Kooperationspartner 1 (2)
Eine besondere Art von Zielgruppe sind Kooperationspartner. Das sind Leute oder Gruppen, die sich an der Durchführung eines Projektes beteiligen – und es ist damit ein Stück weit zu ihrem eigenen Projekt machen.
Ein Grafikstudent, der kostenlos die Homepage der Initiative layoutet, um damit Werbung für sich selbst zu machen, ist kein Kooperationspartner, sondern ein Dienstleister. Zum Kooperationspartner wird er, wenn er nicht bloß Anweisungen ausführt, sondern ein gleichberechtigter Partner ist, der eigene Ideen in die Zusammenarbeit einbringt.
Man kann es tatsächlich so pauschal sagen: Mit Kooperationspartnern zu arbeiten, ist immer gut. Ihr erreicht mehr Leute, weil die Partner eigene Interessenten und einen eigenen Verteiler haben. Euer Projekt wird besser und für mehr Leute interessant, weil ihr schon in der Planung mit anderen diskutiert und deshalb gezwungen seid, über den eigenen Tellerrand hinaus zu gucken. Und ihr könnt Kompetenzen nutzten, die es in eurer Gruppe selbst nicht gibt, wodurch ganz neue Projektbestandteile möglich werden. Das ist auch der Grund dafür, dass es bei Förderanträgen in der Regel ein dicker Pluspunkt ist, wenn man Kooperationspartner vorweisen kann.
Mit Kooperationspartnern werden plötzlich auch Projekte möglich, die eine Gruppe allein nie auf die Reihe bekommen würde.
Also: Kooperationspartner suchen. Bloß wie? Der erste Schritt ist, zu überlegen, welche Bestandteile eines Projektes durch eine Kooperation verbessert werden könnten. Dann wäre zu schauen, ob es Gruppen oder Initiativen (oder auch Einzelpersonen) gibt, die die entsprechenden Fähigkeiten mitbringen. Voraussetzung für eine Zusammenarbeit ist selbstverständlich auch ein gewisses Maß an Sympathie. Wenn ihr eure Partner eigentlich nicht ausstehen könnt, nützen auch die schönsten Kompetenzen nichts.
Prinzipiell gibt es zwei Arten von Kooperation. Ihr könnt zum Beispiel mit Gruppen zusammenzuarbeiten, die so ungefähr das gleiche machen wie ihr. Der Vorteil: ihr werdet zahlenmäßig mehr, was allein schon sehr nützlich sein kann, zum Beispiel, wenn man bei der Stadtverwaltung irgendetwas durchsetzen will. Vielleicht erreicht ihr auf diese Weise auch Leute in anderen Stadtteilen, Orten oder Gegenden. Und last but not least kann es gerade bei ähnlich arbeitenden Gruppen spannend sein, inhaltlich zu diskutieren – das erweitert den Horizont und macht euch fast unweigerlich besser. Vielleicht wird ja ein regelmäßiger Austausch draus, eine Vernetzung, aus der immer wieder gemeinsame Projekte entstehen.


