Tabellen 1 (2)
Tabellen
Kognitiv | Motivational: Normen-Logik | Motivational: Interessenlogik | Relational | Alle zusammen als Syndrom | |
|---|---|---|---|---|---|
Handlungs- orientierung | Beschreibungen von Welt | Weil-Motive: normative Erwartungen, | Um-zu-Motive: funktionale Imperative, teilsystemische Leitorientierungen | Akteurkonstellation | Überzeugungssysteme, große Erzählungen etc. |
Leistungs- anforderung | Inklusion aller Perspektiven Einbeziehung kontextuellen (lokalen) und generalisierten (systematischen) Wissens | Inklusion aller Perspektiven | Gelegenheit zur Teilnahme | Entfeindung | Identifizierung notwendiger Reduktion von Komplexität |
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Gegenstand | Kriterien |
|---|---|
Zeitpunkt, Art, Dauer und Frequenz der Interaktionen | Findet die Beteiligung frühzeitig und wiederholt statt, so dass Rückkopplungsmöglichkeiten bestehen? |
Formulierung des Auftrags, politisches Mandat und Agenda-Setting
Festlegung von Mechanismen der Überwachung und Sanktionierung zur Sicherung des Verfahrens | Ist die Einbettung des Verfahrens in den politischen und rechtlichen Rahmen für alle nachvollziehbar geklärt?
Verfügen alle Teilnehmer über Möglichkeiten der Verfahrenskontrolle außerhalb des Verfahrens?
Sind die Entscheider rechenschaftspflichtig, inwiefern müssen sie die Ergebnisse des Verfahrens berücksichtigen?
Sind die Ergebnisse des Verfahrens im Lichte neuer Informationen oder Gesichtspunkte reversibel? |
Verfahren und Rechtfertigung der Teilnehmerauswahl | Sind die Möglichkeiten und Bedingungen der Teilnahme fair?
Sind die Teilnehmer nachvollziehbar legitimiert?
Haben alle Betroffenen das Recht zur Stellungnahme? |
Festlegung der Basisregeln des Verfahrens
Auswahl des Moderators, der Methode und der Geschäftsordnung Mechanismen zur Änderung des Verfahrens | Haben alle Teilnehmer die Möglichkeit der Verfahrenskontrolle?
Sind das Verfahren und die Verfahrenswalter (Moderator o.ä.) unvoreingenommen? |
Gegenstand | Kriterien |
|---|---|
Teilnehmer:
Zusammensetzung, Art der Betroffenheit, Motivation | Nehmen alle Betroffenen auf breiter Basis und in gleicher Weise teil?
Wird verzerrenden Macht- und Ressourcenungleichgewichten entgegengewirkt?
Gelingt es, den Zweck des Verfahrens mit den subjektiven Motivlagen der Betroffenen zu vermitteln?
Finden sich alle Sichtweisen auf das Problem im Verfahren wieder?
Besteht Konsistenz von Personen und Zeit durch gleiche Verfahrensrechte aller Beteiligten? |
Kriterien und Prozess der Informationssammlung | Ist das Verfahren offen für Informationen?
Ist der Prozess der Informationssammlung vollständig?
Sind Informationssammlung und Tatsachenfindung hinreichend genau?
Werden die Informationen für alle Teilnehmer verständlich vermittelt?
Werden Konflikte offen ausgetragen?
Werden Effizienzreserven und Tauschmöglichkeiten so ausgeschöpft, dass Entscheidungen später nicht bedauert werden?
Werden Wissens-, Ziel- und Gestaltungsfragen angemessen getrennt? |
Lerneffekte:
Veränderung kognitiver, motivationaler und relationaler Orientierungen | Bestehen Lernchancen und werden sie wahrgenommen?
Werden Informationen ausgetauscht?
Verbessert sich bei den Teilnehmern die Berücksichtigung der Perspektiven anderer?
Werden Feindbilder abgebaut?
Verschränken sich die Perspektiven? |
kulturell-stilistische Ebene | Gelingt es, eine Kultur des Zuhörens zu etablieren?
Besteht genug Zeit, alle Fragen zu Inhalten und Vorgehen zu klären?
Herrschen Höflichkeit und wechselseitiger Respekt? |
Zeitnahe Information Nicht-Beteiligter? | Ist das Verfahren transparent?
Kann durch Öffentlichkeit eine Repräsentativität des Verfahrens über den Kreis der Teilnehmer hinaus hergestellt werden (Achtung: Zielkonflikt mit notwendiger Vertraulichkeit möglich)? |
Zeitaufwand im Verhältnis zum Ergebnis | Ist das Verfahren effizient gestaltet? |



