Engagement im Alter

Ältere Menschen engagieren sich vielfältig. Sie nutzen neue zeitliche Freiräume in der Nachfamilien- oder der Nachwerbsphase, um sich in Einrichtungen, Projekten, Vereinen oder Initiativen zu engagieren. Sie setzen sich mit ihren Talenten und Lebens- und Berufserfahrungen für sich, für andere, für das Gemeinwohl ein.  
Das Engagement für andere entspricht oftmals dem Wunsch, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten, und schafft gleichzeitig soziale Kontakte und das Gefühl, gebraucht zu werden.

Die Gruppe der älteren Menschen ist heterogen und vielfältig: dazu gehören die »jungen Alten«, die rüstigen Rentnerinnen und Rentner, die »Silver Ager« mit guter Bildung und materieller Unabhängigkeit wie auch die Hochbetagten.

Verschiedene Untersuchungen wie der Freiwilligensurvey und die Generali Alterstudie zeigen: gerade in dieser Bevölkerungsgruppe ist das freiwillige Engagement in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen.

Symbol: »Tipp« (eine stilisierte Glühbirne)

In der Generali-Altersstudie heißt es bei den Ergebnissen:

»Gesellschaftlich sehen sich die 65- bis 85-Jährigen in der Mitverantwortung, was sich in einem überdurchschnittlich hohen Maß an bürgerschaftlichem Engagement widerspiegelt. 45 Prozent der 65- bis 85-Jährigen engagieren sich derzeit in einem von elf gesellschaftlichen Bereichen. Fast jeder Vierte hat mit seinem Engagement erst nach Renteneintritt begonnen. Den größten Einfluss auf die Frage, ob man sich engagiert, haben Bildung und Gesundheit.«

Der enge Zusammenhang von Bildung, Gesundheit und materieller Absicherung führt allerdings zu der offenen Frage, was Engagementförderung für diejenigen, die bildungsunerfahren sind, keine Berufserfahrung mitbringen oder im Alter materiell an ihren Grenzen leben, bedeuten kann.

Bürgerschaftliches Engagement Älterer ist in allen gesellschaftlichen Bereichen zu finden: von Sport und Gesundheit über Kultur und Bildung bis hin zu Kirche und zu Politik. Nachbarschaftshilfe, das Engagement für Formen des gemeinschaftlichen Wohnens, Mentorenprojekte von Älteren mit Kindern oder Jugendlichen oder generationsübergreifende soziale oder kulturelle Projekte sind nur wenige Beispiele einer vielfältigen Engagementlandschaft.

Der Bereich der Unterstützung und Pflege von Älteren, von Besuchsdiensten über Entlastungsprojekte für pflegende Angehörige von Demenzerkrankten, stehen für den wachsenden Bereich von Engagement sowohl für als auch mit älteren Menschen.

BAGSO

Seniorenorganisationen

In der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen haben sich rund 100 bundesweit tätige Organisationen und Initiativen aus den unterschiedlichsten Themenbereichen zusammengeschlossen. Sie vertreten die Interessen Älterer gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wichtige Themen sind ein selbstbestimmtes Leben im Alter, die gesellschaftliche Teilhabe und Partizipation älterer Menschen sowie ein solidarisches Miteinander der Generationen.

Symbol: »Externer Link« (Pfeil, der aus einem Quadrat herauszeigt)

Im Informations- und Ideenpool senioren-initiativen sind in der Datenbank mehr als 1000 Initiativen, Gruppen und Eirnichtungen, in denen sich ältere Menschen engagieren, zusammengestellt.

Seniorenvertretungen

Ein weiterer wichtiger Engagementbereich ist die Mitarbeit in Seniorenvertretungen oder Seniorenbeiräten. Seniorenbeiräte verstehen sich als Interessenvertreter älterer Menschen gegenüber Politik und Verwaltung auf kommunaler Ebene. Sie geben der Politik wichtige, aktuelle Impulse zur Verbesserung der Lebensqualität und führen häufig eigene Projekte durch. In den Bundesländern sind sie als Landesseniorenvertretungen (LSV) vernetzt. 

Vor Ort unterstützen die kommunalen oder regionalen Seniorenräte die Anliegen älterer Menschen und bieten ein Forum für Seniorentreffs und -clubs, Vereine, kirchliche und gemeinnützige Gruppen. Die Seniorenräte und -vertretungen sind in der Regel auf Landesebene in den Landesseniorenvertretungen zusammengeschlossen.

Seniorenbüros

Seniorenbüros sind lokale Anlaufstellen, die zu Engagement im Alter informieren, beraten und konkrete Engagementmöglichkeiten vermitteln. Sie sind ein Angebot für Menschen, die nach der Berufsphase etwas für sich und andere tun möchten. Auch für vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausgeschiedene bzw. arbeitslose »Jungsenioren« können Seniorenbüros wichtige Treffpunkte und Aufgaben bieten, von Besucherdiensten, Initiativen zur Weitergabe von Lebenserfahrungen und Erfahrungswissen bis zu allen Bereichen bürgerschaftlichen Engagements

Sie sind ein Angebot für alle Menschen, die nach der Berufsphase etwas für sich und andere tun möchten. Auch für vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausgeschiedene bzw. arbeitslose »Jungsenioren« können Seniorenbüros wichtige Treffpunkte und Aufgaben bieten, von Besucherdiensten, Initiativen zur Weitergabe von Lebenserfahrungen und Erfahrungswissen bis zu allen Bereichen bürgerschaftlichen Engagements.

Sie sind ein Angebot für alle Menschen, die nach der Berufsphase etwas für sich und andere tun möchten. Auch für vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausgeschiedene bzw. arbeitslose »Jungsenioren« können Seniorenbüros wichtige Treffpunkte und Aufgaben bieten, von Besucherdiensten, Initiativen zur Weitergabe von Lebenserfahrungen und Erfahrungswissen bis zu allen Bereichen bürgerschaftlichen Engagements.

Videoclips zu Ehrenamt im Alter

Eine besondere Werbung für Engagement im Alter ist 2012 in Leipzig entstanden. Mit drei kurzen Videoclips wird auf heitere Art und Weise Werbung für Ehrenamt gemacht. Die Clips wurden gemeinsam - und ehrenamtlich - von der Stiftung Bürger für Leipzig und Mitgliedern des Medienclubs Leipziger Löwen der Uni Leipzig ausgedacht und umgesetzt. Die Stiftung hat zur Realisierung des Projektes den Förderpreis der Herbert Quandt-Stiftung und der Initiative Bürgerstiftungen im Ideenwettbewerb »Brücken bauen zwischen Generationen« genutzt. 

Zu den Videoclips auf der Website des Medienclubs Leipziger Löwen