Tipps für Engagierte

Sie wollen sich engagieren? Sie wollen gerne in Ihrer Freizeit etwas Sinnvolles tun? Sie suchen ein Engagement, das zu Ihnen passt und Ihnen auch Spaß und Freude macht? Sie wissen nicht, wie Sie starten können oder was auf Sie zu kommt?

Wir geben Ihnen hier praktische Tipps und Hinweise zu Engagementformen, Stellen, die weiter informieren oder vermitteln, Versicherungsschutz, Aufwandsentschädigungen und Anerkennungsregelungen.

Wieviel Zeit können und wollen Sie investieren?

Es gibt sehr unterschiedliche Formen des freiwilligen, ehrenamtlichen Engagements, die einen unterschiedlichen Zeitaufwand umfassen:

  • ein kurzfristiges Engagement in einem zeitlich begrenzten Projekt, in einer zeitlich begrenzten Kampagne
  • ein längerfristiges Engagement in einem »Ehrenamt«, z.B. als Vorstandsmitglied, als Beauftragte für ein Aufgabenfeld, als Kassenwart, als PC-Experte
  • in einer kontinuierlichen Mitarbeit in einer Gruppe, einem Verein, einer Organsiation
  • in einem »Freiwilligendienst« für einige Monate oder für ein ganzes Jahr
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Welches Engagement ist das Passende für Sie? Testen Sie den »Engagement-o-Mat« aus der Freiwilligendatenbank der Aktion Mensch.

Wo können Sie sich engagieren?

Freiwilliges Engagement ist in ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen und Themen möglich: als soziales oder als politisches Engagement, im Umweltschutz oder in der Kultur, lokal vor Ort in einem Verein oder überregional in einer Initiative oder einer größeren Organisation. Doch wie kommen Sie nun konkret an eine Gruppe, einen Verein, ein Projekt?

Entscheidend sind die Kontakte dort wo Sie leben, bzw. wo Sie sich engagieren wollen. Wir können hier nicht alle Adressen von Gruppen und Vereinen aufführen. Wir zeigen Ihnen aber Wege, wie Sie weiterkommen.

Recherchieren Sie dort weiter, rufen Sie an, fragen Sie nach Mitarbeiter/innen, die Ihnen weiterhelfen können:

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In vielen Orten gibt es Anlaufstellen, bei denen Sie ganz konkrete Informationen über Engagementmöglchkeiten bekommen können. Zum Beispiel:

  • Freiwilligenagenturen vermitteln Adressen und haben einen Überblick, wer wo wofür gerade gebraucht oder gesucht wird.
  • Seniorenbüros informieren und beraten gerade Ältere, die sich nach der Berufs- oder Familienphase engagieren möchten.

Vielleicht haben Sie eine Idee und wollen selber eine Gruppe oder ein Projekt initiieren. Dabei entstehen viele Fragen: Was wollen Sie erreichen oder verändern? Wie können Sie das anpacken? Wen wollen Sie erreichen? Mit wem können Sie sich zusammentun? Wie macht man Öffentlichkeitsarbeit und kommt an Geld? Damit aus einer Idee erfolgreiches gemeinsames Handeln entsteht, ist so etwas wie »Projektmanagement« hilfreich.

Recherche im Internet

Im Internet gibt es eine Reihe von Datenbanken, mit denen konkrete Engagementmöglichkeiten oder Kontakte zu gemeinnützigen Vereinen und Organisationen angeboten werden. Viele lokale Freiwilligenagenturen bieten solche Datenbanken an, Sie können dort - oder in der bundesweiten Engagementdatenbank von »Aktion Mensch« - nach Stichwort und/oder nach Postleitzahl suchen.

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Engagementdatenbank der »Aktion Mensch«

Eine bundesweite Suche nach Organisationen und Tätigkeiten

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In fast allen Bundesländern gibt es eigene Internetportale zum Thema Engagement. Hier finden Sie Informationen aus Ihrem Bundesland, manchmal auch eine Datenbank mit Vereinen und Gruppen oder andere aktuelle Informationen.

