eNewsletter Nr. 1/2011 (21.01.2011) von wegweiser-buergergesellschaft.de



Meldungen aus der Bürgergesellschaft

21. Januar 2011

EU-Kommission zeichnet Bürgerprojekte aus

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Europa

Im Dezember 2010 hat die EU-Kommission in Brüssel acht Projekte aus verschiedenen Ländern Europas mit dem »Goldenen Stern der aktiven europäischen Bürgerschaft« ausgezeichnet. Aus Deutschland wurde die Initiative »Zug der Erinnerung« gewürdigt, eine erfolgreiche mobile Ausstellung zum Gedenken an Kinder und Jugendliche aus vielen europäischen Ländern, die während des Zweiten Weltkriegs in Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden. Ebenfalls geehrt wurde ein italienisches Projekt, das sich mit Partnerorganisationen in Slowenien, Polen, Deutschland und Griechenland für die Rechte von Einwander/innen in der EU engagiert. Die Auszeichnung ist eine offizielle Anerkennung für Projekte, die vom Programm »Europa für Bürgerinnen und Bürger« (EFBB) unterstützt werden. Ziel dieses EU-Programms ist es, das bürgerschaftliche Engagement in und für Europa zu stärken und Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, die europäische Integration aktiv mitzugestalten und eine europäische Zivilgesellschaft zu etablieren. Die EU stellt für das Programm (Laufzeit 2007–2013) insgesamt 215 Mio. Euro zur Verfügung.

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21. Januar 2011

EU-Abgeordnete gründen »Financewatch«

Kategorie: Demokratie und Bürgergesellschaft, Europa

Abgeordnete des Europäischen Parlaments haben im Januar 2011 in Brüssel fraktionsübergreifend eine neue unabhängige Organisation zur Beobachtung und Kontrolle der Finanzmärkte gegründet. Ziel der Nichtregierungsorganisation ist es, ein unabhängiges Gegengewicht zur Dominanz der Finanzlobby auf EU-Ebene zu schaffen. Unterstützt wird die Initiative neben den Abgeordneten auch durch verschiedene Organisationen der Zivilgesellschaft, europäische Verbraucherschutzorganisationen, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände.

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21. Januar 2011

BAGSO: Online-Forum zum Altenbericht

Kategorie: Leben im Alter

Die BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) hat den sechsten Altenbericht des Bundesfamilienministeriums ausgewertet und die zentralen Thesen herausgearbeitet. Die wichtigsten Aussagen wurden kapitelweise zusammengefasst, wobei abgeleitete konkrete Empfehlungen im Vordergrund standen. Das Ergebnis wird jetzt in einem gesonderten Online-Auftritt präsentiert. Interessierte können sich einen genauen Überblick über die einzelnen Themenbereiche verschaffen und sich zusätzlich aktiv in die Debatte einschalten, indem sie die Inhalte kommentieren. Die BAGSO wird die eingestellten Beiträge im Frühjahr 2011 auswerten und die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorstellen.

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21. Januar 2011

Baukasten zur Klimakampagne

Kategorie: Kampagnen, Nachhaltige Entwicklung, Organisation/ Kommunikation/ Qualifikation, Umwelt/ Natur/ Energie

Wissenschaftler des Zentrums Technik und Gesellschaft an der Technischen Universität Berlin haben ein ungewöhnliches Projekt ins Leben gerufen, das Anregungen für eine erfolgreiche Gestaltung einer Kampagne zum Thema Klima bündelt. Die Online-Unterstützung umfasst einen interaktiven und einen beratenden Teil. Auf der Website können Interessierte ihr eigenes Konzept schrittweise ausarbeiten und sich zusätzlich über erprobte Methoden bei bereits erfolgreich verlaufenen Kampagnen informieren.

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21. Januar 2011

Migrationsbericht 2009

Kategorie: Inter- und multikulturelle Angelegenheiten

Deutschland ist im europäischen Vergleich weiterhin ein Hauptzielland von Migration. Hauptherkunftsland der Zuwanderer war wie schon im Vorjahr Polen. Zu diesem Ergebnis kommt der Mitte Januar 2011 durch die Bundesregierung veröffentlichte und durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erstellte Migrationsbericht für das Jahr 2009. Der Bericht soll durch die Bereitstellung möglichst aktueller, umfassender und ausreichend detaillierter statistischer Daten über Migration Grundlagen für die Entscheidungsfindung von Politik und Verwaltung im Bereich der Migrationspolitik zur Verfügung stellen. Der Migrationsbericht zeichnet ein differenziertes Bild der Zu- und Abwanderung und gibt eine detaillierte Darstellung der Zuwanderung von Fach- und qualifizierten Arbeitskräften.

Der Migrationsbericht im Wortlaut (PDF)

Im Fokus: Mentoren- und Patenschaftsprojekte

21. Januar 2011

Patenschafts- und Mentoringprojekte: Was leisten sie für die Bürgergesellschaft?

