eNewsletter Nr. 24/2011 (09.12.2011) von wegweiser-buergergesellschaft.de



Meldungen aus der Bürgergesellschaft

09. Dezember 2011

Bürgerschaftliches Engagement für Kinder und Jugendliche in Kommunen

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie

In Deutschland konzentriert sich von jeher ein wesentlicher Teil des bürgerschaftlichen Engagements auf Leistungen für Kinder und Jugendliche. Gerade der Einsatz für junge Menschen und die Förderung ihrer Motivation und ihres Wissens um die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten sind für die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft von herausragendem Stellenwert. Die Bertelsmann Stiftung hat vor diesem Hintergrund rund 500 kommunale Entscheidungsträger gefragt, welchen Stellenwert das bürgerschaftliche Engagement für Kinder und Jugendliche in Kommunen einnimmt, wo Barrieren, Treiber und Zukunftschancen liegen. Ebenso wurde nach dem Engagement von Kindern und Jugendlichen gefragt. Die Ergebnisse machen Mut: 94 Prozent der Befragten gaben an, dass der Stellenwert des Engagements für Kinder und Jugendliche in ihrer Kommune zukünftig steigen werde. Und: Je größer die Kommune ist, desto stärker wird der Bedeutungszuwachs eingeschätzt.

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09. Dezember 2011

Aufwandsentschädigungen für Engagement

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Soziales/ Soziale Problemlagen

Aufwandsentschädigungen für bürgerschaftliches Engagement sollen nicht länger auf Leistungen der Grundsicherung angerechnet werden. Das fordert die Fraktion Die Linke in einem Antrag, den sie im November in den Deutschen Bundestag eingebracht hat. Nach Angaben der Fraktion spiegelten sich im bürgerschaftlichen Engagement die Fähigkeiten und der Mut der Menschen, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen. Eine demokratische Gesellschaft lebe von diesem Engagement, heißt es in dem Antrag. Seine positiven Wirkungen könne dieses Engagement aber nur entfalten, wenn der Zugang dazu für jeden in gleicher Weise gewährleistet sei, schreiben die Abgeordneten. Es müsse deshalb sichergestellt sein, dass es zu keiner Benachteiligung einzelner gesellschaftlicher Gruppen, zum Beispiel Erwerbsloser, Erwerbsgeminderter oder älterer Menschen komme. Bürgerschaftliches Engagement dürfe keine Frage des Geldbeutels sein, so Die Linke.

Der Antrag im Wortlaut (PDF)

09. Dezember 2011

Bundesausschuss Politische Bildung: Erklärung zum Rechtsextremismus

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Schule und Bildung

Im Zusammenhang mit den erschreckenden Entwicklungen und  Erkenntnissen zum Rechtsextremismus in unserer Gesellschaft hat der Bundesausschuss Politische Bildung (bap) eine aktuelle Erklärung zum Thema formuliert. Nach Ansicht des bap sollten spätestens jetzt bundesweit alle gesellschaftlichen Kräfte und finanziellen Ressourcen für eine demokratische Gesellschaft mobilisiert werden. Schule, Jugend- und Erwachsenenbildung müssten in Zukunft noch intensiver demokratische Grundbildung betreiben. Zugleich  fordert der Bundesausschuss die Bundesregierung auf, die für die Jahre 2012/2013 angekündigten Mittelkürzungen bei der Bundeszentrale für politische Bildung zu überprüfen. Nötig sei im Gegenteil eine Aufstockung der Mittel für die Politische Bildung.

