Newsletter Nr. 24/2009 (04.12.2009) von wegweiser-buergergesellschaft.de



Meldungen aus der Bürgergesellschaft

04. Dezember 2009

Aktivitäten zum UN-Klimagipfel 2009

Kategorie: Eine Welt/ Globalisierung, Kampagnen, Nachhaltige Entwicklung, Umwelt/ Natur/ Energie

Vom 7. bis 18. Dezember findet in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen die 15. UN-Klimakonferenz statt. Die teilnehmenden Staaten verhandeln dort über ein neues Weltklimaabkommen. Der neue Vertrag soll das Kyoto-Protokoll von 1997 ablösen, das 2012 ausläuft. Ein breites Bündnis verschiedener zivilgesellschaftlicher NGOs aus dem gesamten gesellschaftlichen Spektrum führen rund um den Klimagipfel vielfältige Aktionen durch, um den Forderungen nach einem verbesserten Klimaschutz öffentlichen Druck zu verleihen. Auf politischer Ebene wird die internationale Staatengemeinschaft in einer gemeinsamen Erklärung aufgefordert, verbindliche Reduktionsziele für Treibhausgase festzulegen, die finanziellen Anstrengungen zu erhöhen und die Bereitstellung von Versicherungen und Kompensationszahlungen insbesondere für die vom Klimawandel am meisten betroffenen Länder und Ökosysteme zu vereinbaren.
  
Die Aktivitäten in Deutschland im Überblick

Zur Website der UN-Klimakonferenz

04. Dezember 2009

Negativpreis für Anti-Klimaschutz-Lobby

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Eine Welt/ Globalisierung, Nachhaltige Entwicklung, Umwelt/ Natur/ Energie, Unternehmen und Engagement

Verschiedene europäische Nichtregierungsorganisationen rufen im Vorfeld der UN-Klimakonferenz zur Wahl des »Angry-Mermaid-Award« auf. Der Negativpreis wird für Organisationen und Unternehmen vergeben, die sich durch ihre destruktive Lobbyarbeit gegen Klimaschutzmaßnahmen auszeichnen. Insgesamt stehen acht internationale und europäische Organisationen und Unternehmen zur Auswahl. Die (englisch-sprachige) Online-Abstimmung ist noch bis Mitte Dezember möglich.

Zur Online-Abstimmung

04. Dezember 2009

Initiative »med4all«

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Eine Welt/ Globalisierung, Gesundheit/ Behinderung/ Lebenshilfe

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich weltweit Millionen Menschen an Krankheiten, die durch Impfungen vermieden oder mit Medikamenten behandelt werden könnten. Das hat verschiedene Gründe; oft sind die Medikamente einfach zu teuer. Die hohen Preise sind Folge eines Patentschutzes, der Monopole auf Medikamente begünstigt. Durch diese Praxis werden sie häufig gerade für Menschen in Entwicklungsländern unbezahlbar. Weltweit wird medizinische Forschung und Entwicklung jedoch etwa zur Hälfte mit öffentlichen Geldern finanziert. Die Nutzung medizinischer Forschungsergebnisse, die mit öffentlichen Mitteln finanziert wurden, ist deshalb mit einer großen gesellschaftlichen Verantwortung verknüpft. Die u.a. von der BUKO-Pharma-Kampagne ins Leben gerufene Initiative »med4all« setzt sich vor diesem Hintergrund für Medizinpatente mit Sozialklauseln ein. Ziel ist es, die Patentierungspraxis medizinischer Forschungsergebnisse gemeinwohlorientiert zu gestalten. In Zusammenarbeit mit verschiedenen deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen hat die Initiative ein Lizenzmodell entwickelt, mit dem der Zugang zu bezahlbaren Medikamenten für Menschen in Entwicklungsländer verbessert werden kann.

Zur Website der Initiative med4all

04. Dezember 2009

Spendenmonitor 2009

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Fundraising

Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland haben im letzten Jahr rund 2,9 Milliarden Euro an gemeinnützige Organisationen gespendet. Damit hat sich im Vergleich zum Vorjahr die Gesamtspendensumme trotz Wirtschafts- und Finanzkrise leicht erhöht. Das ist ein Ergebnis des Spendenmonitors 2009, der Anfang Dezember vorgestellt wurde. Insgesamt haben rund 25 Millionen Personen insbesondere für Projekte in den Bereichen Kirche, Katastrophen- und Entwicklungshilfe sowie Umweltschutz gespendet. Allerdings ist sowohl in den westlichen Bundesländern als auch in Ostdeutschland ein Rückgang der Spenderquote zu verzeichnen. Pro Kopf wurden im Durchschnitt 115 Euro gespendet.

