eNewsletter Nr. 3/2014 (14.02.2014) von wegweiser-buergergesellschaft.de



Meldungen aus der Bürgergesellschaft

14. Februar 2014

Gutes einfach verbreiten: E-Book zu Projekttransfer

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Organisation/ Kommunikation/ Qualifikation, Publikationen, Stiftungen, Vereinsarbeit

Kleine Projekte, große Wirkung? Obwohl viele bürgerschaftliche Initiativen und Vereine erfolgreich arbeiten, gelingt es wenigen, über ihre Region hinaus zu wirken. Ein neues E-Book zeigt nun, wie gute Ideen von sozialen Projekten Flügel bekommen können. Das praxisnahe Handbuch beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die Verbreitung von guten Ideen. Es richtet sich an soziale Innovator/innen, haupt- und ehrenamtliche Projektmacher/innen, Mitarbeiter/innen in gemeinnützigen Organisationen und Sozialunternehmen. Auf den rund 400 Seiten des Handbuchs finden sich jede Menge Transferwissen, Erfahrungsberichte und praktische Tipps. Dazu illustrieren zahlreiche Fallbeispiele, wie Organisationen Fragen der Strategie, Finanzierung oder die Wahl eines Kooperationspartners angehen. Das E-Book ist entstanden aus zahlreichen Diskussionen, Vorträgen und guten Fragen auf den von der Stiftung Bürgermut initiierten openTransferCAMPs in Berlin, Köln und München. Es steht unter einer Creative Commons-Lizenz, das heißt, es kann und soll frei weiterverbreitet werden. Das E-Book ist kostenlos im Buchhandel erhältlich und steht auch zum Download zur Verfügung.

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14. Februar 2014

Baden-Württemberg: Programm »BürgerInnenräte«

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft

Das Land Baden-Württemberg verlängert das erstmalig aufgelegte Programm »BürgerInnenräte« um ein Jahr bis Ende 2014. Eine Evaluation des Landes-Sozialministeriums hatte gezeigt, dass die geförderten Workshops ein erfolgreiches Instrument zur Belebung der lokalen Demokratie darstellen. Bei BürgerInnenräten kommen 12 bis 15 zufällig ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner für eineinhalb Tage zusammen. In einem moderierten Verfahren diskutieren sie für die Gemeinde relevante Fragestellungen. In den Pilotkommunen wurde etwa über demografische Herausforderungen, Stadtmarketing oder die Zukunft der Bürgerbeteiligung beraten. Die Ergebnisse eines BürgerInnenrates werden öffentlich in einem Bürgercafé vorgestellt und mit Politik und Verwaltung diskutiert. Der Gemeinderat entscheidet dann, wie er mit den Empfehlungen verfährt. Das Sozialministerium Baden-Württembergs förderte in zwei Jahren bisher acht BürgerInnenräte mit je 3.000 Euro, zwei weitere Bewilligungen sind erteilt. Die Kommunen Baden-Württembergs sind weiterhin aufgerufen, das Instrument zu erproben.

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14. Februar 2014

Nachhaltigkeit in multinationalen Unternehmen

Kategorie: Nachhaltige Entwicklung, Unternehmen und Engagement

Wie können multinationale Unternehmen ihre Einflüsse auf globale Entwicklungsziele wie Armutsbekämpfung aber auch auf Menschenrechte, Transparenz und Umweltschutz bewerten und  verbessern? Im europäischen Projekt »Global Value« sollen Instrumente geschaffen werden, mit denen Unternehmen die Auswirkungen ihrer Produkte und Aktivitäten auf die nachhaltige Entwicklung in Ländern des Globalen Südens besser bewerten können. Dabei geht es um unternehmerische Aktivitäten vom Einkauf über die Produktion, Distribution und Investition bis hin zum freiwilligen Unternehmensengagement (CSR). An dem kürzlich gestarteten Projekt sind 12 Partner beteiligt, darunter wissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Institutionen aus Indien, Bangladesch und Tansania. Koordiniert wird das Projekt von der Wirtschaftsuniversität Wien, das deutsche Ökoinstitut ist an der Entwicklung des Tools beteiligt. Es untersucht zudem, welchen  Einfluss institutionelle Rahmenbedingungen – sogenannte »Systems of Governance« – auf nachhaltiges Handeln in multinational agierenden Unternehmen ausüben.

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14. Februar 2014

Bündnis Bürgerenergie

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Umwelt/ Natur/ Energie, Unternehmen und Engagement

Allein im Jahr 2012 haben Bürgerinnen und Bürger über fünf Milliarden Euro in Erneuerbare Energien investiert. Fast jede zweite Kilowattstunde Ökostrom stammt mittlerweile aus bürgerbetriebenen Energieerzeugungsanlagen. Bürgerenergie ist damit ein wichtiger Faktor der Energiewende in Deutschland. Das »Bündnis Bürgerenergie« hat zum Ziel, die Bürgerenergie als tragende Säule der Energiewende dauerhaft zu festigen, und versteht sich als Kompetenzzentrum, das die gemeinsamen Interessen der Bürgerenergie bündelt und formuliert. Es setzt sich für die politische Interessenvertretung, die Schaffung einer »Kultur der Bürgerenergie« in der politischen Öffentlichkeit und die Förderung einer Bürgerenergie-Gemeinschaft durch bessere Vernetzung ein. Insgesamt elf Organisationen gehören zu den Gründern und Initiatoren des Bündnisses, darunter zum Beispiel der Bundesverband Erneuerbare Energien e.V., das Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz sowie die Stiftung Neue Energie.

