eNewsletter Wegweiser Bürgergesellschaft 4/2018 (25.4.2018)



Meldungen aus der Bürgergesellschaft

25. April 2018

Netzwerk Bürgerbeteiligung: Thesen zur Zukunft der Bürgerbeteiligung gesucht

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft

Am 15. Juni 2018 findet in Köln das diesjährige Jahrestreffen des Netzwerks Bürgerbeteiligung statt. Im Rahmen der Veranstaltung ist geplant, über die Zukunftsthemen der Bürgerbeteiligung und des Netzwerks zu diskutieren. Die Basis hierfür bilden Thesen der mittlerweile mehr als 650 Netzwerkerinnen und Netzwerker, welche diese noch bis zum 3. Mai 2018 online einreichen können. Das von der Stiftung Mitarbeit initiierte Netzwerk Bürgerbeteiligung hat sich 2011 gegründet. Das Netzwerk will der politischen Partizipation in Deutschland dauerhaft mehr Gewicht verleihen und die Bürgerbeteiligung auf allen Ebenen des demokratischen Gemeinwesens stärken. Das Netzwerktreffen steht nicht nur allen Netzwerker/innen, sondern auch allen anderen Interessierten offen. 
    
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25. April 2018

Digitale Medien in der Stadtentwicklung

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, E-Partizipation

Eine vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beauftragte Forschungsarbeit hat den Einsatz von webbasierten Medien für Partizipation und Teilhabe in der Stadtentwicklung untersucht. Dafür wurden 40 Referenzbeispiele und 8 Fallstudien ausgewertet. Laut der Studie verändert sich durch den Einsatz von digitalen Medien das Zusammenspiel der Akteur/innen in der Stadtentwicklung. Demnach nimmt das Informationsgefälle zwischen Fachleuten und Laien ab. Die Zugänglichkeit von Informationen macht es Nicht-Fachleuten aus der Zivilgesellschaft wesentlich leichter, auf Augenhöhe mit den zuständigen Fachleuten zu debattieren. Dennoch sind auch online nicht alle gesellschaftlichen Gruppen repräsentiert. Menschen mit geringen Bildungsabschlüssen, geringen Einkommen oder mit Migrationshintergrund beteiligen sich auch im Netz seltener an Verfahren der Stadtentwicklung. Die Studie  fordert Kommunen dazu auf, Strategien der digitalen Teilhabe unter Einbeziehung aller relevanten Akteure zu entwickeln. Verwaltungen sollten die eigene Organisation in Richtung Open Government weiterentwickeln.

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25. April 2018

Studie: Kommunale Basisbewegungen als Pioniere

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Nachhaltige Entwicklung, Umwelt/ Natur/ Energie, Zukunft/ Zukunftsforschung

Inwieweit können kommunale zivilgesellschaftliche Initiativen dem Diskurs zur nachhaltigen Entwicklung neue Impulse geben? Dieser Fragestellung widmet sich eine vom Bundesumweltamt geförderte Studie, die das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) vorgelegt hat. Die Studie untersucht stellvertretend für viele andere Formen lokale Basisbewegungen für Solidarische Ökonomie, Gemeingüter und Urban Farming/Urban Gardening. Im Fokus der Untersuchung stehen Fragen nach der Bedeutung und den möglichen Potenzialen der Diskurse und Praktiken derartiger lokaler, sozial-ökologischer Bewegungen für die Nachhaltige Entwicklung, zugespitzt auf die mögliche Funktion als sog. »Pioniere des Wandels«. Die Studie grenzt diese Bewegungen ab von solchen Aktivitäten, die »von oben« angeregt werden und sich beispielsweise im Konzept der »Smart Cities« manifestieren.
 
