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eNewsletter Wegweiser Bürgergesellschaft 1/2026 (29.01.2026)

Meldungen aus der Bürgergesellschaft

More in Common: Menschen wünschen sich starke Zivilgesellschaft

29. Januar 2026
Kategorien: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Frieden/ Konflikte/ Gewalt, Newsletter

Seit einiger Zeit sind zivilgesellschaftliche Organisationen und deren Finanzierung immer wieder Bestandteil öffentlicher Debatten. Unabhängig davon ist das Vertrauen in der Bevölkerung in zivilgesellschaftliche Akteure hoch. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Organisation More in Common. Demnach hält eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland die Zivilgesellschaft für unverzichtbar – und wünscht sich starke, unabhängige Organisationen, die Verantwortung übernehmen und sich politisch einmischen. 76 Prozent der Befragten sind der Meinung, zivilgesellschaftliche Organisationen sollten das Recht haben, sich zu politischen Fragen zu äußern. Eine Mehrheit der Menschen (55 Prozent) empfindet die Zivilgesellschaft zudem mit all ihren Einzelorganisationen als politisch ausgewogen, 32 Prozent sagen das Gegenteil. Für die Autor/innen der Studie ist klar: Zivilgesellschaft kann ein starker Partner sein, wenn es darum geht, das Vertrauen der Menschen in die Gesellschaft und ihre Institutionen zu stärken.

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Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung: Strukturen für konstruktive Konfliktkultur

29. Januar 2026
Kategorien: Demokratie und Bürgergesellschaft, Frieden/ Konflikte/ Gewalt, Menschenrechte, Newsletter, Vereinsarbeit

Das Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung intensiviert seine Arbeit. Das Netzwerk will Angebote und Expertise für Konfliktbearbeitung in Deutschland stärker bündeln und konstruktive Konfliktkultur fördern. Das Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung wurde 2024 ins Leben gerufen und zählt aktuell mehr als 40 Organisationen und Personen, die sich praktisch und fachpolitisch für konstruktive Konfliktbearbeitung in Deutschland engagieren. Der Ausbau des Netzwerks erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung, der wiederum aus sieben Verbundpartnern besteht, die langjährige Erfahrung aus der Konfliktbearbeitung, Friedensarbeit und Demokratieförderung mitbringen. Gemeinsam arbeiten sie daran, Konfliktbearbeitung in Deutschland zu stärken und entsprechende Angebote für Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft besser nutzbar zu machen und weiterzuentwickeln.

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FZD: Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis stärken

29. Januar 2026
Kategorien: Bürgerschaftliches Engagement, Newsletter, Unternehmen und Engagement, Vereinsarbeit, Wissenschaft/ Technikgestaltung

Kooperationen zwischen Forschung und Zivilgesellschaft scheitern häufig an strukturellen Hürden. Doch wie lassen sich solche Kooperationen in der Praxis umsetzen und stärken? Ein im Januar 2026 veröffentlichtes Arbeitspapier des beim Stifterverband angesiedelten Forum Zivilgesellschaftsdaten (FZD) zeigt, dass es für eine gelingende Zusammenarbeit im Feld etablierte Vernetzungsstellen und Förderlinien braucht, die auch Praxispartner finanziell berücksichtigen. Um die Qualität der Kooperationen zu verbessern, sind zudem eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die frühzeitige Einbindung von Praxispartnern in den Forschungsprozess sowie eine praxisnahe Kommunikation der Ergebnisse unerlässlich.

Das Papier im Wortlaut (PDF) 

NRW: Förderprogramm »2.000 x 1.000 Euro für das Engagement«

29. Januar 2026
Kategorien: Bürgerschaftliches Engagement, Digitale Grundrechte und Datenschutz, Digitale Teilhabe, Newsletter, Vereinsarbeit

Unter dem Motto »Digital in die Zukunft – Engagiert mit KI und Co.« bietet das Land Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr zahlreiche Angebote, um Engagierte, Vorstände und Vereine bei der Digitalisierung und im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) zu unterstützen. Auch die neue Förderperiode des Förderprogramms »2.000 x 1.000 Euro für bürgerschaftliches Engagement« wird auf die Themen Digitalisierung und KI ausgerichtet. Mit kostenfreien Webinaren, Online-Workshops und Coachings bietet die Landesservicestelle für bürgerschaftliches Engagement zahlreiche Möglichkeiten, sich zu den Themen Digitalisierung und KI weiterzubilden. Der Antragsstart des Förderprogramms für die Förderperiode 2026 ist der 2. März. 