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14. Februar 2014

Studien zu entwicklungspolitischem Engagement

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Eine Welt/ Globalisierung, Wissenschaft/ Technikgestaltung

Im November 2013 fand ein Expertenforum zum entwicklungspolitischen Engagement im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) statt. In der Veranstaltung, die gemeinsam von BMZ, VENRO, AGL und Engagement Global veranstaltet wurde, wurde auch deutlich, dass das zivilgesellschaftliche entwicklungspolitische Engagement noch wenig erforscht ist. Holger Krimmer von ZiviZ legte eine Sonderauswertung des Freiwilligensurveys 2009 und den ZiviZ-Surveys vor und formulierte daraus Empfehlungen und Forschungsperspektiven. Eckhard Priller vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) brachte Diskussionspapiere zur Schärfung der Definition von entwicklungspolitischen bürgerschaftlichen Engagement und zu den Perspektiven gemeinnütziger Organisationen ein.

Beitrag ZiviZ: Surveys (PDF)

Beitrag WZB: Begriffsschärfung (PDF)

Beitrag WZB: Organisationen (PDF)

Im Fokus: Engagement und Entwicklungspolitik

14. Februar 2014

Zivilgesellschaft und Entwicklungspolitik

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Eine Welt/ Globalisierung

Obwohl es eine breite Datenbasis zum bürgerschaftlichen Engagement in Deutschland gibt, fehlt es an wissenschaftlichen Erhebungen, die das entwicklungspolitische bürgerschaftliche Engagement sowohl quantitativ als auch qualitativ im Blick haben. Es ist daher nicht einfach, einen Überblick über die Vielfalt sehr unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher Akteure in der Entwicklungspolitik zu gewinnen. Fakt ist: Nichtregierungsorganisationen spielen in der Entwicklungspolitik vieler Geberländer eine wichtige Rolle. Der Anteil der Mittel, die das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Förderung entwicklungspolitischer Projekte und Programme deutscher zivilgesellschaftlicher Organisationen bereitgestellt hat, ist bis 2013 auf rund 670 Millionen Euro gestiegen. Diese positive Entwicklung ging jedoch einher mit einem verstärkten Bestreben, sich in die zivilgesellschaftliche Arbeit inhaltlich steuernd einzumischen. Heike Spielmans, VENRO-Geschäftsführerin, analysiert in ihrem Gastbeitrag das Verhältnis von Zivilgesellschaft und Staat aus entwicklungspolitischer Perspektive. Sie zeigt zugleich, wie sich das Selbstverständnis und die Inhalte der entwicklungspolitischen Arbeit in den letzten Jahren verändert haben.

Spielmans, Heike:Keine Entwicklung ohne Zivilgesellschaften(148 KB)
14. Februar 2014

Engagement Global: Selbstverständnis, Aufgaben, Programme

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Eine Welt/ Globalisierung

Zivilgesellschaftliches Engagement für die Entwicklungszusammenarbeit und –politik zu erreichen: dieses Ziel haben viele NGOs, Eine-Welt-Netzwerke und die vielen Verbünde und Verbände, die sich in diesem Bereich engagieren. Als Partnerin dieser Akteure versteht sich seit Anfang 2012 die Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen. Die Organisation bündelt staatliche Förderprogramme, die zuvor bei unterschiedlichen Organisationen angesiedelt waren, sowie Aktivitäten der entwicklungspolitischen Bildung unter einem Dach. Engagement Global sieht ihre Aufgabe darin, das entwicklungspolitische Engagement der Zivilgesellschaft zu unterstützen: durch Beratung, durch Information, aber auch durch Vernetzungsmöglichkeiten und nicht zuletzt durch die Fördermittel, die sie im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) weiterleitet. Lea Ferno, Mitarbeiterin in der Stabsstelle Kommunikation, skizziert in ihrem Gastbeitrag zusammen mit ihren Kolleg/innen die Aufgabengebiete und Förderprogramme von Engagement Global.