Die Erklärung im Wortlaut (PDF)

09. Dezember 2011

Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten: Jahresthema 2012

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Nachhaltige Entwicklung, Umwelt/ Natur/ Energie

Die aktuellen Entwicklungen in der Energie- und Klimapolitik sind für den Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) Anlass für sein Jahresthema 2012. Unter dem Titel »Wachstum – Gerechtigkeit – Teilhabe: Nachhaltige Klimapolitik gestalten« thematisieren die Mitgliedseinrichtungen des AdB im kommenden Jahr im Rahmen ihrer Bildungsangebote Voraussetzungen und Herausforderungen einer nachhaltigen Energie- und Klimapolitik in Deutschland. Daneben sollen den Beteiligungsmöglichkeiten von Bürger/innen an der Entwicklung von Infrastrukturprojekten sowie den Ansätzen einer dem Prinzip Nachhaltigkeit verpflichteten politischen Bildung besonderes Augenmerk gewidmet werden. Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Einrichtungen politischer Jugend- und Erwachsenenbildung.

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09. Dezember 2011

Initiative DemokratieErleben

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Kinder/ Jugend/ Eltern/ Familie

Die Initiative DemokratieErleben setzt sich dafür ein, junge Menschen zur Mitgestaltung ihrer Lebenswelt zu ermutigen, ihnen vielfältige Möglichkeiten für Teilhabe zu bieten und Verantwortung für sie betreffende Entscheidungen zu übertragen. Um demokratische Lern- und Erlebnisorte in unseren Städten und Gemeinden zu stärken oder neu zu initiieren, setzt das Bündnis auf den Dialog zwischen Politik und Praxis, die Verbreitung guter Beispiele und die gemeinsame Verantwortung von Staat und Zivilgesellschaft beim Aufbau einer nachhaltigen Beteiligungskultur. Die Initiative wird von einem breiten Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen getragen. Es steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird unterstützt von der Kultusministerkonferenz.

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09. Dezember 2011

Vereine als zivilgesellschaftliche Organisationsform

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Vereinsarbeit

In den Debatten um das Bürgerschaftliche Engagement spielte der Verein in den letzten Jahren eine eher untergeordnete Rolle. Eigentlich erstaunlich, denn etwa die Hälfte der freiwilligen Tätigkeiten in  Deutschland findet in Vereinen statt. Dass sich nun eine neue Aufmerksamkeit dem Verein als zivilgesellschaftlicher Organisationsform zuwendet, hat auch mit Krisenerscheinungen zu tun. Offenbar erklären sich immer weniger Menschen bereit, eine Verantwortungsrolle im Verein zu übernehmen. Thomas Röbke, Geschäftsführer des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern, beleuchtet in einem aktuellen Beitrag aus historischer und sozialwissenschaftlicher Sicht die Rolle der Vereine in der Bürgergesellschaft. In elf abschließenden Thesen werden zukünftige Entwicklungstrends von Vereinen zur Diskussion gestellt. Der Fachartikel wurde angeregt durch das Programm »Engagement braucht Leadership – Initiativen zur Besetzung und Qualifizierung ehrenamtlicher Vereinsvorstände«, einem Modellprogramm der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern.

Der Beitrag im Wortlaut (PDF)

Im Fokus: Generationen, Engagement und Demokratie

09. Dezember 2011

Dialog der Generationen

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Generationen, Schule und Bildung

Die Debatten um die Folgewirkungen des demographischen Wandels nehmen seit geraumer Zeit breiten Raum in der öffentlichen Diskussion ein. Generationsverbindende Arbeit rückt somit immer stärker ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Ob gemeinschaftliche Wohnformen und Mehrgenerationenhäuser, Patenschaftsmodelle und Mentoring, Kooperationsformen von Senioreneinrichtungen und Kindertagesstätten, schulische Projekte mit Zeitzeugen und anderen externen Partnern, intergenerationelle Lernformen im Bereich Umwelt, Gemeinwesenarbeit, Konflikt- und Friedensforschung: in den zurückliegenden Jahren entstanden vielfältige Ansätze in unterschiedlichen Handlungsfeldern. Das Netzwerk »Dialog der Generationen« bietet im Rahmen einer Datenbank einen aktuellen Überblick über die ganze Bandbreite generationenübergreifender Projekte in Deutschland. Ein dort gelistetes Beispiel ist die »Akademie 6 bis 99«, eine intergenerative Bildungseinrichtung aus dem nordrhein-westfälischen Arnsberg. Durch deren grundsätzliche Zielsetzung, offen für interessierte Menschen jeden Alters, jeder Nationalität und jeden Bildungsniveaus zu sein, leistet die Akademie einen Beitrag zur sozialen Integration und zur Generationensolidarität. Marita Gerwin und Martin Polenz, Leiter der Fachstelle Zukunft Alter der Stadt Arnsberg, stellen in ihrem Gastbeitrag das Projekt vor.

