Szenariotechnik

Seite 4: Entstehung und Anwendung, Material- und Raumbedarf, Dokumentation

Entstehung und Anwendungsbereiche der Szenariotechnik

  • Militärstrategie
  • Strategische Unternehmensplanung
  • (Kosten-, Markt- und Produktstrategien, Organistionsentwicklung)
  • Politische Planungsstäbe
  • (Grundsatzabteilungen in Ministerien, Verwaltungen und Institutionen)
  • Schulische und außerschulische Bildung
  • (Ökonomische und politische Bildung, Managementtraining, strategisches und systemisches Denken usw.)
  • Bürgerbeteiligungsverfahren
  • (Kommunalentwicklung, Bürgerinitiativen, Mitbestimmungsgremien usw.)

Für eine professionelle Arbeit mit der Szenariotechnik sollte man mindestens zwei, besser drei Arbeitstage veranschlagen.

Teilnehmerzahl: Szenariotechnik kann mit Gruppen von 16–28 Personen durchgeführt werden, weil sich eine Kleingruppengröße von vier bis sieben als optimal erwiesen hat. Diese Konstellation erlaubt es auch, insgesamt vier Szenarien zu erstellen: zwei positive Extremszenarien und zwei negative Extremszenarien. Dies ermöglicht eine sehr interessante und spannungsreiche Auswertung, da dann sowohl die beiden Extremszenarien gegenübergestellt als auch untereinander verglichen werden können. Eine Abgleichung der vier Szenarien auf zwei Extremszenarien, die die Zustimmung der gesamten Gruppe finden, erhöht die Validität der gefundenen Ergebnisse erheblich.

Material- und Raumbedarf

für eine Methodenveranstaltung Szenariotechnik (die optimale Gruppengröße liegt bei 16– max. 28 Personen):

30 Bogen Pinnwand-Papier, 118 x 140 cm, weiß

1 Schachtel Stifte oder Nadeln zum Anpinnen

3 Pakete à 10 Stck. Moderations-Marker, schwarz, Strichbreite 2 bis 6 mm

4 x 3 Trainermarker in den Farben rot/blau/grün

2 Pakete  (à 585 St.) Moderations-Karten, 9,5 x 20,5 cm, sortiert

2 Pakete ovale Scheiben, 11 x 19 cm, farbig sortiert

1 Paket (90 St.)  Überschriften-Streifen, 9.5 x 54,5, gelb

1 Paket (50 St.)  Moderationswolken weiß/rot 42 x 25 cm

1 Rolle Margeritenpunkte

4 Rollen Tesa-Krepp, ca. 30 mm

4 große Klebe-Stifte

4 Papier-Scheren

4 Stell- bzw. Pinnwände oder Flächen zum Aufhängen der Präsentations-Tapeten 120 x 140 cm (z.B. Tafel, Fensterflächen, Wand)

100 Blatt DIN A4 in 4 Farben, sortiert

Dieses Material wird (mit Ausnahme der Pinnwand-Bögen) auf 4 Kisten verteilt, so dass jede Arbeitsgruppe einen Materialsatz zur Verfügung hat.

1 Plenumsraum mit Overheadprojektor (möglichst Beamer) und großer Leinwand (ca. 2 x 3 m)

4 Kleingruppenräume für 5–7 Personen

1–2 Flipcharts

Stühle für alle Teilnehmer/innen als Stuhlkreis ohne Tische

Dokumentation

Für eine Dokumentation des gesamten Workshops sollten ein bis zwei Verantwortliche bestimmt werden, die für die sorgfältige Sammlung und Beschriftung der Arbeitsergebnisse (Präsentationsbögen) verantwortlich sind. Für die Präsentationsphasen sollte eine Videokamera (einschl. Stativ), für die Schlussbesprechung (Blitzlicht) ein mobiles Diktiergerät mit ca. 60 Min. Laufzeit zur Verfügung stehen. Die Arbeitsergebnisse werden anhand der Präsentationsbögen in den PC geschrieben und zu einer Broschüre zusammenstellt.

Symbol: »Autor« (ein stilisierter Füllfederhalter)

Prof. Dr. Peter Weinbrenner
Universität Bielefeld
emeritiert
E-Mail: pweinbrenner@aol.compweinbrenner(at)aol.com