Ferno, Lea:»Bürgerschaftliches entwicklungspolitisches Engagement«(141 KB)
14. Februar 2014

Engagement fördern: Eine Welt-Promotor/innen

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Eine Welt/ Globalisierung

In Deutschland gibt es etwa 8.200 Eine Welt-Gruppen. Diese sind sehr heterogen in ihrer Entstehungsgeschichte, ihren Zielen und politischen Positionen, ihrer Altersstruktur, ihrem Aktionsraum sowie ihren Instrumenten und Methoden. Allen gemeinsam ist, dass sie mit viel ehrenamtlichem Engagement am Laufen gehalten werden. Um dieses freiwillige Engagement zu stärken, startete Anfang April 2013 in neun Bundesländern das Programm der Eine-Welt-Promotor/innen. Jens Elmer, zuständig für die Koordination des Programms in Nordrhein-Westfalen, stellt in seinem Gastbeitrag Hintergründe, Ziele und Aufgaben des Programms vor und fragt, wie es zu einer stärkeren gesellschaftlichen Wahrnehmung entwicklungspolitischer Belange in Deutschland beitragen kann.

Elmer, Jens:Das bundesweite Programm der Eine Welt-Promotor/innen(218 KB)
14. Februar 2014

Freiwilligen-Management im entwicklungspolitischen Umfeld

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Eine Welt/ Globalisierung

Oxfam Deutschland ist eine 1995 gegründete unabhängige Nothilfe- und  Entwicklungsorganisation, die sich weltweit für eine gerechte Welt ohne Armut einsetzt. Der Name Oxfam geht zurück auf das Oxford Comittee for Famine Relief (Oxforder Komitee zur Linderung von Hungersnot). Es wurde 1942 in Großbritannien gegründet, um Hilfe für die griechische Zivilbevölkerung unter deutscher Besatzung zu leisten. Oxfam engagiert sich mit rund 3.000 lokalen Partnern in mehr als 90 Ländern weltweit. Nicole Emden, Oxfam-Fachreferentin für Freiwilligen-Management, gibt in ihrem Gastbeitrag einen Einblick in das Freiwilligen-Management der Organisation und zeigt, welchen Stellenwert die ehrenamtliche Tätigkeit für Oxfam Deutschland hat. Im Mittelpunkt steht das freiwillige Engagement der rund 2.700 Ehrenamtlichen in den bundesweit 46 Oxfam Shops.

Emden, Nicole:Gemeinsam für eine gerechte Welt ohne Armut: Freiwilligen-Management im entwicklungspolitischen Umfeld am Beispiel von Oxfam Deutschland(144 KB)

Publikationen und Veranstaltungen

14. Februar 2014

Publikation: Energiepolitik unter Strom

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Umwelt/ Natur/ Energie, Wissenschaft/ Technikgestaltung

Die deutsche Energie- und Stromversorgung muss radikal umgebaut werden. Das kann nur gelingen, wenn möglichst viele Bürger beteiligt und befragt werden. Die Autoren der vorliegenden Publikation untersuchen systematisch die Akzeptanz von Stromtechnologien und Energiemixen und kommen zu teilweise überraschenden Ergebnissen: Energieeffizienz-Maßnahmen rangieren demnach in der Gunst der an der Studie beteiligten Bürgerinnen und Bürger vor den Erneuerbaren, die Kernenergie stößt als Übergangstechnologie auf breite Akzeptanz. Das Buch ist Ergebnis eines von der Stiftung Mercator finanzierten und vom Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung der Universität Stuttgart (ZIRIUS) durchgeführten Forschungsprojektes.

Dirk Scheer/Wilfried Konrad/Ortwin Renn/Oliver Scheel: Energiepolitik unter Strom. Alternativen der Stromerzeugung im Akzeptanztest. München 2014, 250 S., 29,95 Euro, ISBN 978-3-86581-469-2

Information und Bestellung

14. Februar 2014

Publikation: Internet und Partizipation

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, E-Partizipation, Medien

Mit dem Internet wurde schon früh die Vision einer partizipativen Gesellschaft verbunden, die Vorstellung, das neue Medium würde zu politisch besser informierten Bürgern und zu mehr Beteiligung der Bürger am politischen Prozess führen. Doch ist das so? Wer beteiligt sich an E-Partizipationsangeboten? Lassen sich Menschen online mobilisieren? Welchen Einfluss haben die neuen Online-Tools auf die politische Kommunikation, politische Entscheidungen und das politische System selbst? Dieser Band behandelt diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven, sowohl von der zivilgesellschaftlichen Seite, also bottom-up, als auch von Seiten der Politik, also top-down. Enthalten sind Beiträge von Wissenschaftler/innen und Vertreter/innen aus der Praxis, aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und aus der Politik.

Kathrin Voss (Hg.): Internet und Partizipation. Bottom-up oder Top-down? Beteiligungsmöglichkeiten im Internet. Berlin 2014, 348 S., 39,99 Euro, ISBN 978-3-658-01028-7

Information und Bestellung

14. Februar 2014

Veranstaltungshinweise

Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden. Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:

• 14.-15.03.2014 in Waldenburg: Lernforum Bürgerkommune – Beteiligung und Engagement im Ländlichen Raum gestalten
Veranstaltung von »forum für internationale entwicklung + planung«

• 10.04.2014 in Bonn: Europa gemeinsam gestalten
Ein Seminar der Kontaktstelle Deutschland »Europa für Bürgerinnen und Bürger« zum gleichnamigen EU-Programm (2014 - 2020)

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