Gerwin, Marita/Polenz, Martin:Wissensvermittlung, die Generationen zusammenführt – Die Akademie 6 bis 99(134 KB)
09. Dezember 2011

Generationengarten Berlin: Beitrag zur gelebten Integration

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Gemeinwesenarbeit/ Quartiersmanagement, Generationen, Umwelt/ Natur/ Energie

Das Miteinander der Generationen findet häufig nur noch innerhalb der Familie statt. Darüber hinaus bieten sich immer weniger Gelegenheiten für alte und junge Menschen, gemeinsam aktiv zu werden. Gärten sind ein idealer Ort, das Band zwischen den Generationen neu zu knüpfen. Der Generationengarten in Berlin-Kreuzberg wird seit dem Jahr 2007 von Senior/innen und Kindern aus dem Kiez gemeinsam bearbeitet. Katrin Bastian, Mitarbeiterin der Berliner Leit- und Beratungsstelle Generationengärten, stellt in ihrem Gastbeitrag deren Konzept und Arbeit vor. Sie ist sich sicher: Generationengärten stiften eine neue Form der Gemeinschaft, bieten Gelegenheiten der gesellschaftlichen Selbstorganisation und wechselseitigen Unterstützung, Förderung und Anerkennung und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zur gelebten Integration und gemeinsamen Gestaltung in der Stadtgesellschaft.

Bastian, Katrin:Generationengarten Berlin-Kreuzberg: Ein Beitrag zur gelebten Integration(153 KB)
09. Dezember 2011

Schweigegang Brühl: Generationen gedenken gemeinsam

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Generationen

Seit den 1990er Jahren erinnern Bürgerinnen und Bürger aus Brühl, einer Stadt mit rund 45.000 Einwohner/innen zwischen Köln und Bonn, alljährlich im November an die Jüdinnen und Juden, die in Brühl den Verbrechen der Nazi-Zeit zum Opfer gefallen sind. Der sog. »Brühler Schweigegang« wird seit Anbeginn neben dem vielfältigen Engagement vieler Bürger/innen der Stadt von einem breiten Bündnis der lokalen Zivilgesellschaft getragen. Reiner Besse, einer der Initiatoren der Gedenkveranstaltung, erläutert in seinem Gastbeitrag, wieso der Brühler Schweigegang ein gelungenes Beispiel für ein nachhaltiges und generationenübergreifendes Gedenken ist und so nicht zuletzt zur Stärkung des demokratischen Gemeinwesen vor Ort beiträgt.

Besse, Reiner:Gemeinsam erinnern – Der Brühler Schweigegang(125 KB)
09. Dezember 2011

Freiwilligendienste aller Generationen: Bilanz

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Generationen

Nach dreijähriger Laufzeit endet am heutigen Freitag das Bundesprogramm »Engagement schlägt Brücken« zu den Freiwilligendiensten aller Generationen. Von 2009 bis 2011 unterstützte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Etablierung der Freiwilligendienste durch die Förderung zahlreicher Einzelprojekte und durch die Akquirierung und Qualifizierung von engagierten Bürgerinnen und Bürgern. In der Zeit konnten rund 7000 Freiwillige unterschiedlichsten Alters sowie kulturellem und sozialem Hintergrund für etwa 1200 Einsatzstellen gewonnen werden.

