Newsletter Nr. 11/2008 (06.06.2008) von wegweiser-buergergesellschaft.de



Meldungen aus der Bürgergesellschaft

06. Juni 2008

Ratifizierungsmonitor zum EU-Verfassungsvertrag

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Europa

Der Deutsche Bundestag hat im April 2008 den EU-Reformvertrag ratifiziert. In anderen europäischen Ländern steht die Ratifizierung des sog. »Lissabon-Vertrags« allerdings noch aus, sei es als Zustimmung durch das nationale Parlament oder durch ein Referendum der Bürgerinnen und Bürger. Mit Hilfe eines von der Bertelsmann Stiftung entwickelten »Ratifizierungsmonitors« lässt sich nun für jedes EU-Land der Stand der Ratifizierungsverfahren online nachvollziehen.

Zum Ratifizierungsmonitor

06. Juni 2008

EU-Projekt »AAMEE«

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Europa, Generationen, Gesundheit/ Behinderung/ Lebenshilfe, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten, Leben im Alter

»Aktives Altern von älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Europa« (AAMEE): So lautet der Titel eines neuen Projekts der Europäischen Kommission, das in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt wird. Das Projekt AAMEE zielt darauf ab, die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Integration von älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu fördern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem ehrenamtlichen Engagement sowie der Entwicklung neuer kultursensibler Produkte und Dienstleistungen für Menschen mit Migrationshintergrund. Ein weiteres Ziel des Projektes ist der Aufbau eines Europäischen Netzwerkes zum Thema »Altern in der Migration«.

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06. Juni 2008

Blog zur Genforschung

Kategorie: Gesundheit/ Behinderung/ Lebenshilfe, Medien

Das Pro und Contra von Präimplantationsdiagnostik ist das aktuelle Thema des Blogs »wie-weit-wollen-wir-gen.de«. Im Rahmen der unabhängigen Website werden regelmäßig ethisch und sozial interessante Fragestellungen der Gentechnik und Genforschung diskutiert. Der Blog wird u.a. vom Berliner Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) und politik-digital.de getragen.

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06. Juni 2008

Online-Wörterbuch Sozialpolitik

Kategorie: Soziales/ Soziale Problemlagen

Ein umfangreiches Online-Wörterbuch der Sozialpolitik bietet die Schweizer Initiative ARTIAS (Association romande et tessinoise des institutions d’action sociale) als Service im Netz an. Das Lexikon stellt von A wie Asylpolitik bis Z wie Zivilgesellschaft spezifische Begriffe rund um das Thema Sozialpolitik und verwandter Politikbereiche vor.

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Im Fokus: Gesellschaftliche Unternehmensverantwortung

06. Juni 2008

European Enterprise Awards 2008

Kategorie: Europa, Unternehmen und Engagement

Die Europäische Kommission verleiht auch 2008 die »European Enterprise Awards«. Mit dem Preis werden herausragende Leistungen von öffentlichen Institutionen (Behörden) sowie von öffentlich-privaten Partnerschaften ausgezeichnet, die Entrepreneurship in den 27 Mitgliedstaaten der EU und in Norwegen auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene fördern. Die Europäischen Unternehmerpreise werden in fünf Kategorien ausgelobt. Unter anderem werden unternehmerische Initiativen ausgezeichnet, die die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und nachhaltige Geschäftspraktiken im sozialen und/oder Umweltbereich fördern. Das Bonner Institut für Mittelstandsforschung (IfM) ist als deutscher Kontaktpunkt für die Betreuung des Wettbewerbs zuständig.

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06. Juni 2008

Wirtschaft zivilisieren

Kategorie: Unternehmen und Engagement

Die kontroverse Diskussion um eine gesellschaftlich verantwortliche Unternehmensführung und um ein gesellschaftsbezogenes Engagement von Unternehmen ist nicht neu; gleichwohl hat die Frage, welchen Beitrag Unternehmen zum Gemeinwohl leisten können in letzter Zeit unter dem Stichwort »Corporate Social Responsibility« an Dynamik gewonnen. Die Diskussion über die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und Wirtschaftseliten in Zeiten der Globalisierung gehört mittlerweile zum festen Repertoire nicht nur des bundesdeutschen Wirtschaftsdiskurses. Doch immer wieder entpuppt sich das freiwillige unternehmerische Versprechen von nachhaltigem und dem Gemeinwohl verpflichtetem Handeln und Wirtschaften als bloßes strategisches Kalkül. Nach Ansicht von Hannes Koch, Journalist und Autor, könnte ein verpflichtender gesetzlicher Rahmen diesem Verhalten Abhilfe schaffen.

Koch, Hannes:Wirtschaft zivilisieren(107 KB)
06. Juni 2008

Positivliste für CSR-Engagement

Kategorie: Unternehmen und Engagement

Das innerhalb der Bundesregierung in Sachen »Corporate Social Responsibility« federführende Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat Ende April auf einer Fachkonferenz in Berlin angekündigt, gemeinsam mit allen relevanten Akteuren die Entwicklung einer nationalen CSR-Strategie für Deutschland voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund plant das BMAS u.a. auch eine Positivliste von Unternehmen, die im Rahmen eines noch zu erarbeitenden Verhaltenskodex ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Trotz des grundsätzlich freiwilligen Charakters von CSR-Engagements will das Ministerium damit mehr Verbindlichkeit schaffen.