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Retina Plus: Kommentar zum »Zukunftspakt Ehrenamt«

29. Januar 2026
Kategorien: Bürgerschaftliches Engagement, Gastbeitrag, Gesundheit/ Behinderung/ Lebenshilfe, Newsletter, Vereinsarbeit

Um ehrenamtliches Engagement zu stärken, hat die Bundesregierung zuletzt weitere steuerliche Vereinfachungen im Gemeinnützigkeitsrecht beschlossen (wir berichteten). Der Entwurf für ein entsprechendes Steueränderungsgesetz sieht unter anderem vor, die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale auf 3.300 beziehungsweise 960 Euro anzuheben. Diese Entscheidung kommentiert Markus Georg, Retina Plus e.V., in einer aktuellen Stellungnahme.

Georg, Markus: Stellungnahme zur Erhöhung der Ehrenamts- und Übungsleiterpauschale ab 1. Januar 2026 (136 KB)

DKHW: Kinderrechte-Index veröffentlicht

29. Januar 2026
Kategorien: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie, Menschenrechte, Newsletter

Im Dezember 2025 hat das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) die Neuauflage des »Kinderrechte-Index« veröffentlicht. Die Studie macht deutlich, dass es bei der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland noch großen Nachholbedarf gibt. Im Gesamtergebnis schneiden Berlin, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein und Thüringen überdurchschnittlich ab; in diesen Bundesländern werden die Kinderrechte vergleichsweise am besten umgesetzt. Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Sachsen-Anhalt bilden die Schlusslichter. Der Index basiert auf zahlreichen Indikatoren, die die Situation von Kindern und Jugendlichen in den Bundesländern untersuchen. Sechs Kinderrechte werden dabei in den Mittelpunkt gestellt: das Recht auf Beteiligung, das Recht auf Schutz, das Recht auf Gesundheit, das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, das Recht auf Bildung sowie das Recht auf Ruhe und Freizeit, Spiel und Erholung sowie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben.

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Im Fokus: Kinderbeteiligung (Teil 1)

Formen, Methoden und Verfahren der Kinderbeteiligung

29. Januar 2026
Kategorien: Bürgerbeteiligung, Gastbeitrag, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie, Newsletter

Die Beteiligung von Kindern an sozialen und politischen Entscheidungsprozessen ist ein zentraler Beitrag zum Aufbau von Demokratiekompetenz. Kinder sind nicht nur passiv auf die Fürsorge von Erwachsenen angewiesen, sondern haben das Recht, in Fragen, die sie betreffen, gehört zu werden. Um dieses Recht umzusetzen, wurden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Formate entwickelt, um Kindern eine aktive Beteiligung an gesellschaftlichen und politischen Prozessen – insbesondere auf kommunaler Ebene – zu ermöglichen. Die Formen der Kinderbeteiligung sind dabei sehr vielfältig und bieten je nach Kontext unterschiedlichste Ansätze und Beteiligungsmöglichkeiten. Waldemar Stange stellt sie in seinem Gastbeitrag vor. 

Stange, Waldemar: Formen der Kinderbeteiligung (312 KB)

Das Recht auf Beteiligung: Ein Menschenrecht für Kinder

29. Januar 2026
Kategorien: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Gastbeitrag, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie, Newsletter

Das Recht auf Beteiligung ist ein fundamentales Menschenrecht von Kindern und Jugendlichen, das in der UN-Kinderrechtskonvention verankert ist. Die UN-KRK ist das menschenrechtliche Dokument, das – mit Ausnahme der USA – in allen Staaten dieser Welt rechtliche Gültigkeit besitzt. Es wurde im Jahr 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet; in Deutschland ist die UN-Kinderrechtskonvention seit 1992 in Kraft. Iris Engelhardt stellt die Konvention und die darin formulierten Rechte in ihrem Beitrag vor.  

