Studien zu Strukturen

Studien zu Strukturen des Engagements

Zivilgesellschaft in Zahlen

In der 2013 veröffentlichten Studie »ZiviZ-Survey – Zivilgesellschaft verstehen« wird das Engagement des gesamten Dritten Sektors in Deutschland statistisch erfasst. Das Engagement in informellen Netzwerken, öffentlichen Einrichtungen der Kommunen oder Unternehmen wird jedoch – anders als im Freiwilligensurvey – nicht erfasst. Laut Studie gibt es im Jahr 2012 rund 17,5 Millionen Engagements in mehr als 600.000 Organisationen. Während Vereine weiterhin 97 Prozent der Organisationen ausmachen, nimmt die Bedeutung der Organisationsformen Stiftung und gemeinnützige GmbH zu. Ein Forschungsschwerpunkt des Projekts »Zivilgesellschaft in Zahlen« (ZiviZ) ist ferner das Verhältnis von bürgerschaftlichem Engagement und bezahlter Arbeit im Dritten Sektor.

Die Sonderauswertung »Finanzierungsstudie 2015« arbeitet die wichtig Differenzierungen zur Finanzierung des Dritten Sektors heraus. Dabei zeigt sich vor allem, dass die Ressourcengenerierung von verschiedenen Faktoren wie Organisationsgröße, Rechtsform, Professionalisierungsgrad und auch den Tätigkeitsfeldern, in denen sie aktiv sind, abhängt.

Mitte 2017 ist der ZiviZ-Survey 2017 unter dem Titel »Vielfalt verstehen. Zusammenhalt stärken.« erschienen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es in Deutschland so viele gemeinnützige Organisationen wie nie zuvor gibt. Getragen werden diese insbesondere durch bürgerschaftliches Engagement: 72 Prozent der gemeinnützigen Organisationen arbeiten auf rein ehrenamtlicher Basis. Zudem wird die Zivilgesellschaft nach Angaben der Studie immer politischer. Während ältere Organisationen sich größtenteils als Gemeinschaft Gleichgesinnter verstehen, steigt in den jüngeren Organisationen der Anteil derer, die sich auch als Akteur/innen politischer Willensbildung oder als Interessensvertreter verorten. Aktuell liegt ein Kurzbericht vor, ein umfassender Ergebnisband ist für 2018 geplant.

WZB-Briefe Zivilengagement

issenschaftszentrum Berlin für Sozialforschun

issenschaftszentrum Berlin für Sozialforschun

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)Das

Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) veröffentlicht mit dem WZBrief Zivilengagement interessante Einzelstudien zu Fragen von Engagement und Zivilgesellschaft.

Vereine sind die häufigste Rechtsform der organisierten Zivilgesellschaft in Deutschland. Jede/r zweite Deutsche ist Mitglied in einem Verein, viele gleich in mehreren. Doch fehlender Nachwuchs und Wettbewerbsdruck bereiten vielen Vereinen Sorgen. Der WZBrief Zivilengagement zu Vereinen fasst die Ergebnisse der Studie »Organisationen heute – zwischen eigenen Ansprüchen und ökonomischen Herausforderungen« zusammen.

Unter dem Stichwort »Soziale Netzwerke von Engagierten und Nicht-Engagierten« wird untersucht, ob und inwieweit soziale Netzwerke wie Freundes- und Bekanntenkreise den Zugang zu Engagement erleichtern.

Symbol: »Download« (Pfeil, der auf ein Ordnersymbol zeigt)

Infrastruktureinrichtungen

Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros, Bürgerstiftungen oder andere lokale Bündnisse gelten als engagementfördernde Infrastruktureinrichtungen. Welche Vor- und Nachteile bietet die Vielfalt dieser lokalen Einrichtungen? Prof. Dr. Annette Zimmer und Dr. André Christian Wolf untersuchen in der Studie »Infrastruktureinrichtungen lokaler Engagementförderung« die Vor- und Nachteile der Vielfalt lokaler Einrichtungen.

Holger Backhaus-Maul, Peter Friedrich, Maud Krohn und Prof. Dr. Karsten Speck präsentieren in ihrer Publikation »Freiwilligenagenturen in Deutschland« detaillierte Befunde einer bundesweiten Erhebung sowie qualitativer Fallstudien ausgewählter Kommunen.

Der Generali Engagementatlas 2015 richtet den Fokus auf Engagement unterstützenden Einrichtungen. Er versteht sich als »Landkarte der Engagement unterstützenden Infrastruktur« in Deutschland und liefert Informationen über Leistungsbereiche, Zielgruppen, Ressourcenausstattung und Budgets der Engagement unterstützenden Einrichtungen.

AG Zivilgesellschaftsforschung des BBE

Im Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) arbeitet eine Arbeitsgruppe zum Thema Zivilgesellschaftsforschung. Neben dem Wissenschaftsaustausch findet über die Struktur des BBE ein ständiger Dialog zwischen Wissenschaft und gesellschaftlichen Akteuren statt. Die Arbeitsgruppe möchte Trends in der Forschung rund um das Thema Zivilgesellschaft und Engagement aufgreifen und gleichzeitig auch Themen, Denk- und Forschungsansätzen besondere Aufmerksamkeit schenken, die in der etablierten Forschungslandschaft oft zu wenig Berücksichtigung finden.