Zur CSR-Website des Ministeriums

06. Juni 2008

Unternehmen als engagierte Bürger in der Kommune

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Unternehmen und Engagement

Immer mehr Kommunen entdecken das bürgerschaftliche Engagement und die Bürger/innen als Ko-Produzenten für den Zusammenhalt und die Entwicklung des Gemeinwesens. Mit öffentlicher Anerkennung, mit Anregungen und Angeboten von Engagementgelegenheiten fördern sie das bürgerschaftliche Engagementpotenzial in ihrem Gebiet. Relativ neu und noch eher vereinzelt ist die Entdeckung, Anregung und Nutzung des gemeinnützigen Engagements von Unternehmensbürgern. Dieter Schöffmann, Geschäftsführer der Agentur Vis a Vis, beschreibt in seinem Gastbeitrag, was Kommunen tun können, um Unternehmen und ihre Mitarbeiter/innen für ein bürgerschaftliches Engagement zu gewinnen.

Schöffmann, Dieter:Unternehmen als engagierte Bürger in der Kommune(101 KB)
06. Juni 2008

Marktplatz-Methode

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Unternehmen und Engagement

Die Marktplatz-Methode bringt gemeinnützige Organisationen und Wirtschaftsunternehmen an einem Ort und für eine bestimmte Zeit zusammen. Ganz wie auf einem Markt handeln die anwesenden Akteure in dieser Zeit Kooperationsprojekte aus, bei denen Angebot und Nachfrage den Tausch bestimmen. Den Formen und Inhalten des vereinbarten Engagements sind dabei keine Grenzen gesetzt, nur Geld ist als Transfermittel ausgeschlossen. Die Mitwirkung an einem solchen Marktplatz ist für alle Beteiligten mit einem Gewinn verbunden: Unternehmen können Partnerschaften mit sozialen Initiativen eingehen und kommen so ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nach, gemeinnützige Organisationen gewinnen für ihre Arbeit zusätzliche Möglichkeiten und Ressourcen, um ihre Ziele zu erreichen. Die ursprünglich aus den Niederlanden kommende Idee der Marktplätze wurde in den letzten Jahren von verschiedenen Organisationen für den deutschen Sprachraum adaptiert.

Informationen zur Marktplatz-Methode

Publikationen und Veranstaltungen

06. Juni 2008

Publikation: Mut zur Verantwortung, Mut zur Einmischung

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft

Bürgergesellschaft – das meint die Beteiligung aller an öffentlichen Angelegenheiten, das meint Engagement für soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Aber kann daraus auch ein neuer Gesellschaftsvertrag werden, der das Verhältnis und die Aufgaben zwischen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft neu bestimmt und verteilt? Die Publikation fragt nach den Aufgaben, die zur Förderung einer demokratischen, solidarischen Bürgergesellschaft diskutiert werden müssen. In zwölf Beiträgen entwerfen prominente Vertreter/innen aus Politik und Wissenschaft, Verbänden und bürgergesellschaftlichen Organisationen das Bild einer zukunftsfähigen Gesellschaft und analysieren die Felder, auf denen die bürgergesellschaftliche Praxis im 21. Jahrhundert besondere Bedeutung hat.

Michael Bürsch (Hrsg.): Mut zur Verantwortung - Mut zur Einmischung. Bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Bonn 2008, 236 S., 14,80 Euro
ISBN 978-3-8012-0384-9

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06. Juni 2008

Publikation: Kompetenzerwerb im freiwilligen Engagement

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie

Dass Jugendliche nicht nur in der Schule für das Leben lernen können, erscheint als Erkenntnis nicht so neu. Neu an der Studie »Kompetenzerwerb im freiwilligen Engagement« ist, dass die nachhaltige Wirkung eines außerschulischen Lernfeldes erstmals auch empirisch nachgewiesen werden kann. Die Studie basiert auf 70 Interviews, die die TU Dortmund und das Deutsche Jugendinistitut mit jungen Engagierten aus Jugendverbänden, Schülervertretungen und Initiativen in drei Bundesländern (NRW, Bayern, Sachsen) geführt haben. Die Studie zeigt: Wer als Jugendlicher gesellschaftliche Verantwortung durch ein freiwilliges Engagement übernimmt, tut dies mit großer Wahrscheinlichkeit auch als Erwachsener.

Wiebken Düx/Gerald Prein/Erich Sass/Claus J. Tully: Kompetenzerwerb im freiwilligen Engagement. Eine empirische Studie zum informellen Lernen im Jugendalter. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, 320 S., 34,90 Euro, ISBN: 978-3-531-15798-6

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06. Juni 2008

Veranstaltungshinweise

Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden.

Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:

• 20.-21.06.2008 in Bielefeld: Der Weg zu einem erfolgreichen Webauftritt – Eine gute Website konzipieren und ins Netz bringen
Ein Seminar der Stiftung MITARBEIT

• 05.-07.08.2008 in Eppelborn: Werte und Normen – Lebendig gelebt in Politik und Ehrenamt?!
Eine Veranstaltung der Stiftung Demokratie Saarland

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