eNewsletter Nr. 18/2011 (16.09.2011) von wegweiser-buergergesellschaft.de



Meldungen aus der Bürgergesellschaft

16. September 2011

Jugend und Engagement in Zeiten von Web 2.0

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, E-Partizipation

Wie sich die Nutzung elektronischer Medien – insbesondere die Teilnahme am Internet – auf die Bereitschaft zum freiwilligen Engagement Jugendlicher auswirkt, untersuchten Wissenschaftler/innen der Technischen Universität Dortmund und des Deutschen Jugendinstituts in einer gemeinsamen Projektstudie »Jugendliche Aktivitäten im Wandel - Gesellschaftliche Beteiligung und Engagement in Zeiten des Web 2.0«. Dabei konnte die These, dass sich die tendenziell zunehmende Nutzung des Internets negativ auf das traditionelle freiwillige Engagement auswirkt, widerlegt werden: Stark engagierte und wenig bis nicht engagierte Jugendliche ähneln sich sehr in ihrem Online-Nutzerverhalten. Die Forscher/innen kommen zu dem Schluss, dass Bildung ein weitaus bedeutsamerer Einflussfaktor für die Bereitschaft ist, sich ehrenamtlich zu engagieren, als die Intensität der Nutzung elektronischer Medien und des Internets. Allerdings hält der Computer und das World Wide Web als Hilfsmittel der Kommunikation und Information immer stärkeren Einzug in traditionelle Formen des sozialen Engagements. Im Rahmen des Projektes wurden insgesamt 1062 Jugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahren befragt.

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Die Studie im Wortlaut (PDF)

16. September 2011

RLP: Enquete-Kommission zu Bürgerbeteiligung

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft

Der rheinland-pfälzische Landtag hat auf Antrag der Fraktionen von SPD, Bündnis90/Die Grünen und CDU am 15.09.2011 einstimmig die Einsetzung einer Enquete-Kommission »Aktive Bürgerbeteiligung für eine starke Demokratie« beschlossen. Die Kommission soll prüfen, mit welchen Verfahren und unter welchen Rahmenbedingungen die Bevölkerung aktiver an politischen Prozessen beteiligt werden kann. Die Kommission soll aus elf Abgeordneten und elf externen Expert/innen bestehen. Bürgerinnen und Bürger sollen die Arbeit der Kommission mit eigenen Vorschlägen und Ideen unterstützen können; dazu ist u.a. eine eigene Internetseite geplant.

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16. September 2011

Berlin: OpenData-Portal im Netz

Kategorie: Bürgerbeteiligung, E-Partizipation

Die Diskussionen über Open Data und Open Government haben in letzter Zeit an Dynamik gewonnen. Mit den beiden häufig synonym verwendeten Begriffen verbinden sich beteiligungsorientierte Chancen für Politik, Verwaltung und demokratische Öffentlichkeit. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht die Frage, wie Regierungs- und Verwaltungshandeln transparenter und durch die aktive Bereitstellung von Behördendaten die demokratische Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger gestärkt werden kann. Leitmotiv ist der Wandel von der öffentlichen Verwaltung zur offenen Verwaltung. In Deutschland haben sich verschiedene Akteure und Projekte im Themenfeld etabliert, verschiedene Städte im In- und Ausland haben ebenfalls erste Erfahrungen gesammelt. Die Stadt Berlin hat nun als erstes deutsches Bundesland Datensätze aus den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung, Demographie, Geographie und Stadtplanung, Umwelt und Klima, Wahlen und Wirtschaft in digitaler Form zugänglich gemacht. Auf dem OpenData-Portal können sich Bürger/innen darüber informieren und sich auch aktiv in Entscheidungsprozesse einbringen.

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16. September 2011

Dossier: Menschenrechtspolitik nach 9/11

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Menschenrechte

Am 11. September 2001 wurden vier Selbstmordattentate auf zivile und militärische Gebäude in den USA verübt. Mehr als 3.000 Menschen starben. Der demokratische Rechtsstaat war mit der Aggression und der Dimension dieser Terroranschläge in hohem Maße herausgefordert. Zehn Jahre nach den Anschlägen hat das Deutsche Institut für Menschenrechte nun in einem aktuellen Dossier die Sicherheits- und Menschenrechtspolitik nach dem 11. September 2001 analysiert, ausgewählte menschenrechtliche Probleme der Terrorismusbekämpfung aufgegriffen und ihre Relevanz für Deutschland untersucht. Nach Ansicht des Instituts gibt es bei der Terrorismusbekämpfung unverzichtbare, auf den Menschenrechten basierende Grundsätze. Deshalb müsse verhindert werden, dass Gesetze und Verwaltungspraxis die Menschenrechte aushöhlen und unter dem Deckmantel von Geheimhaltung ein paralleles »Schatten-Regierungshandeln« entsteht, das nicht nur zu Menschenrechtsverletzungen führt, sondern auch den Rechtsstaat und damit die Demokratie dauerhaft unterminiert.

