Newsletter Nr. 18/2008 (12.09.2008) von wegweiser-buergergesellschaft.de



Meldungen aus der Bürgergesellschaft

11. September 2008

Kunst und interkultureller Dialog

Kategorie: Inter- und multikulturelle Angelegenheiten, Kultur

Im Kontext des Europäischen Jahres des Interkulturellen Dialogs 2008 fand kürzlich in Dortmund der Kongress »Vielfalt verbindet«  zum Verhältnis von Kunst und Interkulturellen Dialog in europäischen Städten statt. In den abschließenden Erklärungen empfiehlt der Kongress den Städten, stärker als bisher die Kraft der Kunst und Kultur für den Interkulturellen Dialog zu nutzen. Um dauerhaft und breitenwirksam den notwendigen Zusammenhang von Migration und kommunaler Kulturarbeit zu verstärken, werden verschiedene Maßnahmen empfohlen. Dazu zählt auch die Aufforderung, die Zusammenarbeit von interkulturellen Initiativen, Projekten und Vereinen mit den kommunalen Kultureinrichtungen stärker zu fördern. Ziel sollte dabei sein, adäquate Vernetzungen und Programmstrukturen zu entwickeln.

Zum Bericht über den Kongress Vielfalt verbindet  im Portal kultur.macht.europa.de

11. September 2008

Dossier zur Diversity-Diskussion

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Geschlechter/Gender, Gesundheit/ Behinderung/ Lebenshilfe, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten

Diversity Management ist ein Konzept zum Umgang mit Vielfalt und wird bisher vor allem als Personal- und Organisationsansatz in Unternehmen und Verwaltungen diskutiert und vereinzelt umgesetzt. Im Rahmen der Unternehmensinitiative »Vielfalt als Chance« haben mittlerweile auch öffentliche Einrichtungen und zivilgesellschaftliche Organisationen die »Charta der Vielfalt« unterzeichnet.
Die Heinrich Böll Stiftung hat nun ein aktuelles Dossier zum Thema veröffentlicht. Das Dossier stellt Konzepte für Diversitätspolitiken in Kommunen und zivilgesellschaftlichen Organisationen vor und diskutiert Chancen und Probleme. Inhaltliche Schwerpunkte sind städtische Integrationspolitiken, Politiken der Vielfalt im Non-Profit-Bereich sowie Beiträge zu Diversity Manangement zwischen Ethik und Politik.

Zum Dossier Diversity

11. September 2008

Direkte Demokratie in Österreich

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Europa

Angesichts der bevorstehenden Wahlen in Österreich Ende September 2008 hat der österreichische Verein Mehr Demokratie alle wahlbeteiligten Parteien befragt. Ein Vergleich der Parteienantworten zu 10 Fragen zu Direkter Demokratie ist nun online und mündet in der »Wahlempfehlung« des Vereins, sich durch die Wahl für einen Ausbau der Bürgerrechte einzusetzen.

Zur Website von mehr demokratie Österreich

11. September 2008

Lebenshilfe aktiv

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Gesundheit/ Behinderung/ Lebenshilfe

Mit dem Motto »Lebenshilfe aktiv« fördert der Bundesverband Lebenshilfe das bürgerschaftliche Engagment im Bereich der Behindertenhilfe. Im Rahmen dieses Projektes wird ein Netzwerk Freiwilligenengagement aufgebaut, für das freiwillige Engagement in der Lebenshilfe geworben und das Engagement von Menschen mit Behinderungen gestärkt. Um dies umzusetzen, haben viele örtliche Lebenshilfe-Vereinigungen Freiwilligenkoordination als wichtiges Aufgabengebiet definiert. Anfang September 2008 fand nun ein erstes Bundestreffen von Freiwilligenkoordinator/innen statt.

Zu Lebenshilfe aktiv

Im Fokus: Bürgerhaushalt

11. September 2008

Bürgerhaushalt – vom Ausland lernen?

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Europa

Wie kann das Interesse der Bürgerinnen und Bürger geweckt werden, sich an Entscheidungen über den kommunalen Haushalt zu beteiligen? Welche Modelle und Varianten von Formen der Bürgerbeteiligung bei der Verwendung von öffentlichen Geldern gibt es? Können deutsche Verwaltungen aus den Erfahrungen und Fehlern in anderen Ländern lernen? Dr. Elke Löffler und Prof. Dr. Gerhard Banner von »Governance International« stellen unterschiedliche Ansätze von Bürgerhaushalten in Europa und Lateinamerika vor. Sie zeigen auf, wie Bürgerhaushalte als Dialoginstrumente oder als Instrumente zur Stadtteileinwicklung eingesetzt werden. Dabei wird deutlich, dass sich die meisten Beratungen mit den Bürgerinnen und Bürgern auf das »Geld ausgeben« beziehen. In Zukunft wird es darum gehen, wie in der Weiterentwicklung des Bürgerhaushalts in Porto Alegre, auch die Einnahmeseite und strategische Stadtentwicklung stärker in den Blick zu bekommen und dauerhafte Beteiligungsprozesse zu implementieren.

