Hinweise zu Freiwilligendiensten

Seite 4: Allgemeine Regelungen und Förderbedingungen

Die Freiwilligendienste verändern sich in den letzten Jahren immer wieder. Politische Entwicklungen wie beispielsweise die Auflösung des Zivildienstes, sich verändernde gesetzliche Regelungen, Programmänderungen machen die Vielfalt der Freiwilligendienste teilweise schwer durchschaubar.

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An der Absicherung wie auch der Weiterentwicklung von Freiwilligendiensten arbeitet im Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement BBE eine eigene Arbeitsgruppe Freiwilligendienste.

Zeitliche Regelungen

Die Dauer des Jugendfreiwilligendienstes im Inland wird in der Regel für die Dauer von 12 Monaten geleistet. Die Mindestdauer beträgt 6 Monate. Der Dienst kann bis zu Gesamtdauer von 18 Monaten und in Ausnahmefällen im Rahmen eines besonderen pädagogischen Konzepts von 24 Monate verlängert werden. Ein Freiwilligendienst kann auch in mehreren mindestens 3-monatigen Abschnitten geleistet werden.

Es besteht auch die Möglichkeit einen kombinierten 18-monatigen Jugendfreiwilligendienst im Inland und Ausland zu leisten. Die Einsatzabschnitte müssen hier mindestens 3 Monate dauern. Dabei darf der Auslandsdienst 12 Monate nicht überschreiten. Auch hier wird in Ausnahmefällen eine Verlängerung auf 24 Monate vorgesehen. Die Dauer der Jugendfreiwilligendiensten, die ausschließlich im Ausland geleistet werden, beträgt mindestens 5 Wochen und höchstens 12 Monate.

Träger und Einsatzstellen

Es gibt unterschiedliche Träger für einen Freiwilligendienst. Sie sind verantwortlich für die rechtmäßige Durchführung des Freiwilligendienstes und müssen insbesondere die pädagogische Begleitung sicherstellen.
Jeder Träger wählt geeignete Einsatzstellen aus. Der Träger führt auch das Bewerbungsverfahren durch.

Einsatzstellen müssen also immer eine Trägerorganisation haben oder finden, um einen Freiwilligendienst anzubieten.

Die Aufgabe des Trägers besteht im Grunde darin, zwischen den Beweggründen und Interessen der Freiwilligen und den Interessen und Anforderungen der Einsatzstellen zu vermitteln. Um das sicher zu stellen, werden Vereinbarungen zwischen dem Träger, der Einsatzstelle und den Freiwilligen geschlossen.

Um die pädagogische Begleitung sicherzustellen, muss der Träger eine zentrale Stelle mit ausgebildetem pädagogischem oder sozialpädagogischem Personal einrichten. Er ist gehalten, wenigstens eine pädagogische Vollzeitkraft pro 40 Teilnehmer zur Verfügung zu haben. vorzuhalten. Die zentralen Stellen müssen die individuelle Betreuung der Freiwilligen übernehmen und sich um die Organisation und Durchführung der Seminare kümmern.

Träger eines FSJ werden von der jeweils zuständigen Landesbehörde des Bundeslandes zugelassen, in dessen Gebiet Einsatzstellen eingerichtet sind. Will ein Träger in mehreren Bundesländern Einsatzstellen einrichten, muss er sich um Zulassung in allen betroffenen Bundesländern bemühen.

In der Regel werden als Träger juristischen Personen zugelassen, die geeignete Einsatzplätze in gemeinwohlorientierten Einrichtungen betreuen. Die Zulassungsbehörde überprüft, ob der Träger die Gewähr für die rechtmäßige Durchführung des Freiwilligendienstes bietet.

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Einige Internetportale mit Informationen für Träger und Einsatzstellen: