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Druck

Wer nicht ein Meister des Kartoffelschnitzens ist, konsultiert für den Druck seiner Veröffentlichung eine Druckerei. Für die Druckerzeugnisse von Jugendinitiativen sind vor allem zwei Druckverfahren interessant, das Kopieren und der Offset-Druck. Der Unterschied ist der, dass beim Kopieren jede Seite die gleichen Kosten verursacht (abgesehen von eventuellem Mengenrabatt), während beim Offsetverfahren zu Beginn eine ziemlich teure Druckplatte hergestellt wird und die einzelnen Abzüge dann recht wenig kosten. Das führt dazu, dass bei geringen Stückzahlen das Kopieren billiger ist (je nach Kopierpreis so bis zu 350 Exemplaren), bei größeren Stückzahlen aber das Offsetdrucken.

Die Druckpreise sind je nach Auftrag bei den einzelnen Druckereien sehr unterschiedlich. Es lohnt sich deshalb unbedingt, Angebote von mehreren Druckereien einzuholen. Unter Umständen sind die Preisunterschiede so groß, dass es sich lohnt, das fertige Produkt mit dem Auto aus der nächstgrößeren Stadt abzuholen, weil die Fahrtkosten niedriger sind als die Mehrkosten bei der ortsansässigen Druckerei.

Kostenvoranschläge sollten, wenn es nicht schlicht um den Preis pro Kopie geht, schriftlich ausgearbeitet werden. Sie sind rechtlich verbindlich und dürfen später in der Rechnung nur um einen geringen Prozentsatz überschritten werden. Wenn ihr einen Kostenvoranschlag anfordert, müsst ihr genaue Angaben über Stückzahl, Format, Papierart, Farben usw. machen; fragt auch nach Zusatzkosten: Sortieren, Falten, Heften und auch die Fotobearbeitung müssen in der Regel extra bezahlt werden.

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Muster Kostenvoranschlag (rtf)

Die entsprechenden Angaben und der vereinbarte Abholtermin müssen später auch im von euch erteilten Druckauftrag enthalten sein. In den Geschäftsbedingungen der Druckerei steht, was passiert, wenn die Sachen durch die Druckerei später fertig gestellt werden als vereinbart; lest diese Angaben also besser durch und trefft notfalls eine schriftliche Zusatzübereinkunft, wenn ihr auf stundengenaue Auslieferung seid.

Da beim Drucken für jede Farbe ein eigener Druckvorgang nötig ist, sind Ein- oder Zweifarbdrucke billiger als Vierfarbdrucke. Für welche Variante die Initiative sich entscheidet, muss möglichst früh klar sein, denn das Lay-out muss auf diese Entscheidung abgestimmt sein: Viele Fotos z.B. eignen sich zwar in Farbe, sehen aber schwarzweiß bloß langweilig aus. DIN A4 oder DIN A5 sind relativ billiger als irgendwelche exotischen Formate, weil sie aus Standardbögen geschnitten werden. Andernfalls muss der Papierabfall mitbezahlt werden.

Und wenn das fertige Druckwerk abgeholt wird, solltet ihr die einzelnen Exemplare zumindest stichprobenartig auf Fehler durchsehen, sinnvoller weise vor dem Bezahlen. Es kann immer mal passieren, dass irgendwo ein Druck- oder Sortierungsfehler passiert – und je später das auffällt, desto schlechter.

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