Nennen Sie die Verantwortlichen!
Sagen Sie, wer was getan hat, nicht, dass »die Tat tatsächlich zur Umsetzung gebracht worden sei«. Nennen Sie die Urheberinnen und Urheber: Das grammatische Passiv verdeckt häufig, wer eigentlich für das Geschehene verantwortlich ist. Vielleicht ist es deshalb in Politik und Verwaltung so beliebt. Zudem müssen die Leserinnen und Leser dabei rückwärts denken: von der Handlung (dem Ergebnis) zurück zu den Handelnden (den Verursachern). Aktiv Formuliertes ist direkter und kürzer. Daher ist es leichter zu lesen, leuchtet ein und bleibt besser in Erinnerung.
Sinnvoll sind passive Formulierungen, wenn Sie das Objekt eines Satzes stärker betonen möchten als das Subjekt. Beispiel: »Die Kronjuwelen wurden gestohlen.« oder »Das Buch wird im kommenden Jahr veröffentlicht.« Schließlich gilt auch hier: Nennen Sie das Wichtigste zuerst und lassen Sie Überflüssiges weg.
Übung | |
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Sagen Sie, wer's war: Formulieren Sie aktiv statt passiv. | |
Seine Teilnahme wurde seitens der Leitung befürwortet. | Die Leitung befürwortete seine Teilnahme (oder: dass er teilnahm). |
Es finden regelmäßige Kontakte mit dem Chef statt. | ... (wer?) spricht regelmäßig mit dem Chef. |
Die Pressekonferenz ist von Frau Müller geleitet worden. | Frau Müller leitete die Pressekonferenz. |
Im Zuge finanziell begründeter Umstrukturierungen wurden zwanzig Mitarbeiterinnen entlassen. | ... (wer?) hat aus finanziellen Gründen zwanzig Mitarbeiterinnen entlassen. |


