Leihgemeinschaft
Das Modell wird bundesweit von der Non-Profit Gemeinschaftsbank angeboten, kann aber auch privat »kopiert« werden: Ein Projekt hat einen hohen Kapitalbedarf und beständige, jedoch relativ geringe Spendeneinnahmen. Wenn diese Spender/innen nun jeder für sich den Betrag als Kredit aufnehmen, den sie in den nächsten fünf Jahren spenden würden, kann bei einer entsprechenden Anzahl von Personen leicht eine sechsstellige Summe herauskommen. Die GLS Gemeinschaftsbank bietet an, solche Leihgemeinschaften zu beraten und zum Selbstkostenpreis einen Kredit auszuzahlen.
Vielleicht ist es auch möglich, vermögende Unterstützer/innen als Kreditgeber/innen zu finden und die Leihgemeinschaft zahlt dann an ihn bzw. sie zurück. Man kann versuchen, den Kredit zinslos oder gegen Ausgleich der Teuerungsrate zu erhalten. Dann kämen nur noch die Notargebühren für die Bestätigung der Kreditverträge hinzu. Einplanen sollte man einen erhöhten Aufwand für Verwaltung und Kommunikation, der aber zu einer sehr lebendigen Netzwerkstruktur beiträgt.
Um einen partnerschaftlichen Umgang zu sichern, sollten Leihgemeinschaften eine überschaubare Größe haben, da durch den persönlichen Kontakt gewährleistet werden kann, dass bei plötzlich auftretenden Krisen einzelner die Gruppe dies auffangen kann.