Der Spendenmonitor 2009 im Wortlaut (PDF)

04. Dezember 2009

Online-Beratung zu Ehrenamt und Freiwilligendiensten

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement

Der Deutsche Caritasverband startet in Zusammenarbeit mit den Freiwilligen-Zentren in diesem Monat ein Online-Beratungsportal für Menschen, die sich für ehrenamtliches und freiwilliges Engagement interessieren. Unabhängig von den Öffnungszeiten von Freiwilligen-Zentren oder vom eigenen Wohnort können Informationen und Fakten zum Ehrenamt und zum Freiwilligendienst im Inland wie auch Ausland abgefragt werden. Die Berater/innen der Freiwilligen-Zentren stehen für die Beratung zur Verfügung. Die Online-Beratung unterstützt einen niedrigschwelligen Zugang zu Angeboten des freiwilligen Engagements und hilft, erste Informationen vor der Kontaktaufnahme mit einem Freiwilligen-Zentrum bzw. einer Beratungsstelle für Ehrenamt und Freiwilligendienste zu erhalten. Die Online-Beratung will die persönliche Beratung in den Freiwilligen-Zentren und den Beratungsstellen für Ehrenamt und Freiwilligendienste ergänzen.

Zur Online-Beratung

Im Fokus: Engagementpolitik in einzelnen Bundesländern

04. Dezember 2009

Bürgergesellschaft Rheinland-Pfalz: Eine landespolitische Strategie

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Bürgerschaftliches Engagement

Das Thema »Bürgerschaftliches Engagement« hat mit der Jahrtausendwende in der öffentlichen politischen und wissenschaftlichen Diskussion eine enorme Aufwertung erfahren. Dies gilt auch für das Bundesland Rheinland-Pfalz. Charakteristisch für die Entwicklungen der letzten Jahre ist die Tatsache, dass im Kontext der Debatte um die Zukunft der Bürgergesellschaft nunmehr auch verstärkt Aspekte und Möglichkeiten politischer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an sie betreffenden Angelegenheiten an Bedeutung gewinnen. Engagementförderung und Bürgerbeteiligung werden als zwei Seiten ein und derselben Medaille verstanden und verdichten sich zu einer landespolitischen Strategie, die die Herausbildung einer rheinland-pfälzischen Engagement- und Demokratiepolitik als eigenständiges Politikfeld erkennen lassen, wie Dr. Frank W. Heuberger, Leiter der Leitstelle Bürgergesellschaft und Ehrenamt in der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei, in seinem Gastbeitrag erläutert. Klar ist: Politik und Verwaltung müssen offen sein für die Impulse aus der Zivilgesellschaft und diese im Sinne der Förderung gesellschaftlicher Selbstorganisation und Verantwortungsübernahme in die Gestaltung von Politik einbeziehen.

Heuberger, Frank W.:Bürgergesellschaft Rheinland-Pfalz(84 KB)
04. Dezember 2009

Gemeinsam aktiv: Bürgerengagement in Hessen

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement

Seit zehn Jahren fördert die Hessische Landesregierung das ehrenamtliche und freiwillige Engagement der hessischen Bürgerinnen und Bürger in vielfältiger Weise. Mit der Einrichtung der LandesEhrenamtsagentur hat die Hessische Landesregierung im Jahr 2001 eine zentrale Stelle zur Förderung ehrenamtlicher und freiwilliger Tätigkeit in Hessen geschaffen. Sie ist eine landesweit tätige Servicestelle und hat sich mittlerweile zu einem wichtigen  Kompetenz- und Koordinationszentrum für die Förderung von Bürgerengagement in Hessen entwickelt. Christel Presber und Stephan Würz stellen in ihrem Gastbeitrag die Arbeit und die Projekte der hessischen LandesEhrenamtsagentur sowie die Tätigkeitsfelder der Engagementförderung in Hessen vor.

Presber, Christel/Würz, Stephan:Gemeinsam aktiv: Bürgerengagement in Hessen(98 KB)
04. Dezember 2009

Rosige Horizonte: Engagementpolitik in Bayern

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement

In Bayern wurden 2009 viele neue Aktivitäten auf Landesebene mit dem Ziel besserer Förderung und Vernetzung des Bürgerschaftlichen Engagements auf den Weg gebracht. Parallel zur bundespolitischen Entwicklung zeichnen sich inzwischen die Profile einer nachhaltigen Engagementpolitik ab. Ob Anerkennungskultur, Infrastrukturförderung oder Qualifizierung: Dr. Thomas Röbke, Geschäftsführer des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern, skizziert in seinem Gastbeitrag die unterschiedlichen Bausteine der bayerischen Engagementpolitik und stellt das geplante Gütesiegel für engagierte Bürgerkommunen vor.

