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Konflikte bearbeiten, Standpunkte integrieren

Konfliktreiche gesellschaftliche Fragestellungen im Großen, wie umstrittene Themen im Kleinen sind oft durch scheinbar unversöhnliche Interessengegensätze und Blockaden der Kommunikation gekennzeichnet. Dem Ziel, solche Blockaden aufzulösen und auch härteste Konflikte wieder bearbeitbar zu machen, dienen Methoden und Verfahren wie Diskurs, Walt-Disney-Methode, Konsensuskonferenz, Mediation und Runder Tisch.
Sie können unterschiedliche Aussagen, Argumente, Sichtweisen und Interessen in relativer Unabhängigkeit vom Status der Beteiligten mindestens nachvollziehbar machen.

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In modernen pluralistischen Gesellschaften fällt es den Individuen wie den gesellschaftlichen Gruppen zunehmend schwerer, kollektiv verbindliche Normen, die von allen als legitim angesehen und als für einen selbst verpflichtend wahrgenommen werden, aufzustellen bzw. anzuerkennen. Vielfalt von Lebensoptionen und Subjektivierung von Sinn kennzeichnen den Übergang von traditionellen zu modernen Gesellschaftsentwürfen. Wie kann unter diesen Umständen eine die Gesellschaft umfassende und Verbindlichkeit einfordernde Steuerungspolitik gestaltet und umgesetzt werden, die gleichermaßen Problem lösend wie ethisch befriedigend ist

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Walt Disney war nicht nur der Erfinder der Mickey-Maus, des Dschungelbuchs oder von Filmprojekten wie »Die Wüste lebt«. Diesem Multitalent wird auch die Urheberschaft einer kreativen und effektiven Moderationsmethode nachgesagt, die wir fortan die »Walt-Disney-Strategie« nennen wollen. Das Prinzip der Walt-Disney-Strategie ist genial und einfach: Den wichtigsten Kompetenzen für eine solide und ganzheitliche Projektplanung wird ausreichend eigener Denkraum geboten

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Die Kostenexplosion im amerikanischen Gesundheitswesen, vor allem aber auch die Diskrepanz zwischen medizinischer Forschung und ihrer Anwendung einerseits und den tatsächlichen Bedarfen in der klinischen Praxis, führte Mitte der siebziger Jahre zu der Überlegung, Wissenschaft und Praxis besser miteinander ins Gespräch zu brin­gen. Damit war die Idee der Konsensuskonferenz geboren.
Die Konferenzen dauern gewöhnlich 2,5 Tage und bestehen aus einer egalitär aus Wissenschaft und Praxis zusammengesetzten Experten-Jury von neun bis 18 Personen, die sich auf Grund unterschiedlicher, gutachterlicher Stellungnahmen ein Urteil bilden und versuchen, einen möglichst alle Interessen berücksichtigenden Konsens zu erarbeiten

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Mediation ist ein freiwilliges Verfahren der Konfliktlösung, das in den 70er Jahren in den USA entwickelt wurde. Dabei sollen die streitenden Parteien durch die Vermittlung eines neutralen, unparteiischen Dritten – des Mediators – darin unterstützt werden, Problemlösungen selbst zu entwickeln, die von allen Parteien akzeptiert werden

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Spätestens seit den Umbrüchen in Osteuropa Ende der 80er Jahre haben sich Runde Tische bei der Suche nach Lösungen für komplexe und/oder konfliktreiche gesellschaftliche Fragestellungen etabliert. Überall, wo heute ein umstrittenes Thema öffentliche Wahrnehmung erfährt, ist der Ruf nach einem Runden Tisch nicht weit. Es handelt sich dabei weniger um eine Methode im eigentlichen Sinn, sondern vielmehr um eine Organisationsform, die sich bei ihrer praktischen Ausgestaltung wiederum der unterschiedlichsten Methoden bedienen kann

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