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16. September 2011

Aktion Aufschrei

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Frieden/ Konflikte/ Gewalt

Im Rahmen der Kampagne »Aktion Aufschrei« haben sich mehrere Nichtregierungs-Organisationen sowie kirchliche und gesellschaftliche Gruppen und Verbände zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen (u. a. Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, Deutsche Friedensgesellschaft, Misereor), um ein Rüstungsexportverbot für Deutschland zu fordern. Im Laufe des Jahres sind bundesweit Protestaktionen, Mahnwachen, zahlreiche Informations- und Diskussionsveranstaltungen sowie Unterschriftenaktionen geplant. Hintergrund der Kampagne ist die massive Produktion und der weltweite Export deutscher Rüstungsgüter. Laut Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI liegt Deutschland derzeit auf Platz drei der weltweit größten Rüstungsexporteure.

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Im Fokus: Engagement in Aktion

16. September 2011

Kampagnen: Engagement in Aktion

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Bürgerschaftliches Engagement, Kampagnen

Wenn Bürgerinnen und Bürger sich in NGOs und Initiativen zusammenschließen, wollen sie etwas erreichen und bewirken. Dazu sind neben Motivation und Inhalten auch Planung und Organisation notwendig. In der Praxis bürgerschaftlichen Engagements ist es immer wieder nötig, politische Kampagnen, Projekte oder Aktionen zu organisieren. Egal wie »klein« oder »groß« eine Kampagne ist: jede Kampagne braucht Planung. Doch was macht eine gute Kampagne aus? Und wie werde ich als Organisation überhaupt kampagnen –und strategiefähig? Welche Voraussetzungen, Regeln, Stolpersteine, Herausforderungen gilt es zu beachten, um sich kampagnengerecht zu organisieren? Rasmus Grobe, Vorstandsmitglied der Bewegungsakademie, zeigt in seinem Gastbeitrag praxisnah auf, wie eine Kampagne gelingen kann.

Grobe, Rasmus:Kampagnen: Engagement in Aktion(133 KB)
16. September 2011

Kampagne trisektoral: Engagement macht stark

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Kampagnen

Vom 16. bis 25. September veranstaltet das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) in diesem Jahr die Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Seit sieben Jahren ist die Aktionswoche die größte bundesweite Freiwilligenoffensive. »Engagement macht stark!« ist das gemeinsame Motto aller Initiativen, Vereine, Verbände, staatlicher Institutionen und Unternehmen, die sich an der bundesweiten Woche aktiv beteiligen. Ein zentrales Anliegen des Bundesnetzwerks und der Kampagne ist es, eine Kultur der Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements mitzuentwickeln und zu gestalten, um deutlich zu  machen, dass bürgerschaftliches Engagement und die aktive Beteiligung von möglichst vielen Menschen für eine Demokratie wichtig und unverzichtbar ist. Dieter Rehwinkel, Kampagnenleiter des BBE, und Meinhard Motzko, Inhaber des PraxisInstitut Bremen, stellen in ihrem Gastbeitrag die Ziele der Kampagne vor und machen Vorschläge zu ihrer Weiterentwicklung.

Motzko, Meinhard/Rehwinkel, Dieter:Kampagne trisektoral: Die Aktionswoche »Engagement macht stark«(144 KB)
16. September 2011

»Der Wille der Menschen ist mächtig«: Die Coordination gegen BAYER-Gefahren

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Kampagnen

Die ehrenamtlich getragene Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) hat in 33 Jahren ein weltumspannendes konzernkritisches Netzwerk aufgebaut. Die CBG setzt sich in verschiedenen Ländern für eine umweltverträglichere Produktion des BAYER-Konzerns ein. Als international tätige Organisation hat die CBG vielfältige Erfahrungen mit Kampagnen und vernetzender Öffentlichkeitsarbeit. Doch welche Möglichkeiten hat ein basisorientiertes Netzwerk überhaupt in seiner (Kampagnen-)Arbeit gegen einen multinationalen Konzern? Axel Köhler-Schnura, Vorstand der CBG, stellt in seinem Gastbeitrag die Arbeit des Netzwerks vor.

