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Spendenparlamente

Spendenparlamente sind ein neuer Ansatz im Fundraising. Grundidee ist, die Spendenbereitschaft dadurch zu erhöhen, dass Spender/innen über die konkrete Mittelverwendung mitentscheiden und vollständige Transparenz erhalten. Sitz und Stimme im Spendenparlament erhält jeder Bürger und jede Bürgerin, die einen vom jeweiligen Spendenparlament festgelegten Mindestbetrag spenden. In den öffentlichen Parlamentssitzungen wird darüber entschieden, welche Projekte und Hilfsinitiativen gefördert werden.

beispiel

Das erste Spendenparlament in Deutschland entstand 1995 in Hamburg. Es ist zum Vorbild für ähnliche Versuche in anderen Städten geworden. In Hamburg hat diese neuartige Form solche Furore gemacht, dass nach einem Jahr das Spendenparlament schon über 2.500 Mitglieder und ein Fördervolumen von damals DM 500.000 erreicht hatte. Bis zum Jahr 2006 hat das Spendenparlament insgesamt 545 Projekte mit einer Gesamtsumme von 3,8 Millionen Euro gefördert. Voraussetzung für die Teilnahme am Hamburger Spendenparlament ist ein Beitrag von mindestens 60,00 € jährlich. Förderungswürdig und antragsberechtigt sind Projekte gegen Armut, Obdachlosigkeit und Vereinsamung. Eine ehrenamtliche Projektkommission prüft die Förderanträge und erarbeitet die Vorlagen für die Beschlüsse des Spendenparlaments. Im Jahr 2006 existierten 16 deutsche und 3 ausländische Spendenparlamente, die in einer ähnlichen Arbeitsweise aktiv sind.

tipp

Neben finanzieller Hilfe verschafft ein Spendenparlament vielen Projekten zugleich eine Bühne, um auf ihre Arbeit und Probleme aufmerksam zu machen und zusätzliche materielle und ideelle Unterstützung einzuwerben.

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