Röbke, Thomas:Engagementpolitik in Bayern (93 KB)
04. Dezember 2009

Bürgerschaftliches Engagement in Sachsen-Anhalt

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement

In Sachsen-Anhalt sind gut 30% der Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich aktiv. Das Land nimmt damit eine Spitzenposition innerhalb der ostdeutschen Bundesländer ein. Doch wie kann das bürgerschaftliche Engagement in den Kommunen weiter gesteigert werden? Welche Strategien sind notwendig, um die Engagementförderung in Städten, Gemeinden und Landkreisen in Sachsen-Anhalt zu verbessern? Gundel Berger, Referatsleiterin der Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement und Bündnisse für Familie im Magdeburger Sozialministerium, erläutert in ihrem Gastbeitrag Konzepte und Strategien der engagementorientierten Strukturförderung in Sachsen-Anhalt und zeigt auf, wie die Förderung bürgerschaftlichen Engagements in einem eher finanzschwachen Bundesland aktiv gestaltet werden kann.

Berger, Gundel:Förderung des bürgerschaftlichen Engagements in Sachsen-Anhalt: Konzepte und Strategien(104 KB)
04. Dezember 2009

Engagementförderung im Wegweiser Bürgergesellschaft

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement

Neben den hier vorgestellten Bundesländern haben sich auch in anderen Bundesländern engagementfördernde Strukturen und Programme etabliert. Der Wegweiser Bürgergesellschaft bietet überblicksartig für alle Bundesländer kompakte Informationen über Handlungsfelder, landesweite Fördermöglichkeiten und Infrastrukturen für bürgerschaftliches Engagement.

Die Engagementförderung der Bundesländer im Überblick

Publikationen und Veranstaltungen

04. Dezember 2009

Publikation: Partizipation im Kulturbereich

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Bürgerschaftliches Engagement, Kultur

Welche Einfluss- und Mitgestaltungsmöglichkeiten haben engagementbereite Menschen im Kulturbereich? In welcher Form können sie mitreden, mitmachen, mitgestalten oder mitentscheiden? Die Publikation liefert einen Überblick über Anforderungen, Verbreitung und Formen des bürgerschaftlichen Engagements im Feld der Kultur. Am Beispiel Hamburger Kulturprojekte werden die Qualität aber auch die Defizite bei der Beteiligung freiwillig Engagierter deutlich.

Martin Elbl: kultur.macht.partizipation – Freiwilliges Engagement und seine Einbindung am Beispiel von Hamburger Kulturinstitutionen und -projekten. mitarbeiten.skript Nr. 03, Verlag Stiftung MITARBEIT, Bonn 2009, 34 S., 5,00 Euro, ISBN 978-3-941143-03-6

Information und Bestellung online

04. Dezember 2009

Publikation: Der gute Kapitalismus

Kategorie: Eine Welt/ Globalisierung, Ökonomie/ Arbeit/ Beruf

Kann Kapitalismus gut sein? Wie kann man dem Kapitalismus seine Dynamik entlocken und gute Arbeit und Wohlstand für alle erreichen? Wie kann man die Risiken von Finanzmärkten auf ein Minimum reduzieren, ohne dabei die einzigartige Dynamik dieser Märkte außer Kraft zu setzen? Antworten darauf und auf die Frage nach dem richtigen Grad an Regulierung des Marktes durch Staat und Gesellschaft bietet das vorliegende Buch. Die Autoren beschreiben, was sich nach der Finanz- und Wirtschaftskrise ändern muss und zeigen Wege zu einem Wirtschaftsmodell auf, das allen Menschen zugutekommt. 

Sebastian Dullien, Hansjörg Herr, Christian Kellermann: Der gute Kapitalismus. 2009, 248 S., 19,80 Euro, ISBN 978-3-8376-1346-9

Information und Bestellung online

04. Dezember 2009

Veranstaltungshinweise

Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden.

Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:

• 20.01.2010 in Flörsheim: Quartiere entwickeln! Strategien und Instrumente
Eine Veranstaltung des vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung

• 22.01.-24.01.2010 in Hofgeismar: Deutschtürkische Lebenswelten – Zur Lage der türkischen Minderheit in Deutschland
Ein Seminar der Evangelischen Akademie Hofgeismar

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