Idee und Zielsetzung 1 (2)
Im Jahr 1989 begann die Stiftung MITARBEIT mit der Einrichtung eines EDV-gestützten Informations- und Dokumentationsarchivs über Bügermitarbeit in der Bundesrepublik Deutschland. Gesammelt und dokumentiert werden sollten hier Daten und Informationen zu unterschiedlichsten Handlungsfeldern bürgerschaftlichen Engagements, und zwar entsprechend den Förderschwerpunkten der Stiftung vornehmlich aus dem Selbsthilfe- und Initiativgruppenbereich.
Das EDV-gestützte Archiv war als Informationsquelle und Vernetzungshilfe gedacht. Es sollte Einzelpersonen, Gruppen, Initiativen und Verbänden ermöglichen, sich über aktuelle Entwicklungen in sie interessierenden Tätigkeitsbereichen zu orientieren. Zum anderen sollten auch Kontakt- und Ansprechadressen von Gruppen vermittelt werden, um sich mit ihnen in Verbindung setzen zu können.
Grundidee war von Beginn an die externe Nutzbarkeit und öffentliche Zugänglichkeit des Archivs. Diese war allerdings noch von der Vorstellung geprägt, daß bei entsprechenden Anfragen Informationsrecherchen primär von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung durchgeführt würden oder externe Nutzerinnen und Nutzer die Räumlichkeiten der Stiftung aufsuchen müßten. Wie wir wissen, läßt sich dies nunmehr mit Hilfe des Internet sehr viel leichter, nahezu raum- und zeitunabhängig realisieren.
Informationsvielfalt
Diese Vorzüge und Potentiale des Mediums machen die Internetpräsenz heute zum Obligo. Kaum eine Organisation oder Institution, die etwas auf sich hält und auf öffentliche Wahrnehmung angewiesen ist, kann es sich leisten, im Internet nicht mit einer Homepage vertreten zu sein, deren Qualität und vor allem Aktualität immer mehr zu einer Art Visitenkarte werden.
Die Vermehrung des Informationsangebotes ist für die Nutzerinnen und Nutzer sehr erfreulich, weil sie mehr Transparenz schafft und die Kontaktaufnahme zu Organisationen erleichtert. Dies gilt vor allem dann, wenn man ein klares Rechercheziel hat, die Webadresse kennt oder über eine der immer besser werdenden Suchmaschinen leicht ermitteln kann.
Komplizierter wird die Recherche allerdings dann, wenn man Informationen zu einem größeren Themenbereich oder allgemeineren Begriff sucht und dieser zudem noch wie etwa »Bürgergesellschaft« oder »bürgerschaftliches Engagement« zwar viel benutzt, aber weder eindeutig definiert noch klar besetzt ist. Hier helfen Suchmaschinen nur bedingt weiter, weil sie unstrukturiert Informationsmengen anbieten, die nur mit großem zeitlichen Aufwand erfolgreich bewältigbar sind.
Um diese Probleme zu mindern, sind in vielen Bereichen inzwischen Portale entstanden, die jeweils wichtige Grundinformationen geben und die Links zu einschlägigen Websites nach qualitativen Gesichtspunkten auswählen.
Informationen verknüpfen
Neben Portalseiten zu spezifischen thematischen Handlungsfeldern gibt es inzwischen auch eine große Zahl hilfreicher Websites, die themenübergreifende Informationen zum bürgerschaftlichen Engagement anbieten. So präsentiert das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement seine Arbeit in thematischen Schwerpunkten und die der Netzwerkmitglieder auf der Portalseite www.b-b-e.de. Auch mehrere Bundesländer, Stiftungen und andere engagementfördernde Einrichtungen haben schon seit längerem sehr interessante und weiterführende Internetseiten zum Thema ins Netz gestellt.
Ziel des Wegweisers Bürgergesellschaft kann und soll es nicht sein, die vorhandenen guten Angebote überflüssig zu machen. Ebenso wenig will er zu ihnen oder zu anderen Vernetzungsaktivitäten in Konkurrenz treten. Er soll sie vielmehr sinnvoll ergänzen und helfen, sie leichter zu finden und die von ihnen gegebenen Informationen zu verknüpfen.


