auch anschlussfähig für jugendliche Lebenswelten. Der Umgang mit rechtsextrem motivierten Jugendlichen ist eine Aufgabe, der sich neben betroffenen Eltern auch Pädagog/innen in Jugendarbeit und Schule stellen müssen. Dr. Stephan Bundschuh und Anne Broden, Geschäftsführer und Projektleiterin beim Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit (IDA), setzen sich in ihrem Gastbeitrag mit pädagogischen Interventionen gegen rechtsextreme Phänomene auseinander und beschreiben, welche alltagstauglichen Methoden und Handlungsansätze für Eltern, Schule und Jugendarbeit dafür zur Verfügung stehen.

Bundschuh, Stephan/Broden, Anne:Pädagogischer Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen(102 KB)
09. April 2009

Rechtsextremismus im Verein und vor Ort

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Vereinsarbeit

Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit werden zunehmend auch für den Sportbereich zum Thema. Welche rechtlichen Möglichkeiten haben Vereine, Trainer oder Übungsleiter/innen vor Ort, solchen Tendenzen zu begegnen? Eine Dokumentation der Fachtagung »Ist der Linksaußen ein Rechtsaußen? Rechtsextremismus im Breitensport« der Bundeszentrale für politische Bildung bietet einen ersten Einstieg ins Thema.

Die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern hat eine praxisnahe Handreichung zum Umgang mit rechtsextremen Mitgliedern im Verein veröffentlicht.

Das Kulturbüro Sachsen gibt in einer Broschüre Tipps zum Umgang mit Rechtsradikalen bei öffentlichen Veranstaltungen. (PDF)

09. April 2009

Initiativen und Praxistipps zum Thema

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft

Ob Jugendbegegnungsstätte, Beratungsstelle für Opfer rechtsextremer Gewalt oder Online-Angebot: Viele Initiativen haben dem Rechtsextremismus den Kampf angesagt. Eine Datenbank der Bundeszentrale für politische Bildunginformiert über Initiativen gegen Rechtsextremismus.

Die Internetportale »Netz gegen Nazis« und »MUT gegen rechte Gewalt« informieren grundlegend und (tages-) aktuell über Rechtsextremismus in Deutschland.

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt ist der zentrale Ansprechpartner und Impulsgeber der Zivilgesellschaft in den unterschiedlichen Themenfeldern der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung.

Der Verein »Gegen Vergessen – Für Demokratie« möchte Menschen, die mit Rechtsextremismus konfrontiert sind, individuell beraten sowie zu dem komplexen Themenbereich Rechtsextremismus aufklären und informieren. Das vom Verein getragene Portal Online-Beratung gegen Rechtsextremismus will gleichzeitig das bürgerschaftliche Engagement gegen Rechts unterstützen und so zu einer aktiven demokratischen Kultur beitragen.

Die Initiative »Front Deutscher Äpfel« setzt sich mit satirischen Mitteln gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit ein.

Publikationen und Veranstaltungen

09. April 2009

Publikation: Nachhaltigkeit von Zukunftswerkstätten

Kategorie: Organisation/ Kommunikation/ Qualifikation

Wie können Zukunftswerkstätten als nachhaltiges Instrument der Projektentwicklung und -umsetzung für Non-Profitorganisationen (NPO) optimiert und somit nutzbarer gemacht werden? Warum brauchen NPOs überhaupt Zukunftswerkstätten und warum ist für sie ein nachhaltiges Wirken dieses Methodenkonzeptes notwendig? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer neuen Publikation, die sich mit der Umsetzungsebene von konzipierten Projekten beschäftigt. Ein Ergebnis der empirischen Studie: Die Nachhaltigkeit von Zukunftswerkstätten hängt in erster Linie von der Bereitschaft des Auftraggebers ab, den gesamten Umsetzungsprozess zu sichern.

Claudia Stracke-Baumann: Nachhaltigkeit von Zukunftswerkstätten. Beiträge zur Demokratieentwicklung von unten Nr. 23, Verlag Stiftung MITARBEIT, Bonn 2009, 10,00 Euro, ISBN 978-3-941143-01-2

Infos und Bestellung online

09. April 2009

Publikation: Der Verein als Rechtsform für Wohnprojekte

Kategorie: Vereinsarbeit, Wohnen/ Wohnumfeld/ Konsum/ Verkehr

Die Stiftung trias hat in ihrer Reihe »Rechtsformen« eine neue Broschüre zum Verein als Rechtsform für Wohnprojekte veröffentlicht. Die Broschüre behandelt die Themen Vereinsgründung, Steuer, Recht und Finanzen. Damit möchte die Stiftung trias interessierten Wohninitiativen Handwerkszeug zur Vereinsgründung zur Verfügung stellen. Die Stiftung trias ist eine gemeinnützige Stiftung, die Wohnprojekte fördert, welche Antworten auf die gesellschaftlichen Fragestellungen der Bodenspekulation, des gesellschaftlichen Zusammenlebens und ökologischer Verhaltensweisen suchen.

Stiftung trias: Der Verein als Rechtsform für Wohnprojekte. 2009, 6,00 Euro

Informationen und Bestellung online

09. April 2009

Veranstaltungshinweise

Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden.

Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:

• 15.-17.05.2009 in Dortmund: Erwerblos und glücklich?!
Ein Anti-Bias-Workshop des UMBRUCH-Bildungswerkes zum Thema Arbeit und Erwerbslosigkeit

• 18.-19.05.2009 in Berlin: Bürger für Bürger - Engagement in den Kommunen stärken
Eine Tagung des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement

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