Steuerung 1 (2)
Neben der Rechtsform ist bei der Konstruktion eines zu gründenden Geschäftsbetriebs auch seine Steuerung zu klären. Die gebräuchlichsten Steuerungsmodelle bei integrierten Betrieben sind die zentrale Führung, die Doppelspitze und die klassische Pyramidenorganisation mit zentraler Führung und Abteilungsleitungen. Bei Ausgründungen ist in erster Linie zwischen selbständigen und unselbständigen Auslagerungen zu entscheiden. Schließlich stehen auch verschiedene Verbundlösungen offen, mit denen besonders umfangreiche Aktivitäten differenziert gesteuert werden können.
Steuerungsmodelle
Die im Folgenden vorgestellten Modellskizzen bestehen aus Steuerungs- und Programmeinheiten. Steuerungseinheiten sind Organe, die die Arbeit der Organisationen disponieren und leiten (wobei vorerst zwischen Geschäftsführung und Vorstand nicht unterschieden wird, um die Übersichtlichkeit der Modelle zu gewährleisten). Programmeinheiten sind Abteilungen oder Tätigkeitsfelder, in denen die Programme der Organisation umgesetzt werden.
Je nach ihrem primären Aufgabengebiet sind die Einheiten weiß (ideelles Aufgabenfeld), schwarz (wirtschaftliches Aufgabenfeld) und kariert (gemischtes/integriertes Aufgabenfeld) codiert. Pfeile zwischen Einheiten bedeuten Weisungsverhältnisse, während Linien ein Abstimmungsverhältnis bezeichnen. Die Steuerungsmodelle finden sich in den Fallbeispielen wieder, auf die jeweils verwiesen wird.

Eingegliederte Lösungen
Zentrale Führung
Die Geschäftsführung des gemeinnützigen Trägers leitet alle Abteilungen und Aktivitäten der Organisation zentral. Die wirtschaftlichen Aktivitäten sind dabei entweder in den Abteilungen integriert a) oder in eigenen Abteilungen zusammengefasst b).

Vorteil: Gute Steuerung durch Einheit der Spitze möglich
Nachteil: Hohe Ansprüche an Kompetenz und Integrationsfähigkeit der Leitung
PC-Jugend e.V. (integriert)
forumF, Ittertal gGmbH (zusammengefasst)
Doppelspitze
Die Leitung des Trägers ist nach betriebswirtschaftlichen Kompetenzen und ideell/fachlichen Kompetenzen getrennt. Die beiden Leitungsorgane stimmen sich in regelmäßigen Geschäftsführungstreffen miteinander ab. Die wirtschaftlichen Geschäftsaktivitäten sind entweder in den Abteilungen integriert a) oder nach ideellen und wirtschaftlichen Abteilungen getrennt und den Leitungsbereichen zugeordnet b).

Vorteil: Möglichkeit einer Leitung mit spezialisierter Fachkompetenz
Nachteil: Die Abstimmung zwischen den beiden Leitungsbereichen kann konfliktträchtig sein und es kann zu Doppelloyalitäten im System kommen
Alte Feuerwache e.V.


