eNewsletter Wegweiser Bürgergesellschaft 10/2018 (17.10.2018)



Meldungen aus der Bürgergesellschaft

17. Oktober 2018

Werkstatt Vielfalt: Transfer erfolgreicher Projektideen

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Gemeinwesenarbeit/ Quartiersmanagement, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten, Stiftungen, Wohnen/ Wohnumfeld/ Konsum/ Verkehr

Die bislang im Programm Werkstatt Vielfalt unterstützten Projekte zeigen: es gibt viele erfolgreiche Formate und Methoden, um die Begegnung zwischen unterschiedlichen Lebenswelten lokal zu gestalten. Ab sofort haben Interessierte die Möglichkeit, eine von zwölf erprobten Projektideen, die bereits mit Mitteln aus dem Programm gefördert wurden, an einem neuen Ort umzusetzen. Ob Stadtgespräche zwischen Jung und Alt oder ein Stuhl-Tanz-Flashmob, ob ein partizipatives Theaterprojekt, ein Döner-KulTour-Stadtplan oder eine Straßengalerie: Antragsteller/innen wählen eine für sie passende Projektidee aus und setzen diese in der eigenen Nachbarschaft, im Stadtteil oder der Gemeinde um. Dabei profitieren die Transferprojekte von den Erfahrungen der ursprünglich Projektverantwortlichen, die zudem während der Transferphase bei Bedarf als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen. Alternativ zum Ideentransfer besteht zudem wie bisher die Möglichkeit, sich an der Ausschreibung mit eigenen Ideen und Konzepten zur Gestaltung von Vielfalt vor Ort zu beteiligen. Einsendeschluss für die 13. Auswahlrunde ist der 15. März 2019.

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17. Oktober 2018

Baukulturinitiativen: Zivilgesellschaftliches Engagement für den Ort

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Bürgerschaftliches Engagement, Gemeinwesenarbeit/ Quartiersmanagement, Wohnen/ Wohnumfeld/ Konsum/ Verkehr

Viele Aktivitäten für ein »Mehr« an Baukultur gehen von privaten und ehrenamtlichen Initiativen aus. Über das gemeinschaftliche Engagement für ein attraktives und lebenswertes bauliches Umfeld identifizieren sich die Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem Quartier, ihrer Stadt, ihrem Dorf. An der baukulturellen Entwicklung des »eigenen« Ortes zu arbeiten, kann vieles bedeuten: die Gestaltung konkreter Plätze, von Straßenräumen und öffentlichen Bauten, die Pflege von Baudenkmälern, die Reaktivierung leerstehender Gebäude oder die Initiierung von Bürgerbeteiligung. Eine kostenlose Broschüre des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung gibt nun praxisnahe Handlungsempfehlungen für die kommunale Förderung baukulturellen Engagements im Ehrenamt in Deutschland.

Die Broschüre im Wortlaut (PDF)

17. Oktober 2018

Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) plant den Aufbau eines »Instituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt«. Dafür wurde jetzt ein Verbund aus Hochschul- und Forschungsinstituten ausgewählt. Elf Einrichtungen aus zehn Bundesländern sollen gemeinsam ein Forschungsprogramm und eine Lenkungsstruktur für das dezentral angelegte Institut erarbeiten. Das Institut wird vom BMBF in der Hauptphase mit bis zu 10 Mio. Euro jährlich gefördert und soll unter anderem erforschen, wie der demokratische Zusammenhalt der Gesellschaft und die Teilhabe gesellschaftlicher Randgruppen gestärkt werden können.

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17. Oktober 2018

»#Hass im Netz«: Studie untersucht Folgen für die Demokratie

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, E-Partizipation, Kampagnen, Medien, Wissenschaft/ Technikgestaltung

Jede zweite befragte Person aus Hessen kann sich vorstellen, dass Falschnachrichten im Internet den laufenden hessischen Landtagswahlkampf beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Studie »#Hass im Netz«, die bundes- und landesweit erstmalig untersucht, wie Belästigungen und Hassbotschaften im Internet Menschen ganz real schädigen, wie sich Onlinediskurse verschieben und die öffentliche Meinung dadurch manipuliert wird. Über 1.200 Internetnutzer/innen standen dem Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) und Campact Rede und Antwort. 69% gaben dabei an, sie seien online bereits persönlich beleidigt worden. 72% der Befragten stimmten der Aussage zu, dass Hasskommentare nicht toleriert werden sollten, egal ob sie gegen Gesetze verstoßen oder nicht. Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchung hat Campact eine Petition in Hessen ins Leben gerufen, die ein konsequenteres Vorgehen der Politik gegen die Verbreitung von Hass und anti-demokratischen Ansichten im Internet fordert.