Die Studie zum Download (PDF)

25. April 2018

Europäische Bürgerinitiative: EU zieht Zwischenbilanz

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, E-Partizipation, Europa, Kampagnen

Geschätzte neun Millionen Menschen haben sich bisher an einer Europäischen Bürgerinitative beteiligt. Dies geht aus einer aktuellen Bilanz der EU-Kommission hervor, die auswertet, wie sich die Europäische Bürgerinitiative in den letzten sechs Jahren entwickelt hat und wie ihre Zukunft als Instrument der politischen Willensbildung aussehen kann. Vier Initiativen erhielten bisher die notwendige Zahl von einer Million Unterstützungsbekundungen. Die EU-Kommission sieht in der Europäischen Bürgerinitiative ein wichtiges Instrument der politischen Willensbildung und will es in Zukunft einfacher machen, Initiativen auf den Weg zu bringen und diese zu unterstützen. Beispielsweise sollen sich auch junge Menschen ab 16 Jahren in Zukunft beteiligen können. Die Europäische Bürgerinitiative wurde mit dem Vertrag von Lissabon eingeführt und gibt Bürgerinnen und Bürger Europas die Möglichkeit, ein bestimmtes Thema auf die politische Tagesordnung der Kommission setzen zu lassen.

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25. April 2018

Broschüre: Engagement im digitalen Zeitalter

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, E-Partizipation, Medien, Vereinsarbeit

Die Digitalisierung verändert auch das bürgerschaftliche Engagement und die politische Arbeit von Non-Profit-Organisationen. Sie bietet Chancen für Engagement und Zivilgesellschaft und birgt gleichzeitig viele und neue Herausforderungen. Wie können die richtigen digitalen Hilfsmittel durch einen gezielten Einsatz für eine bessere Erreichbarkeit und Flexibilisierung des Engagements beitragen? Was gibt es beim Thema Datenschutz und Datensicherheit zu beachten? Wie kann digitale Technik für Beratungsangebote oder Kampagnen erfolgreich eingesetzt werden? Was können Politik und Gesellschaft tun, um digitales Engagement zu unterstützen? Diese grundlegenden Fragen werden mit vielen praxisnahen Tipps und Handlungsorientierungen in einer aktuellen Broschüre beantwortet, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung herausgegeben wird. Die Broschüre steht als kostenloser Download zur Verfügung und kann auch als Print-Exemplar bestellt werden.

Die Broschüre als Download (PDF)

25. April 2018

Projektaufruf: Stadt gemeinsam gestalten – Neue Modelle der Quartiersentwicklung

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Gemeinwesenarbeit/ Quartiersmanagement, Wohnen/ Wohnumfeld/ Konsum/ Verkehr

Unter dem Titel »Stadt gemeinsam gestalten! Neue Modelle der Quartiersentwicklung« suchen die Partner der Nationalen Stadtentwicklungspolitik nach innovativen Lösungen und neuen Modellen einer koproduktiven Stadt. Gesucht werden in diesem Jahr innovative Quartiere im gesamten Bundesgebiet, in denen aus zivilgesellschaftlicher Initiative neue Modelle einer gemeinsamen Quartiersentwicklung erprobt werden. In diesen »Pilotquartieren« sollen in partizipativen Prozessen gemeinsame Visionen entwickelt und dann in vielfältigen Projekten von möglichst vielen Gruppen der Stadtgesellschaft umgesetzt werden. Der aktuelle Projektaufruf wird bei einer Fachtagung zur gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung am 7. Mai 2018 in Berlin vorgestellt. Bewerbungen für das Programm sind danach noch bis zum 4. Juli 2018 möglich.

