Zukunftswerkstatt 3 (3)
Stärken und Schwächen
Zukunftswerkstätten zeichnen sich aus durch:
- einen strukturierten Prozess mit aufeinander aufbauenden Phasen, Zeitstrukturen und Rollenklarheit
- Ergebnisoffenheit bei gleichzeitiger Orientierung auf gemeinsam entwickelte Problemlösungen
- eine partizipative Formulierung der Ziele, Themen und Fragestellungen und partiell selbstgesteuerte Lernprozesse in Kleingruppen
- den Einbezug der Kompetenzen, Interessen und Wünsche der Teilnehmenden
- einen Einsatz kreativer Methoden
- ein Zulassen und Fördern unterschiedlicher Sichtweisen und Blickwinkel
Schwächen liegen in:
- der Ausblendung realer Macht- und Herrschaftsverhältnisse
- der geringen Verbindlichkeit erzielter Ergebnisse (Selbstverpflichtungen, keine Entscheidungsmacht)
- der angenommenen Motivation und Bereitschaft zur offenen, dialogischen Verständigung
- einer (vorschnellen) Einigung auf gemeinsame Nenner ohne präzise Betrachtung von Relevanz und Reichweite der erzielten Ergebnisse
- einer Überschätzung der Ergebnisse durch zu geringe Auseinandersetzung mit personellen Möglichkeiten und Handlungsbereitschaften sowie strukturellen Rahmenbedingungen.
Apel, H./ Dernbach , D./ Ködelpeter , Th./Weinbrenner, P. (Hrsg.): Wege zur Zukunftsfähigkeit – ein Methodenhandbuch, CD-ROM, Bonn 2003 (1998), Stiftung Mitarbeit.
Kuhnt , B./ Müllert , N.R.: Moderationsfibel Zukunftswerkstätten, Münster 1996, Ökotopia Verlag.
Thomas Ködelpeter
Ökologische Akademie e.V.
Baierntainer Weg 17
D-83623 Dietramszell/Linden
E-Mail: oekologische-akademie@gmx.de
Internet: www.oeko-akademie.de



