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In der Kürze liegt die Kunst

»Das Geheimnis zu langweilen besteht darin, alles zu sagen.« (Voltaire). Mut zur Lücke schafft hingegen Platz für das Wesentliche. Die passenden Inhalte, das ist stets die Schnittmenge zwischen dem, was zum Thema gehört, was Ihr Publikum interessiert und was Sie erreichen wollen. Alles Übrige gehört tendenziell nicht in den Text.

tipp

Nehmen Sie sich selbst beim Wort: Lassen Sie alles weg, was keinen besonderen Grund hat, hier zu stehen. Das gilt für die Sprache ebenso wie für die Inhalte.

  • überflüssige und abgedroschene Wörter,
  • nicht begründbare Wiederholungen,
  • Inhalte, bei denen Sie sich eigentlich schon selbst fragen, ob das tatsächlich hierher gehört,
  • Aussagen, die mehr vom Thema wegführen als dazu beitragen,
  • alles, was weder Ihnen noch den Leser/-innen in genau diesem Text wirklich wichtig wäre.
tipp

Seien Sie maßvoll, aber nicht geizig: Machen Sie es kurz, aber lang genug, um verstanden zu werden. Setzen Sie nichts voraus, was Ihre Leserinnen und Leser vielleicht nicht wissen.

Jedes Adjektiv braucht eine Aufgabe: Adjektive bereichern den Text, solange sie eine Funktion erfüllen und auf besondere Qualitäten hinweisen. Sie können z. B.:

  • unterscheiden (die roten Zahlen),
  • veranschaulichen (der paradiesische Garten),
  • bewerten (die kluge Ratsfrau),
  • überraschen (die vergnügte Trauergemeinde),
  • emotionalisieren (der eiskalte Vermieter),
  • Verbindungen schaffen (die sympathische Pädagogin)

oder überflüssig sein.

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