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Im Fokus: Kampagnen und Aktionen

25. April 2018

Wer macht mit? Bündnisse & Vernetzung im Rahmen von Kampagnenarbeit

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Kampagnen

Wenn Menschen sich in NGOs und Initiativen zusammenschließen, wollen sie etwas erreichen und bewirken. In der Praxis politischen und bürgerschaftlichen Engagements ist es deshalb immer wieder nötig, Kampagnen oder Aktionen zu organisieren. Doch egal wie »klein« oder »groß« eine Kampagne ist: alle brauchen ein Mindestmaß an Planung, Organisation und Ideen. Es ist nicht selten, dass Kampagnen umso wirkungsvoller sind, je mehr und besser sie vernetzt sind. Bündnisse erzeugen eine verstärkte Sichtbarkeit und Öffentlichkeit und erhöhen so die Erfolgsaussichten einer Kampagne. Gerade für kleinere zivilgesellschaftliche Organisationen bieten kluge Kooperationen und sorgfältig ausgesuchte Bündnispartner/innen einen hohen Mehrwert. Doch wie finde ich geeignete Bündnispartner/innen für mein Anliegen? Und wie gelingt eine Vernetzung unterschiedlich ressourcenstarker Partner/innen? Claudia Löhle und Dr. Stefan Taschner geben in ihrem Gastbeitrag Tipps, wie Bündnisse erfolgreich umgesetzt werden können.

Löhle, Claudia/Taschner, Stefan:Wer macht mit? Bündnisse und Vernetzung(90 KB)
25. April 2018

Wer kommt, wer geht? Freiwilligenkoordination und Freiwilligenmanagement von Kampagnen

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Kampagnen

Kampagnen und Aktionen leben immer auch vom freiwilligen Engagement ihrer Unterstützer/innen. Methoden des Freiwilligenmanagements können die Beteiligung von Freiwilligen an Kampagnen stärken. Dr. Christiane Metzner erklärt in ihrem Gastbeitrag, wie im Rahmen von Kampagnenarbeit und Aktionsplanung die Arbeit mit Freiwilligen nachhaltig aufgebaut werden kann.

Metzner, Christiane:Wer kommt, wer geht? Freiwilligenkoordination und Freiwilligenmanagement(427 KB)
25. April 2018

Kreativer Protest: Aktionsformen und Kampagnenmodule

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Kampagnen

Kampagnen gehören zum Alltag zivilgesellschaftlicher Arbeit. Ob lokal oder bundesweit, ob online oder offline: Kampagnen sind so bunt und vielfältig wie die Zivilgesellschaft selbst. Kampagnen überraschen immer wieder mit ausgefallenen, kreativen und spielerischen Ideen und Aktionsformen. Ob Flashmob, Puppentheater oder Installationen: Marc Amann öffnet in seinem Gastbeitrag die Methodenkiste des politischen Straßenprotests und stellt ausgewählte Aktionsformen als Kampagnenmodule vor.  

Amann, Marc:Kreativer Protest – Vorstellung ausgewählter Aktionsformen als Kampagnenmodule(77 KB)
25. April 2018

»It’s the internet, stupid!« Von einer alleinerziehenden Mutter, die auszog, ein ungerechtes Gesetz zu stoppen

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Kampagnen, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie

Grundsätzlich gilt: Kampagnen lassen sich online und offline durchführen. Dennoch folgen Online-Kampagnen anderen Regeln als »analoge« Kampagnen. Doch welche Regeln sind das? Was zeichnet den Aufbau von Online-Kampagnen aus, welche Fehler können passieren, welche Kampagnenelemente können genutzt werden? Und wie gelingt die Verknüpfung von Online- und Offline-Elementen im Rahmen von Kampagnenarbeit? Simone Katter zeigt in ihrem Gastbeitrag an einem konkreten Praxisbeispiel die Anforderungen auf, mit denen Online-Kampagnen erfolgreich sein können.