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09. Dezember 2011

Biografie-Wettbewerb sucht Engagierte

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Generationen, Medien

Unter dem Motto »Was für ein Leben« wird bundesweit dazu aufgerufen, biografische Skizzen beeindruckender und engagierter Mitmenschen für den nichtkommerziellen Biografie-Wettbewerb einzureichen. Unterstützt wird das Projekt u.a. von der Stiftung »Dialog der Generationen«. Der Wettbewerb soll das öffentliche Bewusstsein für die Lebensgeschichten nicht-prominenter Person stärken und deren Bedeutung für die Zeitgeschichte herausstellen. Bis Ende Februar ist es möglich, Beiträge in drei Kategorien – Zeitzeuge, Persönlichkeit und Engagement – einzureichen. Die Lebensgeschichten der Gewinner werden in 30minütigen Dokumentarfilmen umgesetzt.

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Publikationen und Veranstaltungen

09. Dezember 2011

Publikation: Bürgerbeteiligung 3.0

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, Publikationen

Die jüngste Ausgabe der Zeitschrift »politische ökologie« widmet sich dem Thema Bürgerbeteiligung. Sie nimmt dabei die aktuellen, weltweiten Protestbewegungen zum Anlass, sich auf die Suche nach einer neuen Balance zwischen staatlicher Handlungsfähigkeit und demokratischer Mitbestimmung zu machen. Verschiedene Autorinnen und Autoren nehmen in den Blick, welche zivilgesellschaftlichen Akteure den Wandel vorantreiben, was Proteste erfolgreich macht, wie Bürgerbeteiligung in Planungsverfahren bei Großvorhaben gestärkt werden kann oder welche Kommunikationswege politische Partizipation heute braucht. Lässt sich die repräsentative Demokratie mittels verstärkter Einbindung von beteiligungsorientierten Formaten revitalisieren? An welche Grenzen stoßen deliberative und direktdemokratische Formen der Bürgerbeteiligung? Ergänzt wird der Band um aktuelle Projekte, Konzepte und Publikationen zum Thema.

Oekom e.V. – Verein für ökologische Kommunikation (Hg.): Bürgerbeteiligung 3.0. Zwischen Volksbegehren und Occupy-Bewegung. München 2011, 145 S., 16,90 Euro, ISBN 978-3-86581-283-4

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09. Dezember 2011

Publikation: Nachhaltige Gesellschaft

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Nachhaltige Entwicklung, Publikationen

Partizipation und Kooperation gelten als unabdingbar für die Erreichung einer nachhaltigen Entwicklung. Dieses Buch stellt diese Annahme kritisch auf den Prüfstand. Es wird herausgearbeitet, worin im Einzelnen die Leistungen partizipativer und kooperativer Verfahren für die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen liegen (können) und unter welchen Voraussetzungen dies der Fall ist. Dies geschieht anhand der Betrachtung allgemeiner gesellschaftlicher Handlungsbereiche und Fallbeispiele aus ausgewählten Praxisfeldern.

Harald Heinrichs/Katina Kuhn/Jens Newig: Nachhaltige Gesellschaft. Welche Rolle für Partizipation und Kooperation? 2011, 222 S., 39,95 Euro, ISBN 978-3-531-17840-0

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09. Dezember 2011

Veranstaltungshinweise

Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden. Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:

• 06.02.2012 in Saarbrücken: Demokratie als Lebensform – Ein Konzept für die Zukunft
Eine Veranstaltung der Stiftung Demokratie Saarland

• 17.-18.02.2012 in Bonn: Öffentlichkeitsarbeit, PR und Kampagnenplanung für Projekte
Ein Training des Wissenschaftsladens Bonn e.V.

 

In eigener Sache

09. Dezember 2011

In eigener Sache

Heute lesen Sie den letzten eNewsletter Wegweiser Bürgergesellschaft im Jahr 2011. Die Redaktion dankt allen Leserinnen und Lesern ganz herzlich für das aufmerksame Interesse im bald vergangenen Jahr und überdies für manchen wichtigen Hinweis. Die nächste Ausgabe erscheint am 20. Januar 2012. Wir wünschen Ihnen frohe Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.
 
Eva-Maria Antz, Ulrich Rüttgers

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