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Demokratie und Bürgergesellschaft

Das Thema Patenschaften und Mentoring spielt im Spektrum der Bürgergesellschaft und der Freiwilligenprojekte bundesweit eine zunehmend wichtige Rolle. So hat in letzter Zeit nicht nur die Anzahl der Patenschafts- und Mentoring-Projekte erheblich zugenommen, auch die Vielfalt ihrer Angebote hat sich breit aufgefächert. In den letzen Jahren sind insbesondere Kinder und Jugendliche – vielfach mit Migrationshintergrund – in den Fokus solcher Programme genommen worden. Ob kleine regionale Initiative oder großer Wohlfahrtsverband, in der Regel sind die Träger von Patenschafts- und Mentoringprojekten soziale, gemeinnützige Organisationen. Auch Freiwilligenagenturen werden von immer mehr Patenschaftsprojekten als Vermittler für Freiwillige nachgefragt oder bieten teilweise eigene Patenschaftsprojekte an. Andrea Brandt, Leiterin der Freiwilligenagentur Kreuzberg-Friedrichshain, stellt in ihrem Gastbeitrag die wichtigsten Merkmale, Rahmenbedingungen und Herausforderungen von Patenschafts- und Mentoring-Projekten vor und erläutert, wieso damit sowohl vorteilhafte Effekte auf gesellschaftlicher Ebene als auch persönlich erfolgversprechende Motive für die Zielgruppen und die Engagierten verbunden sind.

Brandt, Andrea:Patenschafts- und Mentoringprojekte: Was leisten sie für die Bürgergesellschaft?(156 KB)
21. Januar 2011

Mentoring zwischen ehrenamtlichem Engagement und professioneller Sozialer Arbeit

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Soziales/ Soziale Problemlagen

Der Begriff »Mentoring« ist auf die griechische Mythologie zurück zu führen. Heute wird unter dem Begriff eine Fülle unterschiedlicher Praktiken subsumiert; im Mittelpunkt steht in der Regel eine persönliche Beziehung zwischen Mentor und Mentee, die durch Asymmetrie und Erfahrungsvorsprung des Mentors gekennzeichnet ist. Mittlerweile lässt sich die Entwicklung und Einführung von Mentoring-Programmen in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen beobachten. Die Vielfalt der Mentoringprogramme bietet zumeist ehrenamtliche Partizipationsmöglichkeiten für Interessierte aus den verschiedensten Berufs- und Statusgruppen mit den unterschiedlichsten Lebenserfahrungen, Lebenslagen und Biografien. Als Empowerment-Strategie wird mit Mentoring eine re-personalisierte Beziehung ins Zentrum gestellt, mit welcher der vielfach festgestellten sozialen Ungleichheit auf verschiedenen Ebenen begegnet werden kann. Mentoring im sozialen Bereich steht in engem Bezug zu den Grundfragen der Sozialen Arbeit nach Chancengleichheit, größerer sozialer Gerechtigkeit und Ambitionen zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund thematisieren Jule-Marie Lorenzen, wissenschaftliche Mitarbeiterin, und Dr. Darius Zifonun, Professor für Soziologie an der Alice Salomon Hochschule Berlin, in ihrem Gastbeitrag die Schnittmengen und das nicht spannungsfreie Verhältnis von Mentoring, Freiwilligenarbeit und professioneller Sozialer Arbeit.

Zifonun, Darius/Lorenzen, Jule-Marie:Mentoring zwischen ehrenamtlichem Engagement und professioneller Sozialer Arbeit(154 KB)
21. Januar 2011

Erfolg durch Vielfalt: Ein Modellprojekt zur transkulturellen Gesellschaft

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement, Geschlechter/Gender, Inter- und multikulturelle Angelegenheiten

»NetWork.21 – Leben und Arbeiten in der transkulturellen Gesellschaft« ist ein Modellprojekt der Thomas-Morus-Akademie, dass von September 2006 bis Februar 2010 durchgeführt wurde. Kernstück des Projekts ist ein Mentoringprogramm im Übergang vom Studium in den Beruf bzw. in der Berufseinstiegsphase. Gefördert wurden junge Frauen und Männer mit und ohne Migrationshintergrund. Im Verständnis von NetWork.21 ist Mentoring zwar ein individuelles Förderinstrument, entfaltet in seiner Seismographenfunktion aber nicht nur ein förderpolitisches, sondern gleichzeitig auch ein unternehmens- und gesellschaftspolitisches Tableau. Von Beginn des Projekts an war es eine Option, das Projekt und die einzelnen Projektelemente nicht für die Zielgruppe, sondern gemeinsam mit diesen zu entwickeln. Damit ist im Laufe der Projektzeit ein Think-Tank entstanden, der weit über die hauptamtlichen Akteure hinausreicht. Barbara Baumann und Filiz Elüstü, Projektleiterinnen bei der Thomas-Morus-Akademie, stellen in ihrem Gastbeitrag das Modell vor und zeigen auf, wie sich das Projekt auch zu einem Ort des zivilgesellschaftlichen Engagements entwickelt hat.