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17. Oktober 2018

VHS: Online-Portal für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, E-Partizipation, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten, Medien, Schule und Bildung

Unter dem Slogan »Wir gestalten Integration!« hat der Deutsche Volkshochschul-Verband gemeinsam mit dem Learning Lab der Universität Duisburg-Essen ein Online-Portal entwickelt, das sich speziell an Engagierte in der Flüchtlingshilfe richtet, die Geflüchtete aktiv dabei unterstützen in Deutschland anzukommen und am Alltag teilzunehmen. Ausgehend von den Ergebnissen einer umfangreichen Bedarfsanalyse zu Beginn des Projektes, bündelt das Online-Portal wichtige Informationen und Unterstützungsmaterialien rund um die ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit und möchte langfristig Möglichkeiten der Vernetzung unter den Ehrenamtlichen sowie zur Qualifizierung anbieten. Mit dabei sind Themen wie »Asylrecht«, »Umgang mit Vorurteilen«, »Meine Rollenfindung im Ehrenamt« und Informationen zu den Herkunftsländern.

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17. Oktober 2018

Studie: Sozialräumliche Integration von Flüchtlingen

Kategorie: Inter- und multikulturelle Angelegenheiten, Wohnen/ Wohnumfeld/ Konsum/ Verkehr

Die Einstellungen der Bevölkerung zu Flüchtlingen sind sehr differenziert und überwiegend positiv. Auch die Flüchtlings-Unterkünfte im eigenen Wohngebiet werden von der Mehrzahl der Anwohner/innen angenommen. Eine Studie des Kölner Instituts für Soziologie und Sozialpsychologie hat in Hamburg, Mülheim und Köln in jeweils zwei unterschiedlichen Stadtteilen nach Einstellungen, Ängsten und Kontakten gefragt. Der direkte Kontakt zu Geflüchteten erhöht deren Akzeptanz im Wohngebiet und baut Ängste ab. Die Erhebung macht deutlich, dass vor allem die Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften in Mittel- und Oberschichtgebieten sinnvoll ist. Dort ist eine vergleichsweise geringere Ablehnung gegenüber Geflüchteten festzustellen – so lange die Unterkünfte nicht zu groß werden. Die Studie kommt damit zu dem Schluss: Ankerzentren sind das Gegenteil davon.

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Im Fokus: Forum für Demokratie und Bürgerbeteiligung 2018

17. Oktober 2018

Forum für Demokratie und Bürgerbeteiligung 2018

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft

Eine vielfältige und von Widersprüchen geprägte Gesellschaft kann nur frei und zukunftsfähig bleiben, wenn sie ihre widerstreitenden Gegensätze in einer Form bearbeitet, die möglichst viele Interessen einbezieht. Moderne Demokratie heißt, das Gemeinwesen dialogisch zu gestalten – in Politik, in Parteien und im zivilgesellschaftlichen Handeln, in Wirtschaft und Wissenschaft. Doch welchen Beitrag leistet hierzu die Bürgerbeteiligung? Welche Strukturen, Prozesse und Ressourcen sind notwendig, um gesellschaftlichen Dialog zu organisieren und nachhaltig zu verankern? Wie können Beteiligungsprozesse praktisch gestaltet werden, wie können verschiedene Akteursgruppen konstruktiv miteinander ins Gespräch kommen? Diese Fragen standen Mitte September 2018 für rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Mittelpunkt des diesjährigen Forums für Demokratie und Bürgerbeteiligung, das bereits zum 23. Mal in Kooperation mit der Ev. Akademie Loccum stattgefunden hat. Ein Rückblick auf die Tagung mit Bildern, Präsentationen und Ergebnissen aus den Arbeitsgruppen steht online zur Verfügung. 

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17. Oktober 2018

Salz und Suppe: Ansatz zur milieuübergreifenden Bürgerbeteiligung

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft

Bürgerbeteiligung braucht die Mitwirkung aller relevanter Akteure und Zielgruppen. Doch wie können Dialoge so gestaltet werden, dass sie möglichst die ganze Bandbreite von Interessen und Meinungen einbeziehen? Wie gelingt die Ansprache verschiedener Zielgruppen und die Kommunikation über bestehende gesellschaftliche Milieus und räumliche Grenzen hinweg? Und wie können damit zugleich ein Beitrag für ein besseres Zusammenleben in der Stadt und neue Ideen für die Stadt- und Quartiersentwicklung generiert werden? Eine Antwort darauf gibt die Beteiligungsmethode »Salz & Suppe«, die über zwei Jahre hinweg in Stuttgart entwickelt wurde und inzwischen auch in anderen deutschen Kommunen erfolgreich angewandt wird. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Kochen und der gemeinsame Dialog am Küchentisch. Ulrich Dilger stellt in seinem Gastbeitrag den Stuttgarter Ansatz vor.