Engelhardt, Iris: Das Recht auf Beteiligung – Ein Menschenrecht für Kinder (167 KB)

Bildungsort Kommune: Lernen für Demokratie und Zivilgesellschaft

29. Januar 2026
Kategorien: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Gastbeitrag, Generationen, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie, Newsletter

Was brauchen Kinder, um Demokratie leben und auch »aushalten« zu können? Welche Kompetenzen sind hierfür notwendig? Wie können diese Kompetenzen in der frühkindlichen, der schulischen und außerschulischen Bildung gezielt vermittelt werden? Wie kann politische Bildung also Zugänge gestalten, durch die ein junger Mensch die Komplexität der Zusammenhänge nicht nur kognitiv erfasst, sondern lebensnah und unmittelbar erfährt? Martina Bechtle nimmt in ihrem Gastbeitrag das Konzept der »Community Education« in den Blick und beschreibt praktische Ansätze, wie diese in der Kinderbeteiligung konkret umgesetzt werden können.

Bechtle, Martina: Bildungsort Kommune – Lernen für Demokratie und Zivilgesellschaft (181 KB)

Hey Heidelberg: Kinder- und Jugendbeteiligung als kommunale Querschnittsaufgabe

29. Januar 2026
Kategorien: Bürgerbeteiligung, Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Gastbeitrag, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie, Newsletter

Heidelberg ist eine der jüngsten Städte in Deutschland. Auch aufgrund dieser Entwicklung legt die Stadt einen besonderen Fokus auf junge Menschen. Kinder- und Jugendbeteiligung spielt dabei eine wichtige Rolle. Schon seit dem Jahr 2006 gibt es in Heidelberg etwa einen Jugendgemeinderat, um die Perspektive junger Menschen noch stärker in den politischen Diskurs einzubinden. Jan Siechau und Lisa Kipphan erläutern in ihrem Beitrag am Heidelberger Beispiel, wie Kinder- und Jugendbeteiligung als kommunale Querschnittsaufgabe erfolgreich gestaltet werden kann. 

Siechau, Jan / Kipphan, Lisa: Hey Heidelberg: Kinder- und Jugendbeteiligung als kommunale Querschnittsaufgabe (150 KB)

Publikationen

Publikation: Methoden für faire Bürgerbeteiligung

29. Januar 2026
Kategorien: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, E-Partizipation, Newsletter, Publikationen

Das englischsprachige Buch untersucht, wie eine professionell und fair gestaltete Bürgerbeteiligung die Demokratie stützen und fördern kann. In den 21 Kapiteln des Buchs stellen Autorinnen und Autoren aus aller Welt die Vorteile und Grenzen unterschiedlicher Formate zur Beteiligung der Öffentlichkeit an der Politikgestaltung vor. Eine Zusammenfassung der Vor- und Nachteile aller behandelten Formate und Verfahren rundet das Buch ab. Das Buch richtet sich an Forschende, Praktikerinnen und Vertreter von Verwaltungen, öffentlichen und privaten Institutionen sowie Nichtregierungsorganisationen, die an einer wissenschaftlich fundierten und praktisch bewährten Anleitung zur Auswahl und Gestaltung von Beteiligungsformaten interessiert sind. 

