Konflikte bearbeiten, Standpunkte integrieren

Eine Frau und ein Mann sitzen wortlos Rücken an Rücken

Konfliktreiche gesellschaftliche Fragestellungen im Großen, wie umstrittene Themen im Kleinen sind oft durch scheinbar unversöhnliche Interessengegensätze und Blockaden der Kommunikation gekennzeichnet. Dem Ziel, solche Blockaden aufzulösen und auch härteste Konflikte wieder bearbeitbar zu machen, dienen Methoden und Verfahren wie Diskurs, Walt-Disney-Methode, Konsensuskonferenz, Mediation und Runder Tisch.
Sie können unterschiedliche Aussagen, Argumente, Sichtweisen und Interessen in relativer Unabhängigkeit vom Status der Beteiligten mindestens nachvollziehbar machen.

  • Diskursive Elemente können einen erheblichen Beitrag dazu leisten, Bewertungen und Abwägungen nachvollziehbar zu machen und gegenüber Außenstehenden zu begründen, ohne Entscheidungen in pluralistischen Gesellschaften allein zu legitimieren. Diskurse sind ein Bestandteil eines als legitim zu bewertenden umfassenden Entscheidungsprozesses.

  • Walt Disney wird die Urheberschaft einer kreativen und effektiven Moderationsmethode nachgesagt, die wir fortan die »Walt-Disney-Strategie« nennen wollen. Das Prinzip der Walt-Disney-Strategie ist genial und einfach: Den wichtigsten Kompetenzen für eine solide und ganzheitliche Projektplanung wird ausreichend eigener Denkraum geboten.

  • Die Konfliktlösungskonferenz ist eine deliberative Methode. Sie zielen auf die Schaffung eines öffentlichen Bewusstseins für kontroverse Themen und tragen zur Konfliktlösung in sozialen Systemen bei, z.B. in Städten oder Stadtteilen. Direkt beteiligt sind von Interessengruppen entsandte bevollmächtigte Vertreter, die konkrete Positionen bzw. Lösungsvorschläge erarbeiten.

  • Mit der Überlegung, Wissenschaft und Praxis besser miteinander ins Gespräch zu brin­gen war die Idee der Konsensuskonferenz geboren. Sie dauert gewöhnlich 2,5 Tage und bestehen aus einer egalitär aus Wissenschaft und Praxis zusammengesetzten Experten-Jury, die sich auf Grund unterschiedlicher Stellungnahmen ein Urteil bilden und möglichst einen Konsens zu erarbeiten.

  • Mediation ist ein freiwilliges Verfahren der Konfliktlösung, das in den 70er Jahren in den USA entwickelt wurde. Dabei sollen die streitenden Parteien durch die Vermittlung eines neutralen, unparteiischen Dritten – des Mediators – darin unterstützt werden, Problemlösungen selbst zu entwickeln, die von allen Parteien akzeptiert werden

  • Überall, wo heute ein umstrittenes Thema öffentliche Wahrnehmung erfährt, ist der Ruf nach einem Runden Tisch nicht weit. Es handelt sich dabei weniger um eine Methode im eigentlichen Sinn, sondern vielmehr um eine Organisationsform, die sich bei ihrer praktischen Ausgestaltung wiederum der unterschiedlichsten Methoden bedienen kann.