Köhler-Schnura, Axel:»Der Wille der Menschen ist mächtig«: Die Coordination gegen BAYER-Gefahren(155 KB)
16. September 2011

Klima-Kampagnen-Baukasten

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Kampagnen, Umwelt/ Natur/ Energie

Mit dem Klima-Kampagnen-Baukasten haben Wissenschaftler/innen der Technischen Universität Berlin (Zentrum Technik und Gesellschaft) ein Online-Angebot eingerichtet, welches interessierte Nutzer/innen bei der Planung und Entwicklung von Kampagnen in den Themenfeldern »Klimabewusster Konsum«, »Nachhaltige Mobilität« und »Energiesparen im Haushalt« unterstützen soll. Hilfestellung leisten vor allem zwei Werkzeuge – der interaktive Teil und das Hintergrundmaterial: In einem interaktiven Teil werden Nutzer/innen Schritt für Schritt in der Konkretisierung ihres Konzeptes unterstützt. Das Hintergrundmaterial vermittelt aufbereitete, fundierte Informationen über mögliche Strategien, Kampagnenformen und deren Wirksamkeit. Weitere Wissensbausteine vermitteln Basiswissen rund um klimarelevante Fragestellungen verknüpft mit Erläuterungen zur menschlichen Alltagswelt. Gleichzeitig haben die Nutzer/innen die Möglichkeit, sich über andere, erfolgreich verlaufene Kampagnen zu informieren und aus diesen Fremderfahrungen zu lernen. Adressaten des Klima-Kampagnen-Baukastens sind vor allem Umweltverbände, Verbraucherorganisationen und Stadtverwaltungen.

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Publikationen und Veranstaltungen

16. September 2011

Publikation: Fördertöpfe für Vereine

Kategorie: Publikationen, Vereinsarbeit

Die Broschüre Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen mit mehr als 70 neuen Fördermöglichkeiten ist soeben erschienen. Die Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen sind ein praxisorientiertes Nachschlagewerk für alle Gruppen und Initiativen, die nach neuen Finanzierungswegen zur Verwirklichung ihrer Projektideen suchen. Die Broschüre porträtiert mehr als 290 Stiftungen und Förderquellen und bietet umfangreiche Tipps zu Fördermöglichkeiten in den Bereichen Bildung, Jugend, Arbeit, Soziales, Migration, Entwicklungspolitik, Antifaschismus, Integration, Wohnen, Kultur, Frauen, Queer Leben und Umwelt. Die umfassenden Hinweise auf Förder-, Beratungs- und Informationsmöglichkeiten machen die Broschüre zu einem kompetenten Wegweiser durch den Förderdschungel.

Netzwerk Selbsthilfe (Hg.): Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen. 11. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2011, 200 Seiten, 19 Euro

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16. September 2011

Publikation: Handbuch Kommunale Engagementförderung im sozialen Bereich

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Publikationen

Das Handbuch zeigt, wie das bürgerschaftliche Engagement in sozialräumlich ausgerichteten Handlungsfeldern und für bestimmte Zielgruppen gefördert werden kann, und erläutert die notwendigen Rahmenbedingungen. Stichwörter in dem Zusammenhang sind: kommunale Leitbilder, bürgerorientierte Verwaltung, Bürgermitwirkung und engagementfördernde Infrastrukturen, Anerkennungskultur und Qualifizierungsangebote, Corporate Citizenship sowie (digitale) Netzwerke und Kooperationen. Das Handbuch bietet fundierte und praxisnahe Orientierungshilfen für eine gelingende Engagementförderung vor Ort.

Ansgar Klein/Petra Fuchs/Alexander Flohé: Handbuch kommunale Engagementförderung im sozialen Bereich. 2011, 376 S., 25,90 Euro, ISBN 978-3-7841-2025-6

Information und Bestellung online

16. September 2011

Veranstaltungshinweise

Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden. Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:

24.10.2011 in Berlin: Bildung, Schule und Bürgerschaftliches Engagement
Eine Veranstaltung der Akademie für Ehrenamtlichkeit

• 26.- 27.10.2011 in Oberschleißheim bei München: »Engagement und Erwerbsarbeit in Europa« - Organisations- und gesellschaftspolitische Herausforderungen und Modelle - Europäische Fachkonferenz
Eine Tagung des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V.

 

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