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forumF IT-Kompetenz-zentrum 1 (3)

Das »forumF« ist ein Bildungs- und Kompetenzzentrum, das für Mädchen und Frauen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im EDV- und IT-Bereich sowie im kaufmännischen Bereich bereitstellt. Das Zentrum im Kölner Bezirk Nippes verbindet geförderte Qualifizierungsprogramme für sozial benachteiligte Zielgruppen mit freien Bildungsangeboten für Selbstzahlerinnen. Darüber hinaus bietet das »forumF« Dienstleistungen für Unternehmen in den Bereichen e-learning und Wissensmanagement an.

Entwicklungsgeschichte

Der Impuls zur Gründung des »forumF« entstand am Weltfrauentag im Frühjahr 1999. Damals konstituierte sich in Köln mit dem Nippeser Frauenparlament eine überparteiliche Initiative mit dem Ziel, Frauenbelange auf verschiedenen Ebenen in politische Gremien zu tragen. Eine der zentralen Forderungen der Gruppe bezog sich auf adäquate Weiterbildungsräume für Frauen, speziell im technischen Bereich. Aus der Initiative gründete sich noch im selben Jahr der Verein »Nippeser FrauenForum e.V.« als Träger eines geplanten IT-Kompetenzzentrums.

Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten im Bezirk fand der Verein eine alte Druckerei, die allerdings für die Nutzung als Bildungszentrum komplett umgebaut werden musste – ein Vorhaben, für das 1,5 Millionen Mark veranschlagt wurden. Dr. Marita Alami, Initiatorin und heutige Geschäftsführerin des »forumF«, ließ sich von diesem Investitionsvolumen nicht schrecken, denn sie konnte auf eine qualifizierte Weiterbildung zur Nonprofit-Managerin, ein gutes Kontakt-Netzwerk und tatkräftige Unterstützung aus dem Vorstandsteam des Trägervereins zurückgreifen. Sie entwickelte ein schlüssiges Gesamtkonzept für das Sozialunternehmen, das wirtschafts- und gesellschaftspolitische Bedarfe aufgriff. Auf der Grundlage dieses Konzeptes konnten die Investitionskosten für den Kauf von Haus und Grundstück durch einen Zuschuss der Stadt Köln (13%) und ein Bankdarlehen (87%) aufgebracht werden. Für Umbau und Erstausstattung bewilligte das Land NRW einen Zuschuss in Höhe von 75%, das verbleibende Viertel konnte mit Hilfe einer Stiftungsförderung und einem weiteren Bankdarlehen aufgebracht werden. Die Absicherung der Darlehen erfolgte standardgemäß über den zusätzlichen Eintrag der Bank im Grundbuch.

Im April 2002 nahm das »forumF« mit einem Team von sieben Mitarbeiterinnen seine Arbeit auf. Die Finanzierung der Personal- und laufenden Kosten war über arbeitsmarktpolitische Projekte und Lohnkostenzuschüsse gesichert. So ist das »forumF« zum Beispiel bis heute Trägerin eines Teilprojektes der Kölner EQUAL Verbundinitiative im Übergang Schule und Beruf. Weniger rosig verlief die mit dem Arbeitsamt begonnene Zusammenarbeit: Im Zuge der sich wandelnden Arbeitsmarktpolitik wurden die zuerst auf drei Jahre angelegten ABM-Stellen auf die Hälfte der Laufzeit verkürzt, und die auf lange Frist entwickelten einjährigen Qualifizierungsmaßnahmen gänzlich eingestellt. Für das »forumF« brach damit ein wichtiger Finanzierungsbaustein für die Startphase und ein Stück des Optimismus des so gelungenen Einstiegs weg. Dennoch lassen sich Marita Alami und das Team nicht entmutigen und entwickeln stetig neue Angebote und Kontakte.

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