Ortwin Renn, Thomas Webler, Pia-Johanna Schweizer (Hrsg.): Fairness and Competence in Citizen Participation. A Critical Review of Formats for Deliberative Policymaking. Springer Cham 2026, 389 S., ISBN 978-3-032-02301-8

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Publikation: Politische Neutralität von zivilgesellschaftlichen Organisationen

29. Januar 2026
Kategorien: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Newsletter, Stiftungen, Unternehmen und Engagement, Vereinsarbeit

Mit einer aktuellen Publikation legt das Maecenata Institut eine Analyse zur Debatte um die politische Neutralität von zivilgesellschaftlichen Organisationen vor. Die Autoren untersuchen darin die rechtlichen Grundlagen, in denen sich gemeinnützige und zivilgesellschaftliche Organisationen bewegen und setzen sich vor diesem Hintergrund mit der verbreiteten Annahme auseinander, zivilgesellschaftliche Initiativen müssten politisch neutral agieren. Im Gegensatz zu staatlichen Akteuren unterliegen Akteure der Zivilgesellschaft nach Ansicht der Autoren jedoch keinem allgemeinen politischen Neutralitätsgebot: Zivilgesellschaftliche Akteure sind demnach grundrechtlich geschützt und dürfen sich im Rahmen ihres Satzungszwecks politisch äußern und Stellung beziehen. Auch der Erhalt staatlicher Fördermittel begründe kein pauschales Neutralitätsgebot; maßgeblich seien hier die jeweiligen Förderbedingungen und Zuwendungsbescheide. Nach dem Gemeinnützigkeitsrecht müssen sie jedoch parteipolitisch neutral bleiben, dies schließt etwa eine Unterstützung im Wahlkampf oder Spenden an Parteien aus. Die Autoren des Papiers kommen zum Schluss, dass die Ausweitung des staatlichen Neutralitätsgebots auf die Zivilgesellschaft rechtlich nicht haltbar ist und kritisieren solche Versuche als zunehmende Delegitimierung zivilgesellschaftlichen Engagements. 

Roland Roth, Sebastian Unger, Sascha Nicke: Politische Neutralität von zivilgesellschaftlichen Organisationen. Berlin 2025, Opuscula 204, Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft

Das Papier im Wortlaut (PDF) 

Veranstaltungen, Seminare, Tagungen

Digitale Fortbildungsreihe: Kinder- und Jugendparlamente gut begleiten

29. Januar 2026
Kategorien: Bürgerbeteiligung, Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie, Newsletter

Auch in diesem Jahr bietet die Akademie für Kinder- und Jugendparlamente im Rahmen von zehn digitalen Terminen jeweils von 9:00 bis 10:30 Uhr Räume für Austausch, Vernetzung und Diskussion für alle an, die Kinder- und Jugendparlamente begleiten. In den Sessions gibt es neben konkreten Inputs von Expert/innen aus der Kinder- und Jugendbeteiligung und interaktiven Elementen eine digitale Dokumentation und Räume für kollegiale Beratung. Der zweite Termin der Reihe findet am 11. Februar statt und widmet sich dem Thema Presse- und Medienarbeit. 

2. EBBS-Treffen Kinder- und Jugendbeteiligung

29. Januar 2026
Kategorien: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie, Newsletter

Wie kann Kinder- und Jugendbeteiligung in Kommunen wirksam, rechtssicher und auch unter begrenzten Ressourcen gelingen? Beim 2. EBBS-Treffen Kinder- und Jugendbeteiligung am 4. März 2026 (10–16 Uhr) im Neuen Rathaus Leipzig stehen kommunale Praxis, Beteiligungsformate und die dauerhafte Einbindung junger Menschen in politische Entscheidungsprozesse im Mittelpunkt. Die Veranstaltung des Erfahrungs- und Beratungsnetzwerk Bürgerbeteiligung Sachsen (EBBS) findet in Kooperation mit der Stadt Leipzig statt. 

Redaktion: Björn Götz-Lappe, Ulrich Rüttgers
Mitarbeit an dieser Ausgabe: Eileen Czempinski, Nicole Reinke
Wegweiser Bürgergesellschaft
Stiftung Mitarbeit
Am Kurpark 6
D-53177 Bonn
Telefon: (02 28) 6 04 24-0
Telefax: (02 28) 6 04 24-22

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Ansprechpartner

Björn Götz-Lappe

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Ulrich Rüttgers

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