Sponsoring
Wenn ein Unternehmen sponsort, hat es einen Imagegewinn und die Werbewirkung im Sinn. Es handelt sich um keine Spende, sondern um ein Geschäft, bei dem die gesponsorte Initiative oder der gesponsorte Verein eine Gegenleistung zu erbringen hat: Das Logo der Sponsoring-Firma wird mit auf die Plakate oder Broschüren gedruckt etc. Der Sponsoring-Gegenwert bemisst sich also nach dem, was Sie zu bieten haben. Machen Sie deutlich, wen Sie alles durch die geplante (gesponsorte) Aktion erreichen, was für ein positives Image Sie haben und welch intensive Beziehung Sie mit Ihren Mitgliedern, im Freundeskreis und mit den Spender/innen pflegen. Übrigens sollte man auch ein wenig darauf achten, dass die Sponsoring-Unternehmen mit ihrem jeweiligen Image auch zu der eigenen Organisation passen.
Jährlich werden zwar Aktionen im Wert von ca. 3 Milliarden Euro in Deutschland gesponsort, davon aber 90% in den Bereichen Sport und Kultur. Für gemeinnützige Organisationen mit sozialen oder beispielsweise ökologischen Themenstellungen bleibt daher nur ein geringer Anteil am Gesamtkuchen übrig. Finanzielle Unterstützung ist also nicht einfach zu erhalten. Einfacher ist es, Produkte oder Einrichtungen der Betriebe zu nutzen oder Sachspenden zu erhalten. Vor allem schon abgeschriebene, aber noch brauchbare Büro- oder Einrichtungsgegenstände sind von Unternehmen oft zu bekommen.
Steuerlich zählen Sponsoring-Einnahmen zum wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, wenn sie vertraglich eine Gegenleistung des Gesponsorten festlegen wie z.B. aktive Hervorhebung des Sponsors im Text der Vereinszeitschrift. Dagegen ist die Duldung von Anzeigen, in denen der Sponsorbetrieb auf die Sponsoring-Kooperation aufmerksam macht und mit ihr wirbt, keine Gegenleistung im Sinne des Steuerrechts.


