Öffentlichkeitsarbeit
Ihr wollt euch Gehör verschaffen, in Medien, bei anderen Jugendlichen... also: Öffentlichkeitsarbeit. Dabei geht es um die Fragen: »Für wen machen wir das eigentlich?« und »Was tun, wenn jemand kommt?«. Wie kann das gelingen, ohne Kooperationspartner und die Presse aus den Augen zu verlieren?
Eine Erfahrung, die viele kennen: ihr habt etwas mitzuteilen, aber niemand will es wissen. Zwar gibt es dagegen keine Patentrezepte, aber eine bewusst gestaltete Öffentlichkeitsarbeit macht wenigstens die Chance größer, jemanden zu erreichen.
Jede Öffentlichkeitsarbeit bedeutet Kommunikation – und zu der gehören immer zwei Seiten. Soll die Kommunikation funktionieren, muss euch als »Sender« klar sein, was euch mit dem »Empfänger« verbindet. Was interessiert die Leute, die ihr erreichen wollt? Welche Interessen hat ein Jugendamtsleiter, von dem eine Jugendinitiative einen Raum bekommen möchtet? Was wollen Presseleute wissen – und was langweilt sie sofort? Doch am Anfang steht erst mal die Frage, wem ihr denn überhaupt etwas mitgeteilt wollt.
Sich Gehör verschaffen
Die erste Frage muss deshalb sein, was eigentlich eure »Botschaft« ist. Das kann schlicht ein Termin sein, der bekannt gemacht werden soll. Das ist normalerweise aber sehr viel mehr: zum Beispiel ein bestimmtes Image, das ihr mit der Nachricht verbreitet, ob nun gewollt oder nicht. Durch Wortwahl, Farben usw. wird ein Bild der Inititiative oder des Vereins transportiert, das Einfluss darauf hat, wie die Botschaft ankommt. Diese Botschaft hängt natürlich eng mit eurer Zielgruppe zusammen.
Am Anfang kann eine bestimmte Kernaussage stehen. Dann kommt die Frage auf, für welche Zielgruppen diese Aussage interessant ist. Es kann aber auch, z.B. wenn eine Jugendinitiative sich für ein Jugendzentrum einsetzt, die Zielgruppe feststehen (Jugendliche in der Stadt), und die Frage ist, welche Themen die Initiative behandeln muss, damit sich die Leute interessieren.