Wie sind Sie dann versichert?

Die Sorge vor Haftpflichtschäden und Unfällen im Ehrenamt ist oft groß und schreckt manche davon ab, sich freiwillig zu engagieren. Viele Versicherungsarten  haben mittlerweile aber Möglichkeiten geschaffen, Schadensfälle im Engagement zu regeln. Häufig tritt dafür die Vereinsversicherung ein.

Fast alle Bundesländer haben Sammelverträge mit Versicherungsunternehmen abgeschlossen, um auch solchen Freiwilligen, die nicht in juristisch anerkannten Vereinen und Organisationen tätig sind, einen Versicherungsschutz zu bieten.

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Detailiierte Informationen zu einzelnen Versicherungsfragen hat die Initiative »für mich, für uns, für alle« in der Broschüre Sicher engagiert - Versicherungsschutz im Ehrenamt (PDF) zusammengestellt.

Welche gesetzlichen Regelungen zur Unterstützung von Engagement gibt es?

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  • Für manche ehrenamtlichen Aktivitäten können Sie in einigen Bundesländern Sonderurlaub beantragen. Dies gilt vor allem für die Begleitung von Freizeit im Jugend- und Kinderbereich. Die Regelungen zur Freistellung sind in den Bundesländern unterschiedlich geregelt.
  • Falls Sie für ein Engagement eine Aufwandsentschädigung erhalten (z.B. Übungsleiterpauschalen für ehrenamtliches Engagement im Sport), kann diese eventuell steuerlich geltend gemacht werden. Geregelt ist dies im Gemeinnützigkeitsrecht. (siehe Fragen & Antworten in der Praxishilfe »Arbeit im Verein«)

Welche Vergünstigungen und Nachweise für das geleistete Engagement gibt es?

In einigen Kommunen und in einigen Bundesländern können Freiwillige eine Ehrenamts-Card bekommen. Mit dieser Card erhalten sie Vergünstigungen beim Besuch von öffentlichen und privaten Einrichtungen und Veranstaltungen. Die Ehrenamts-Card ist eine Form der Anerkennung und des Dankes für diejeningen, die sich regelmäßig und mit einem gewissen Zeitaufwand freiwillig engagieren.

Organisationen und Verbände stellen manchmal auf Wunsch der Freiwilligen einen qualifizierten Nachweis aus, der differenzierte Aussagen zu Art, Dauer und Umfang ihres Engagements enthält.

In einigen Bundesländern ist die Bescheinigung ehrenamtlichen Engagements in Schulzeugnissen bzw. in einem »Beiblatt zum Schulzeugnis« möglich.

Manche Länder haben auch einen landesweit anerkannten Nachweis »Kompetenznachweis« geschaffen, den berechtigte Organisationen ausstellen können.

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  • Suchen Sie in Ihrem Bundesland oder fragen Sie in Ihrer Kommune, ob solche Ehrenamts-Cards und Nachweise existieren.
  • Organisationen und Verbände stellen manchmal auf Wunsch der Freiwilligen einen qualifizierten Nachweis aus, der differenzierte Aussagen zu Art, Dauer und Umfang ihres Engagements enthält.
  • In einigen Bundesländern ist die Bescheinigung ehrenamtlichen Engagements in Schulzeugnissen bzw. in einem »Beiblatt zum Schulzeugnis« möglich. Manche Länder haben auch einen landesweit anerkannten Nachweis »Kompetenznachweis« geschaffen, den  berechtigte Organisationen ausstellen können.
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Engagierte in der Jugendarbeit können eine bundesweit einheitliche Jugendleitercard, die JuLeiCa, bekommen. Die Juleica regelt die Rechte und  Vergünstigungen für Jugendleiterinnen und Jugendleiter.