Dilger, Ulrich:Salz & Suppe: Ein neuer Ansatz zur milieuübergreifenden Bürgerbeteiligung(582 KB)
17. Oktober 2018

Dialogisch und kreativ: Wie der Landkreis Emsland seine Bürger/innen aktiviert

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Bürgerschaftliches Engagement, Leben im Alter, Wohnen/ Wohnumfeld/ Konsum/ Verkehr

Der demografische Wandel stellt viele Kommunen vor neue Herausforderungen. So auch den niedersächsischen Landkreis Emsland, eine geografisch eher abgelegene, ländliche und zugleich erfolgreiche und wohlhabende Region. Durch die gesellschaftlichen Veränderungen geraten bislang noch gut funktionierende Strukturen z.B. in der Daseinsvorsorge, Mobilität, Selbst- und Nachbarschaftshilfe sowie die soziale Infrastruktur und der gesellschaftliche Zusammenhalt unter Druck. Und insbesondere im ländlichen Raum wird deutlich, dass diese Herausforderungen nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort gemeistert werden können. Der Landkreis Emsland setzt daher sehr intensiv auf die Stärkung der Dorfgemeinschaften durch Aktivierung und Beteiligung der Bewohner/innen und Förderung des Engagements. Walter Pengemann und Katharina Mehring zeigen in ihrem Gastbeitrag, wie die Aktivierung der Menschen im Emsland kreativ und dialogisch gelingt.

Mehring, Katharina/Pengemann, Walter:Dialogisch und kreativ: Wie das Emsland Bürger*innen aktiviert(138 KB)
17. Oktober 2018

Konflikt als Motor für Bürgerbeteiligung

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Frieden/ Konflikte/ Gewalt

Seit etwa einem Jahr läuft im Norden Sachsen-Anhalts das Modellvorhaben »Demokratieförderung durch Kommunale Konfliktberatung in der Altmark«. Den Hintergrund für das Projekt bilden die starken Veränderungen in der Region in den Jahrzehnten nach der Wiedervereinigung und die Auswirkungen auf die Lebenswelt der Bewohner/innen sowie die damit verbundenen Anpassungsleistungen. Das Modellvorhaben will vor allem lokale Netzwerke stärken und strukturbildend arbeiten. In ihrem Gastbeitrag beschreiben Hagen Berndt und Dr. Ulrike Gatzemeier die bisherigen Erfahrungen im Projekt und stellen einen Zusammenhang zwischen Konflikt und Beteiligung im Kontext kommunaler Dynamiken her. Sie sind überzeugt, dass mit Hilfe einer systemischen Herangehensweise Konflikte als andere Form des Dialogs sogar zum Motor für die Bürgerbeteiligung werden können.

Berndt, Hagen/Gatzemeier, Ulrike:Konflikt als Motor für Bürgerbeteiligung – Kommunale Konfliktberatung in der Altmark(197 KB)

Publikationen und Veranstaltungen

17. Oktober 2018

Publikation: Zu jung für alt

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Generationen, Leben im Alter, Publikationen

Was tun, wenn das Arbeitsleben endet, man sich aber viel zu jung fühlt, um zum alten Eisen zu gehören? Auf seiner deutschlandweiten Recherchereise trifft der Autor Dieter Bednarz Experten für Rente und Vielfalt am Arbeitsmarkt, Coaches, Psychotherapeuten und Altersforscher. Er schaut hinter die Kulissen eines Ü-70-Chors auf St. Pauli, schnuppert Theaterluft in einem Senioren-Kabarett, besucht aber auch Kumpels der letzten Zeche des Ruhrgebiets. Ob Hobby, Ehrenamt oder zweite Karriere: es gibt genügend Möglichkeiten, sich nach dem Ende des Arbeitslebens neu zu engagieren.

Dieter Bednarz: Zu jung für alt. Vom Aufbruch in die Freiheit nach dem Arbeitsleben. Hamburg 2018, 272 S., 19,00 Euro, ISBN 978-3-89684-265-7

Information und Bestellung

17. Oktober 2018

Publikation: Pegida-Effekte?

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie, Publikationen

Pegida hat den politischen Diskurs verändert. Doch die Deutungen zu den Ursachen und Folgen der »Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes« gehen weit auseinander. Auf Basis einer umfangreichen empirischen Studie diskutieren die Autor/innen dieses Bandes, ob und wie Pegida als Protestphänomen und Chiffre bei der Jugend verfängt. Die Studie bietet eine Analyse politischer Deutungsmuster der Jugend im Jahr 2018, indem sie politische Vorstellungen, Wünsche, Ängste und Gedanken zur demokratischen Einwanderungsgesellschaft in den Mittelpunkt stellt.

Julian Schenke/Christopher Schmitz/Stine Marg/Katharina Trittel: Pegida-Effekte? Jugend zwischen Polarisierung und politischer Unberührtheit. Bielefeld 2018, 434 S., 29,99 Euro, ISBN 978-3-8376-4605-4

Information und Bestellung

17. Oktober 2018

Veranstaltungshinweise

Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden. Besonders hinweisen möchte wir dieses Mal auf:

16.11.2018 in Berlin: Evaluation und Wirkungsmonitoring für öffentlich geförderte Beratungsangebote
Veranstaltung des Arbeit und Leben e.V. – Landesarbeitsgemeinschaft Berlin

25.-27.11.2018 in Berlin: Netzwerktreffen des Netzwerks Bürgerhaushalt
Veranstaltung des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE)

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