Elüstü, Filiz/Baumann, Barbara:Erfolg durch Vielfalt: Ein Modellprojekt zur transkulturellen Gesellschaft(156 KB)
21. Januar 2011

Patenschaften und Mentoring in Hamburg

Kategorie: Bürgerschaftliches Engagement

In Hamburg haben sich in den letzten Jahren viele ehrenamtliche Mentoren- und Patenprojekte etabliert. Mehr als 40 Projekte mit ca. 2.000 Mentorinnen und Mentoren bieten für Kinder und Jugendliche Unterstützung in der persönlichen und schulischen Entwicklung, bieten individuelle Begleitung an den Übergängen des Bildungssystems und berufliche Orientierung. Die Projekte werden von unterschiedlichen Organisationen getragen, darunter freie Träger, Initiativen und private Stiftungen. Der Hamburger Arbeitskreis Mentor.Ring gibt in einem Faktenblatt einen Überblick über Paten- und Mentoringprojekte in Hamburg.

Arbeitskreis Mentor.Ring: Patenschaften und Mentoring in Hamburg (PDF)

Publikationen und Veranstaltungen

21. Januar 2011

Publikation: Erfolgreich beteiligt?

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie und Bürgergesellschaft, E-Partizipation, Publikationen

Neue Formen der Bürgerbeteiligung gewinnen angesichts veränderter politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen immer mehr an Bedeutung. Doch welche Wirkung und welcher Nutzen lassen sich für Beteiligungsverfahren nachweisen? Welche Faktoren spielen für erfolgreiche Beteiligung und die Erreichung bestimmter Beteiligungsziele eine wichtige Rolle? Die vorliegende Studie basiert auf einer Analyse von zwölf als erfolgreich geltenden Fallbeispielen aus den Bereichen Bürgerhaushalte, Planungsvorhaben, Gesetzeskonsultationen und Leitbildentwicklung. Anhand eines eigens für diese Untersuchung entwickelten Evaluationsrasters wird aufgezeigt, inwieweit es in diesen zwölf Fällen gelungen ist, die mit Beteiligung üblicherweise verbundenen Ziele zu erreichen, und welche Bedingungen und Vorgehensweisen hierfür entscheidend waren.

Herbert Kubicek, Barbara Lippa, Alexander Koop: Erfolgreich beteiligt? Nutzen und Erfolgsfaktoren internetgestützter Bürgerbeteiligung. Eine empirische Analyse von 12 Fallbeispielen. 2010, 128 Seiten, 23,00 Euro, mit CD-ROM, ISBN 978-3-86793-304-9

Information und Bestellung online

21. Januar 2011

Publikation: Wirtschaft für das Gemeinwesen

Kategorie: Gemeinwesenarbeit/ Quartiersmanagement, Ökonomie/ Arbeit/ Beruf, Publikationen, Unternehmen und Engagement

Die Fachkonferenz »Wirtschaft für das Gemeinwesen gewinnen. Neue Entwicklungspartnerschaften für die Soziale Stadt« hatte sich zum Ziel gesetzt, die in den Gebieten der Sozialen Stadt häufig bestehenden »Berührungsängste« zwischen Zivilgesellschaft und Wirtschaft zu überwinden. Neue Kooperationen zwischen wirtschaftlich orientierten Bündnissen und sozial orientierten Netzwerken der Quartiersentwicklung wurden in Vorträgen und Praxisbeispielen dargestellt. Die Beiträge der Fachtagung liegen nun als Broschüre vor.

Informationen und Download

 

21. Januar 2011

Veranstaltungshinweise

Zahlreiche Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Wegweisers Bürgergesellschaft zu finden. Besonders hinweisen möchten wir dieses Mal auf:

• 03.-04.03.2011 in Berlin: Alternative Finanzierungs- und Beschaffungsformen für Kommunen
Eine Veranstaltung des Deutschen Instituts für Urbanistik

• 11.-12.03.2011 in Freyburg/Sachsen-Anhalt: Werkzeugkasten für Ehrenamt und Kommunalpolitik: Freie Rede und Präsentation
Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung 

In eigener Sache

21. Januar 2011

»Im Fokus«: Neues Archiv der Gastbeiträge online

Die Zukunft der Bürgerbeteiligung, Lobbyismus und Demokratie, Stand und Chancen der E-Partizipation: das sind nur einige der Themen, mit denen sich Autorinnen und Autoren im Rahmen des eNewsletters des Wegweisers Bürgergesellschaft in den letzten Jahren auseinander gesetzt haben. In der Rubrik »Im Fokus« werden Themen und Fragestellungen der Zivilgesellschaft auch einmal aus ungewohnter Perspektive angegangen, hier finden sich neue Denkanstöße zu gesellschaftlichen Debatten. Im Rahmen der Rubrik werfen Autorinnen und Autoren unabhängig von tagesaktuellen Zwängen einen spannenden Blick auf die demokratie- und beteiligungspolitische Verfassung der Republik. Ab sofort können Gastbeiträge aus den Schwerpunktthemen in einem eigenen Archiv recherchiert werden. Eine Suchfunktion ermöglicht das Aufrufen von Beiträgen über den Namen einer Autorin oder eines Autoren oder über eine inhaltliche Kategorie. Erfasst sind im Archiv alle Gastbeiträge seit 2008.

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