Katter, Simone:»It’s the internet, stupid!« Wie eine alleinerziehende Mutter auszog, ein ungerechtes Gesetz zu stoppen(67 KB)
25. April 2018

»Was ist denn daran bitte radikal?« Kampagnen und Aktionen zwischen Kunst, Zivilem Ungehorsam und Performance

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Kampagnen

Das »Peng! Kollektiv« sucht mit seinen Kampagnen und Aktionen nach innovativen Mitteln und Wegen, um zivilgesellschaftliche Stimmen in demokratischen Verhandlungsprozessen gegenüber staatlichen und wirtschaftlichen Kräften zu stärken. Dazu nutzen die von Berlin und Leipzig aus agierenden Aktivist/innen immer wieder ungewöhnliche und nicht selten humorvolle Formen des Protests. Katharina Enders, Tilman Miraß und Alice Romoli stellen in ihrem Gastbeitrag die subversive Arbeit des Kollektivs vor.

Enders, Katharina/Miraß, Tilman/Romoli, Alice:»Was ist denn daran bitte radikal?« – Kampagnen und Aktionen zwischen Kunst, Zivilem Ungehorsam und Performance (80 KB)

Publikationen und Veranstaltungen

25. April 2018

Publikation: Netzwerke der Engagementförderung

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft

Seit den 1990er Jahren hat sich Engagementpolitik auf kommunaler sowie auf Landes- und Bundesebene als ein eigenes Politikfeld etabliert. Hierzu gehören insbesondere Netzwerke der Engagementförderung, die sich auf allen Ebenen des föderalen Staates herausgebildet haben. Die vorliegende Publikation bietet einen Überblick zu derartigen Netzwerken auf der Ebene der Bundesländer. Zunächst wird der Forschungsstand zu Netzwerken der Engagementförderung rekapituliert, um auf dieser Grundlage mithilfe empirischer Analysen eine aktuelle Bestandsaufnahme vornehmen zu können, die das Spektrum der engagementfördernden Netzwerke in Deutschland in Länderprofilen illustriert. Das abschließende Kapitel bilanziert die Netzwerkarbeit der Bundesländer und unterbreitet einen Vorschlag zur Typologie von Netzwerken der Engagementförderung.

Olk, Thomas (†) / Rüttgers, Martin: Netzwerke der Engagementförderung. Netzwerkanalysen mit dem Fokus auf die 16 Bundesländer. Frankfurt 2018, 160 S., 18,90 Euro (Print), 14,99 Euro (PDF), ISBN: 978-3-7344-0636-2 (Print) / 978-3-7344-0637-9 (PDF)

Information und Bestellung

25. April 2018

Publikation: Kollaborativ Wirtschaften

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Gemeinwesenarbeit/ Quartiersmanagement, Ökonomie/ Arbeit/ Beruf, Publikationen

Wie kann die Transformation der Wirtschaft durch kollaborative und solidarische Ansätze gelingen? Und wie müsste eine innovative, moderne Wirtschaftsförderung aussehen, um zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen? Der Autor zeigt, wie die Entwicklung einer kollaborativen Wirtschaft mit Methoden aus der gemeinschaftsorientierten Sozialarbeit, etwa durch Community Organizing oder Gemeinwesenarbeit, möglich wird. Einige zivilgesellschaftliche Organisationen wie die Transition Town-Bewegung nutzen solche Ansätze bereits heute. Der Autor hat mit zahlreichen Projekten kollaborativen Wirtschaftens gesprochen und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die tägliche Praxis ab.  

Manuel Lehmann: Kollaborativ Wirtschaften. Mit der Methode des Community Organizing zu einer zukunftsfähigen Ökonomie. München 2017, 144 S., 20,00 Euro, ISBN 978-3-96238-007-6

Information und Bestellung

25. April 2018

Veranstaltungshinweise

Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden. Besonders hinweisen möchte wir dieses Mal auf:

4.5.2018 in Leipzig: 8. Leipziger Wohnprojektetage
Eine Veranstaltung des Arbeitskreises Integriertes Wohnen e.V.

14.6.2018 in Frankfurt und 15.6.2018 in Mainz: Kümmerer, Brückenbauer, Grenzgänger (Mainz), Unternehmenskooperationen vor Ort (Frankfurt)
Zwei Workshops von UPJ e.V.

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