Löffler, Elke/Banner, Gerhard:Vom Bürgerhaushalt zum dauerhaften Beteiligungsprozess(114 KB)
11. September 2008

Kölner Bürgerhaushalt: Deine Stadt – Dein Geld

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft

Köln ist die größte Kommune Deutschlands, in der bisher ein Bürgerhaushalt durchgeführt wurde. Der Zeitraum von der Vorbereitung bis zur Umsetzungsplanung streckte sich über mehrere Jahre, in denen die Bürgerinnen und Bürger mit einer Vielzahl an Aktionen und Handlungsschritten auf den Bürgerhaushalt vorbereitet und einbezogen wurden. Für das Projekt Bürgerhaushalt 2008 wurde Köln bereits mit zwei Preisen ausgezeichnet. Peter Michael Soénius, Stadtkämmerer der Stadt Köln, schildert in seinem ursprünglich beim Deutschen Städtetag erschienenen Artikel den Ablauf des gesamten Verfahrens. Dazu gehört auch die Frage, mit welcher Vorgehensweise die Ergebnisse in die politischen Entscheidungen einbezogen wurden. Mittlerweile hat der Rat der Stadt Köln den Haushaltsplan 2008/2009 beschlossen und eine Fortsetzung des Bürgerhaushalt für 2010 vorgesehen.

 

Zum Internetportal des Kölner Bürgerhaushalts

Soenius, Peter Michael:Kölner Bürgerhaushalt: Deine Stadt – Dein Geld(115 KB)
11. September 2008

Kinder und Jugendliche sind auch Bürgerinnen und Bürger!

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie

Um die Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen ernst zu nehmen und ihre eigenen Vorschläge zur Veränderung in die kommunale Haushaltsplanung einzubeziehen, bedarf es einer besonderen Aufmerksamkeit und auch eigener Beteiligungsformen. Das Kinder- und Jugendbüro Marzahn Hellersdorf hat einen solchen Prozess mit dem Bürgerhaushalt im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf durchgeführt. Mit einer Fragebogenaktion, mit kleinräumigen Stadtspielen und Kinderrechtsuntersucungen in den Stadtteilen konnten konkrete Vorschläge der Kinder und Jugendlichen eingebracht werden. Wichtig war dafür vor allem die Kooperation mit Kinder- und Jugendeinrichtungen und den Schulen vor Ort sowie die Absicherung eines solchen Prozesses durch die Bereitstellung von Ressourcen. Die erfolgreiche gezielte Beteiligung der Kinder und Jugendlichen und einen Ausblick auf den geplanten Bürgerhaushalt 2010/11 beschreibt Insa Schlosser, eine Mitarbeiterin des KJB, in ihrem Gastbeitrag.

Schlosser, Insa:Kinder und Jugendliche im Bürgerhaushalt(111 KB)
11. September 2008

Onlineportal Bürgerhaushalt

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, E-Partizipation

Wo finden in Deutschland Bürgerhaushalte statt? Mit welchen spezifischen Verfahren, Instrumenten werden die Bürgerinnen und Bürger beteiligt und welche Erfahrungen werden in den beteiligten Kommunen gemacht? Das Internetportal bürgerhaushalt.org bietet eine Fülle an Informationen, Beispielen, Materialien, Terminen und Diksussionsbeiträgen zum Bürgerhaushalt. Interessierte können eigene Beiträge in das interaktiv angelegte Portal einstellen. Träger sind die Bundeszentrale für politische Bildung und die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (inwent).

Zum Onlineportal Bürgerhaushalt

11. September 2008

Publikation: Zukunft Quartier – Lebensräume zum Älter werden

Kategorie: Leben im Alter, Wohnen/ Wohnumfeld/ Konsum/ Verkehr

Quartiersbezogene Wohnkonzepte sind ein wichtiger Beitrag, um den demographischen und sozialen Herausforderungen gerecht werden zu können: durch kleinräumige Vernetzung von Wohn- und Betreuungsangeboten, Stärkung von Eigenständigkeit und selbständigem Wohnen, durch Pflege im Wohnviertel und Unterstützung sozialer Netze. Stärken und Schwächen von bereits realisierten Quartiersprojekten hat das »Netzwerk: Soziales neu gestalten« (SONG) durch das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) und dem Büro für Sozialräumliche Forschung und Beratung untersuchen lassen. Die nun vorliegende Potenzialanalyse zielt darauf ab, anhand praktischer Erfahrungen zentrale Standards für ein zukunftsfähiges gemeinwesenorientiertes Wohnprojekt zu benennen und Faktoren zu ermitteln, wie die Standards erfolgreich umgesetzt werden können.

Netzwerk: Soziales neu gestalten (Hrsg.): Zukunft Quartier – Lebensräume zum Älterwerden, Band 1: Eine Potenzialanalyse ausgewählter Wohnprojekte. 1. Auflage 2008, 280 S., 34,00 Euro, ISBN 978-3-89204-947-0
Informationen und Bestellung online

Publikationen und Veranstaltungen

11. September 2008

Publikation: Demokratie – Zumutungen und Versprechen

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft

In einer Sammlung von Aphorismen setzt sich der Autor mit einzelnen Aspekten, Erwartungen, Missverständnissen und Überlegungen zu Demokratie auseinander. Er fragt nach Demokratiemüdigkeit und Demokratieenttäuschung und formuliert Ideen zur Stärkung der Demokratie.

Christoph Möller: Demokratie – Zumutungen und Versprechen. Berlin 2008, 126 S., 9,90 Euro, ISBN 978-3-803125804
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11. September 2008

Veranstaltungshinweise

Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden.

Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:

• 25. - 26. September in Paderborn: Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen
Ein Kongress des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement 

• 9. - 10. Oktober 2008 in Würzburg: Geschlechterpolitik in der kommunalen Praxis
Eine Veranstaltung der Akademie Frankenwarte

In eigener Sache

11. September 2008

Stellenausschreibung

Die Stiftung MITARBEIT sucht zum nächstmöglichen Termin eine/n Referent/in für Bürgerbeteiligung.
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